Kritische Fragen an die S-Bahn München bezüglich Triebwagenmangel. Auf Antwort gespannt

eine Münchner S- Bahn an der Donnersberger Brücke

eine Münchner S- Bahn an der Donnersberger Brücke

Heute als Email an die PR-Entourage der Deutschen Bahn abgeschickt:

1. Weshalb hat sich die 2011 ins Spiel gebrachte Option zerschlagen, ET 423 aus dem Raum Rhein-Ruhr bzw. Kölner S-Bahnsystem zu übernehmen (siehe Presseberichte von 2011: Merkur Online 12 10 2011 25 zusätzliche S-Bahn-Züge für MünchenSZ 12 09 2011 Züge aus dem Rheinland für S4 und SZ 12 10 2011 2014 soll München S-Bahnzüge aus Köln bekommen). Damals war von 25 Zügen die Rede, heute gibt man sich mit nur 15 zufrieden. Diese Anzahl von Zügen ist in Anbetracht des Fahrzeugmangels und der Überfüllung im Münchner S-Bahnnetz viel zu wenig. Ausserdem können diese 15 Züge nicht durch die Stammstrecke verkehren. Die Linien aus Altomünster bekommt deshalb nicht die immer versprochene in den HVZ halbstündlich Durchbindung in die Stammstrecke, sondern nur eine stündliche.
2. Wird man diese 15 ET420 ausschliesslich auf der Linie A einsetzen, oder wo sonst werden sie zum Einsatz kommen? Welche Linien sollen davon durch längere/zusätzliche Züge profitieren?
3. Wie gedenkt die S-Bahn München den zusätzlichen Triebwagenbedarf bei Einweihung der Strecke nach Wolfratshausen und dem Erdinger Ringschluss zu gewährleisten. Ist dann bei noch anderen Strecken zu erwarten, dass nicht mehr alle Züge durch die Stammstrecke verkehren werden, sondern ein Umsteigen in Pasing oder am Ostbahnhof (oder Markt Schwaben) erforderlich wird?
4. Wie gedenkt die S-Bahn München das Verkehrswachstum abzufangen, wenn keine zusätzlichen Züge zur Verlängerung von Voll- auf Langzüge vorhanden sind? Schon heute verkehren viele Züge am Rande der Zumutbarkeit.
5. Welches Konzept verfolgt die S-Bahn München, um den zusätzlichen Fahrzeugbedarf für das Betriebskonzept der 2. Stammstrecke zu decken? Sollen alle ET423 ersetzt werden, wenn in ganz Europa keine ET423 mehr erhältlich sind? Bei der derzeitigen Überlastung der europäischen Fahrzeugindustrie müssten so viele Fahrzeuge wohl schon heute bestellt werden.
6. Gibt es denn kein neues Fahrzeug, welches den gegenwärtigen Triebwagenmangel abdecken könnte.
Besten Dank für Ihre Antwort.

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