Rikscha- Bahnhof in München: Überforderte Bahn zur Wiesn- Zeit

Wiesn- Zeit in München, da gelangt der öffentliche Nahverkehr in der bayerischen Landeshauptstadt an seine Grenzen.

Die U- Bahnlinien 4 und 5, die vom Hauptbahnhof zur Wiesn fahren, sind proppevoll. Der S-Bahn Bahnhof an der Hackerbrücke, an dem beinahe alle S- Bahn- Linien halten, unisono.

Kenner der Szene unken, dass ein Weiterbau der U5 nach Pasing gerade wegen der Wiesn ein Problem berge: Heute kommen die meisten Wiesn- Besucher nur vom Hauptbahnhof mit der U- Bahn. Würde diese von der anderen Seiten von Pasing zur Wiesn fahren, müsste der gesamte U- Bahnhof für hunderte von Millionen umgebaut werden. Denn der Mittelbahnsteig ist einfach zu klein, für die Menschenmassen, die an den 14 Tagen München zur Weltmetropole werden lassen.

Ein weiterer S- Bahnhof soll nun doch irgendwann gebaut werden, an der Poccistraße, auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofes. Doch bis der entsteht, sind noch einige Jahre hin. Wenn nicht sogar Jahrzehnte, was die Umsetzung manchen Verkehrsprojektes in Bayern durchaus vermuten lässt.

Bis das soweit ist, hat die Deutsche Bahn AG in München ein neues Geschäftsmodell entdeckt: Rikscha, anstatt auf der Schiene zur Wiesn.

Die DB rief am Seiteneingang des Münchner Hauptbahnhofes in der Bayerstraße kurzfristig einen Rikscha- Bahnhof aus. Der befindet sich am Rande des gut ausgeschilderten Fußweges zur Wiesn.

Weil U- Bahn und S- Bahn mit den Ansturm überfordert sind, weisen die ÖPNV- Unternehmen den Weg neuerdings per Pedes aufs Festgelände. Ganz ohne Streifenkarte. Wer doch noch Geld loswerden will, kann die Rikscha nutzen.

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