Reaktivierung der Bahnhaltepunkte in Klardorf und Ponholz

Zwischen Schwandorf und Regensburg sind werktäglich etwa 4.000 Fahrgäste auf den Schienen unterwegs. Auf der Strecke liegen im Landkreis Schwandorf die Bahnhöfe Schwandorf und Maxhütte-Haidhof, deren Einzugsbereich ungefähr 70.000 Einwohner beträgt. Die Pendlerparkplätze der Bahnhöfe sind überfüllt. In Schwandorf ist eine Erweiterung nicht möglich, da das Areal von Straßen und Schienen begrenzt und selbst nahe gelegene Flächen zum aktuellen Zeitpunkt nicht zur Verfügung stehen.

Kreistagskandidaten der Freie-Wähler-Gruppe BWG/UW hatte im zurückliegenden Wahlkampf gefordert, die Bahnhaltepunkte Klardorf (Stadt Schwandorf) und Ponholz (Stadt Maxhütte-Haidhof) wieder zu reaktivieren. Da die dortigen Bahnhöfe sind inzwischen verkauft sind, wurde der Bau von modernen Bahnhaltestellen angeregt. Auf eine Anfrage hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft heute reagiert und einen allgemein gehaltenen „Fahrplan“ für die Reaktivierung der Haltepunkte vorgelegt:

  • Die betroffene Gemeinde und der Aufgabenträger für den allgemeinen ÖPNV (Landkreis) müssen eine Willensbekundung gegenüber der BEG abgeben.
  • Die fahrplantechnische Machbarkeit muss nachgewiesen werden.
  • Es muss eine Fahrgastprognose erstellt werden. Nach den Vorgaben des Bundes müssen bei einfachen baulichen Verhältnissen mindestens 100 Ein- und Aussteiger je durchschnittlichem Werktag erreicht werden, bei aufwändigen Bauten mindestens 1.000 Ein- und Aussteiger. Die Prognose wird in der Regel von der BEG erstellt.
  • Die bauliche Machbarkeit muss nachgewiesen und die Kosten müssen ermittelt werden.
  • Der verkehrliche und volkswirtschaftliche Nutzen muss nachgewiesen werden. Die Untersuchungen werden in der Regel von der BEG durchgeführt (Projektdossierverfahren).
  • Es muss die Bereitschaft bestätigt werden, die Schulzeiten an die Taktzeiten der Bahn anzupassen.
  • Durch die Kommune muss bestätigt werden, dass der neue Bahnhalt an die Straßeninfrastruktur angebunden wird und die entsprechenden Verknüpfungsanlagen (Bushaltestellen, P+R-Parkplätze, Fahrradabstellplätze) angelegt werden.
  • Der Landkreis muss bestätigen, dass der neue Bahnhalt in das ÖPNV-Fahrplanangebot integriert wird. Im weiteren Verlauf ist hierüber ggf. ein Vertrag mit dem Freistaat abzuschließen.
  • Die Finanzierung muss geklärt werden.

Im Schreiben wird auf die Baukosten hingewiesen und dass das Budget das Bundes für derartige Maßnahmen auf Jahre verplant ist.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.