Bayern gibt Studie für Bahnstrecke München-Prag (und Hof) in Auftrag

Pressemeldung vom 14.2.2014 des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren, für Bau und Verkehr:

Neue Bahnstudie für die Strecken von München nach Prag und Hof

München, 14.02.2014
Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: „Neue Bahnstudie für die Strecken von München nach Prag und Hof – Kürzere Reisezeiten angestrebt“
+++ Um die 300 Kilometer Luftlinie zwischen München und Prag mit dem Zug zurückzulegen, ist man derzeit rund sechs Stunden unterwegs. Eine Studie im Auftrag des Freistaats Bayern soll jetzt bis Ende dieses Jahres untersuchen, ob und wie mit Hilfe kleinerer Infrastrukturausbauten auf bayerischer Seite spürbare Fahrzeit-verkürzungen von München nach Regensburg, Hof, Pilsen und Prag erreicht werden können. „Auch Minutenersparnisse machen das Bahnfahren auf diesen Einzelstrecken attraktiver. Unser mittel- bis langfristiges Ziel bleibt jedoch nach wie vor eine Reisezeit von rund vier Stunden zwischen den beiden Metropolen. Wir fordern daher mit Nachdruck weiter den Ausbau und die Elektrifizierung des gesamten bayerischen Streckenabschnitts durch den Bund und die Deutsche Bahn AG. Daher haben wir die Strecke beim Bundesverkehrsministerium auch für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans angemeldet“, erklärte Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann. +++

Den Zuschlag für die Studie, die von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ausgeschrieben wurde und vom Bayerischen Innenministerium finanziert wird, erhielt die Bietergemeinschaft SMA und Partner AG/Schüßler-Plan. Das Züricher Beratungsunternehmen SMA gilt als führend im Bereich der Eisenbahnverkehrsplanung, das Düsseldorfer Ingenieurbüro Schüßler-Plan gehört zu den renommiertesten Infrastrukturplanern im deutschsprachigen Raum. Untersucht werden sollen mögliche Verbesserungen auf den Einzelstrecken München – Regensburg, Regensburg – Hof und Schwandorf – Doma?lice.

Bayern will – auch in Abstimmung mit den tschechischen Nachbarn – eruieren, wie schon vor dem grundlegenden Ausbau der Bahnstrecke schnellere Reisezeiten erzielt werden könnten. Herrmann möchte sich deshalb mit dem neuen tschechischen Verkehrsminister Antonín Pracha? zu einem Gespräch treffen. „Ich möchte mir dabei auch ein Bild von den tschechischen Ausbauplänen machen“, so der Minister. Erst jüngst haben zwischen Pilsen und Rokycany die Bauarbeiten für den längsten Eisenbahntunnel Tschechiens begonnen, der Teil einer acht Kilometer langen Neubaustrecke ist, welche die Hauptachse Pilsen-Prag um sechs Kilometer verkürzt.

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