Feuer im Bahnhof: Stillstand bei der Bahn zwischen München und Mittenwald | Starnberg

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1 Kommentar zu „Feuer im Bahnhof: Stillstand bei der Bahn zwischen München und Mittenwald | Starnberg“

  • Thomas Korpiun:

    Seit dem Winterfahrplan der Werdenfelsbahn reiht sich nun Ärger an Ärger. Ich fahre seit 18 Jahren eigentlich gerne auf dieser Strecke. Und das ist nun traurigerweise auf einmal vorbei.

    Es war allerdings von vornherein absehbar, dass der gut gemeinte engmaschige Fahrplan auf der hauptsächlich 1-gleisigen Strecke reine Theorie bleiben musste.

    Zudem ist die spannende Frage, was sich die Verantwortlichen bei der Bestellung und Gestaltung des neuen Zugmodells überhaupt gedacht haben und ob sie je in einem solchen Exemplar längere Zeit unter Praxisbedingungen gefahren sind.

    Die Fahrzeuge ruckeln unablässig, jaulen, es ist ständig (sogar mir) zu kalt, es zieht fast überall.

    Die Sitzgelegenheiten sprechen durchweg allen einschlägigen Entwurfsregeln Hohn.

    Man findet wirklich keinen einzigen bequemen Platz. Als hätte man das nicht alles schon seit Generationen von Fahrzeugen besser gekonnt.

    Es gibt keine Kopfstützen mehr, eine 1,5-stündige tägliche Pendlerfahrt z.B. von Garmisch nach München wird so zur Folter.

    In weiten Bereichen kann nicht einmal kleines Gepäck verstaut werden. Man stolpert zu Stoßzeiten über längs- und querstehendes Gut aller Art, muss um Freigabe der ständig zugestellten Sitzplätze förmlich betteln. Warum in den ohnehin engen Vierergruppen noch klobige Tische platziert wurden, die die Benutzung der hinteren Sitze zur Qual machen, bleibt ein Rätsel.

    Wenn das Ganze nun wenigstens gut aussehen würde – aber nein, es handelt sich auch gestalterisch um eine wahre Gurkerei, man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Und nun erweist sich, dass der neue Fuhrpark nicht einmal technisch vernünftig erprobt wurde. Da bleibt einem die Spucke weg.

    Es ist eine Schande, wie die Bahn kontinuierlich die Fahrpreise erhöht, ohne sich im Gegenzug verantwortlich um die tatsächlichen Bedürfnisse derer zu kümmern, die die Zeche zu zahlen haben. 

    Und es wäre an der Zeit, dass die treuen Fahrgäste wirklich penetrant und effektiv protestieren. Die Frage ist, auf welche Weise das möglich ist. Die armen Zugbegleiter und ebenfalls entnervten Lokführer sind ja wirklich die falsche Adresse – und die Zuständigen stellen sich taub.

    Lasst uns jedenfalls Ärger machen – dieser unsinnige Fahrplan und die fehlkonstruierten Züge gehören umgehend abgeschafft!

    Ein bisher einigermaßen begeisterter Bahnfahrer, dem der Spass am Pendeln nun vergeht, und der während des Schreibens dieser Zeilen bereits wieder in einem heillos verspäteten unterkühlten „Folterzug“ sitzen muss.

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