Betrunkener gerät unter einen U-Bahnzug, den ein offensichtlich betrunkener Fahrer führt

Oliver Bendixen vom Bayerischen Rundfunk berichtet über einen bisher unbekannten Vorfall am U-Bahnhof Candidplatz. Nach den Informationen des Bayerischen Rundfunks hat sich der Vorfall am Sonntag, 29. Dezember 2013, gegen 06:00 Uhr ereignet. Fahrgäste mußten beobachten, wie ein Mann über den Bahnsteig torkelte und direkt vor einen einfahrenden U-Bahnzug stürzte. Er wurde vom U-Bahnzug überrollt und tödlich verletzt. Nach Hinweisen von Fahrgästen wurde der U-Bahnfahrer überprüft und es wird über einen Wert von 1,0 Promille Alkohol im Blut berichtet.

Seit langem bereiten derartige Unglücksfälle dem Fahrgastverband große Sorgen. Eine neue Qualität ist, daß auch der U-Bahnfahrer nicht mehr nüchtern gewesen sein soll. Zwar ist es unwahrscheinlich, daß ein nüchterner Fahrer den Unfall hätte vermeiden können, aber die volle Fahrtüchtigkeit des Betriebspersonals wird von allen Fahrgästen erwartet. „Wir sind sehr bestürzt über diese erneute Meldung eines tödlichen Unfalls im Gleisbett“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. “

Auch beim Fahrpersonal scheint Alkohol ein Problem darzustellen. Dem muß ganz entschieden entgegengewirkt werden.“ Entsprechend den Forderungen des Münchner Stadtrates und des Fahrgastverbandes haben die Stadtwerke einen Probebetrieb mit verschiedenen Systemen zur Gleisbettüberwachung aufgenommen. Dabei ist es befremdlich, daß dieses Projekt höchster Geheimhaltung unterliegt – und nicht in einem offenen Dialog über die Lösung der offensichtlichen Probleme mit der Sicherheit des U-Bahnbetriebes gesprochen wird.

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