U9- Pläne in München: Kalter Kaffee- oder alter Wein in neuen Schläuchen!

Die U- Bahn am Hauptbahnhof in München

Die U- Bahn Station am Hauptbahnhof in München

Wahlkampfzeit bei Bayerns Kommunalpolitikern:

Als ob nicht schon genügend Projekte wie eine 2. Stammstrecke als Bypass für die angeblich überlastete 1. Stammstrecke der S- Bahn ausstehen würden, kommen wieder neue Ideen.

Neue Ideen?

Nun, so neu sind diese Ideen nicht. Die Politiker hoffen nur immer wieder auf vergessliche Wähler und holen zur Stimmungsmache alte Ideen aus der verstaubten Schublade.

Die Münchner tz meldete am 16. Juni des Jahres 2009:

Stadt prüft neue U-Bahn

http://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-u-bahn-neue-linie-tz-359241.html

 

Darauf entstand eine Diskussion, was denn nun vernünftiger wäre:

Der Bau der U9 oder der Nordtunnel zum Flughafen.

Im Gutachtensvergleich aus den Jahren 2008 und 2009 der Bayerischen Staatsregierung zur Flughafenanbindung  (Quelle: http://www.s-bahn-muenchen.de) schnitt der Nordtunnel schlechter ab, als die von den Politikern favorisierten Varianten. Dabei wurden dem Nordtunnel die Kosten für den Bau der U9, die er nördlich des Hauptbahnhofes „ersetzt“ hätte, nicht gut geschrieben.

In einer kleinen Runde um die Münchner- CSU wurde bei Ministerpräsident Horst Seehofer in der Staatskanzlei eine weitere Idee diskutiert, der „Nordtunnel-light“.

Die Folien dazu waren kurzzeitig im Internet, können hier jedoch nicht veröffentlicht werden. Ein Münchner Landtagsabgeordneter zielte damals auf die Idee der U9 und dem Nordtunnel.

Durchsetzen konnte er sich jedoch nicht.

Eine Chronologie der Pressemeldungen zur Diskussion über die U9:

1. Dezember 2009 München: Wenn schon Tunnel – dann für alle! 10 Minutentakt nur mit dem Nordtunnel

2. Dezember 2009:  Nordtunnel hilft auch der U9 – wenn die MVG es will

31. Dezember 2009: S- Bahn Tunnel München: OB Ude und “die plumpe Betonierung ausgelatschter Pfade”

 

Das Ergebnis ist bekannt. Umgesetzt wurde bis heute – im Jahr 2014 – nichts!

Die U9 geistert somit schon immer als „Einzelprojekt“ zur Verstärkung der U3 und U6 durch die Münchner Gazetten, ohne irgendwie in das Gesamtkonzept „(Bahn)Knoten München“ zu passen.

Die Finanzierung der 2. S- Bahn- Stammstrecke steht in den Sternen, ob sie technisch überhaupt realisiert werden kann, darüber streiten die Planer der Bahn und der MVG. Stirbt der 2. S- Bahn- Stammtunnel in 40 Meter Tiefe nach der Kommunalwahl, wie in Behördenkreisen längst geunkt wird, müsste das Paket U- und S- Bahn, mitsamt der Flughafen- Anbindung völlig neu gefaßt werden.

Nun kommt erneut die Idee der U9 neuerlich hinzu, wobei am Hauptbahnhof ähnliche bautechnische Schwierigkeiten zu Tage kommen werden, die schon damals den Nordtunnel in den Kalkulationen erheblich verteuert haben.

Vor den Wahlen dreht sich wie immer alles im Kreis, alle haben alles vergessen und freuen sich über kalten Kaffee- oder „alten Wein in neuen Schläuchen“!

Der zweit- größte Flughafen Deutschlands im Erdinger Moos hat nach wie vor eine Bahn- Anbindung, die eines internationalen „Drehkreuzes“ unwürdig ist. Von einer Flughafen- Anbindung via ICE, wie beim Provinz- Flughafen in Stuttgart, der in etwa nur halb so viele Passagiere zählt, wie München, spricht niemand mehr.

 

Chronologie der Flughafen- Gutachten:

Gutachten zur Flughafenanbindung 28.01. 2009

Gutachten zur Flughafenanbindung 23.11.2009

Gutachten zur Flughafenanbindung München 24. Februar 2010

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