2. S- Bahn- Stammstrecke: Wo bleiben die CSU- Millionen aus Berlin?

s-bahn-hbfWer trägt in München die finanzielle Verantwortung, wenn die 2. S- Bahn- Stammstrecke sich verteuert?

Immer wenn die alte Stammstrecke der S- Bahn in München dicht ist, kommen sie wieder: Die gutgläubigen Lemminge dieser Welt, die unverzüglich und sofort den Bau der 2. S- Bahn- Stammstrecke fordern.

In Foren im Internet, in User- Kommentaren bei den Zeitungen. Viele haben überhaupt keine Ahnung, weder vom Projekt selbst, noch von den politisch Verantwortlichen.

Nein, die 2. S- Bahn- Stammstrecke ist nicht Sache der Stadt München, sondern von Horst Seehofers CSU- Staatsregierung!

47,7 Prozent der Menschen in Bayern, viele davon im Großraum München, haben diesen Mann und seine Leute vor Kurzem erst wieder gewählt.

Seit dem Jahre 2009 stellt die CSU in Berlin den Bundesverkehrsminister und was hat sich seither getan? Nichts!

Dumm nur, dass das so gut kaschiert wird, dass der Wähler, die Lemminge im Internet, der Stadt München oder den Grünen die Schuld in die Schuhe schieben. Nein, die sind diesmal nicht schuld, sondern alle, die Horst Seehofer und seine Leute mitsamt der Merkel mit der ruhigen Hand immer wieder fürs Nichtstun ihre Stimme geben!

Warum bekommen die keine Finanzierung hin? Es fehlt vor allem am Geld aus Berlin! Die CSU brüstet sich zwar in Bayern, konnte jedoch bis heute weder bei Bundesfinanzminister Schäuble, noch bei Kanzlerin Merkel weitere Gelder für den Bau der 2. S- Bahn- Stammstrecke locker machen! Schlimmer noch: Alle schauen beängstigt nach Stuttgart. Wegen den ausufernden Kosten für S21.

Wer trägt in München die finanzielle Verantwortung, wenn die 2. S- Bahn- Stammstrecke sich verteuert? Bauherr ist der Freistaat Bayern, das heißt, das alleinige Risiko liegt beim bayerischen Steuerzahler. Bahn und Bund müssen keine Mehrkosten tragen.

Vielleicht haben sie deshalb Angst, das Projekt wirklich umzusetzen. Am Ende könnte es ein Milliardenloch in den Staats-Haushalt in Bayern reißen. Denn solche Projekte werden zu Beginn immer billiger berechnet (geplant), um sie den Leuten schmackhaft zu machen. Würde jemand sagen der 2. Tunnel kostet vielleicht drei oder vier Milliarden, wäre er sofort gestorben.

Soviel zur Finanzierung, die immer noch nicht in trockenen Tüchern ist. Der CSU- Regierung in Bayern und ihrer Minister in Berlin sei Dank.

 

Was die 2. S- Bahn- Stammstrecke im Chaosfall wie den vergangenen Tagen verbessern könnte, weiß ohnehin kein Mensch.

Haltestellen gibt es nur in Laim, am Hauptbahnhof, Marienplatz, Ostbahnhof und Leuchtenbergring.

Wer an der Donnersberger Brücke, Isartor oder am Rosenheimer Platz im Chaosfall auf die 2. S- Bahn- Stammstrecke hofft, hat damit ohnehin verloren. Fußmarsch zur nächsten Haltestelle- oder wie heute andere Verkehrsmittel nutzen, heißt es dann.

Welche S- Bahnen die 2. S- Bahn- Stammstrecke nutzen werden, steht ebenso noch nicht fest. Wolfratshausen, Holzkirchen und die Kreuzstraße bleiben außen vor. Deren Fahrgäste müssen im Chaosfall auf der alten Stammstrecke am Hauptbahnhof oder Ostbahnhof umsteigen. Dafür braucht es keine 2. S- Bahn- Stammstrecke, dafür würde die Verlängerung der U5 bis Pasing ausreichen.

Ob die S3 von Mammendorf den neuen Tunnel nutzen würde, wenn es im Osten nicht weitergeht (nach Holzkirchen), ist eine weitere Frage.

Es gibt noch nicht einmal ein Betriebskonzept, denn das wollen Freistaat und Bahn erst machen, wenn der Bau der 2. Röhre fix ist. Man baut also zuerst den Tunnel und will hinterher sehen, was damit verändert werden muss, was besser werden könnte.

Schlimmer noch: Bahn und bayerische Politiker behindern selbst vorgeschlagene Einzelmaßnahmen, sogar aus dem eigenen 13- Punkte- „Sofortprogramm“ der Bayerischen Regierung aus dem Jahr 2012. Denn wenn diese Einzelmaßnahmen greifen würden (oder andere Projekte des Bahnknoten München, wie der Bahnhof „Poccistraße“) verliert die 2. S- Bahn- Stammstrecke an Priorität und wäre am Ende nicht wirtschaftlich. Damit gäbe es keine Fördergelder aus Berlin.

 

So schauen die gutgläubigen Münchner S- Bahn- Fahrgäste wohl noch in 20 Jahren sprichwörtlich in die nicht vorhandene, 2. Röhre!

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