Bayerns Wirtschaftsminister Zeil betont Bedeutung der Schienenverbindung von Franken nach Sachsen

Zeil: „Wir brauchen Fort- schritte bei Infrastruktur und dem künftigen Zugangebot“ Die Schienenverbindung von Franken nach Sachsen war erneut Thema der gemeinsamen Ministerratssitzung. Beide Länder hoben die hohe Bedeutung der Strecke im Zuge ihrer Anmeldungen für die Fort- schreibung des Bundesverkehrswegeplans hervor. Bayerns Verkehrs- minister Martin Zeil: „Ich danke der Sächsischen Staatsregierung dafür, dass sie sich genauso wie Bayern beim Bund für die Fortführung der Elektrifizierung von Hof Richtung Nürnberg und Regensburg stark macht. Vom Bund fordern wir gemeinsam als nächsten Schritt die Elektrifizierung nach Nürnberg bis 2023.“ Schon in den letzten Monaten hatte es für den Ausbau der Verbindung gute Nachrichten gegeben. „Der Bund hat auf meinen wiederholten Einsatz hin endlich Mittel für den Beginn der Planungen in den Abschnitten Hof – Marktredwitz und Marktredwitz – Schirnding Grenze bereitgestellt. Und wir konnten erreichen, dass die Strecke Marktredwitz – Pilsen im Kernnetz der Transeuropäischen Verkehrsnetze bleibt – und zwar im Personen- und Güterverkehr“, freute sich Zeil. Beide Staatsregierungen fordern die Bundesregierung und die Deutsche Bahn AG nunmehr auf, bis spätestens 2023 die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen durchgängig elektrischen Betrieb zwischen Dresden und Nürnberg zu schaffen. Die Sächsische Staatsregierung hebt hervor, dass es insbesondere dem Engagement der beiden Freistaaten zu verdanken sei, dass die Elektrifizierung des Teilabschnitts Reichenbach (Vogtl.) – Hof noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll. Sachsen engagierte sich mit 8,9 Millionen Euro an der baulichen Um- setzung dieses wichtigen Projekts. Nun kommt es darauf an, mit der raschen Schließung der noch verbleibenden Elektrifizierungslücke südlich von Hof die Grundlage dafür zu legen, dass zwischen Bayern und Sachsen wieder kundenfreundliche und wirtschaftliche Verkehrs- angebote im Personen- und Güterverkehr unterbreitet werden können. Neben der Infrastruktur stand das Zugangebot auf der Strecke im Vordergrund der Gespräche. Hier geht es um die Zukunft des Franken- Sachsen-Express, der die Regionen zwischen Nürnberg und Dresden miteinander verbindet und Funktionen der ehemaligen Fernverkehrs- verbindung übernimmt. „Der Erhalt des Franken-Sachsen-Express bis Ende 2014 ist geklärt. Und für die Zeit danach werden wir gemeinsam ui guten Lösungen gelangen“, stellte Zeil fest. Nach sächsischer Auffassung stehen die zuständigen Aufgabenträger jetzt vor der Aufgabe, für den Zeitraum ohne durchgehende Elektri- fizierung Hof-Nürnberg verkehrlich attraktive Lösungen sicherzustellen. Von maßgeblicher Bedeutung sind dabei eine attraktive Fahrplangestaltung, die sich an den heutigen Reisezeiten orientiert, ein hinreichendes Platzangebot, hoher Fahrkomfort und Wirtschaftlichkeit, um langfristig die Realisierungschancen für einen schnellen überregionalen Personenverkehr auf der Franken-Sachsen- Magistrale zu flankieren. „In jedem Fall hat die heutige Sitzung bewiesen, dass wir uns im Ziel einig sind, nämlich eine attraktive und zukunftsfähige Lösung für den Franken-Sachsen-Express zu finden“, so Zeil.

1 Kommentar zu „Bayerns Wirtschaftsminister Zeil betont Bedeutung der Schienenverbindung von Franken nach Sachsen“

  • Alex:

    Ist ja schön, und wer soll diese Sonderwünsche zahlen?

    Mit 2 unterschiedlichen Strecken über Pilsen nach Prag wird sich beim aktuellen, geringem Verkehrsaufkommen nie ein positiver Kosten-Nutzen-Faktor ergeben.

    Bündelte man dagegen Nürnberg- /München-Prag über Schwandorf, dann würde sich ab Schwandorf ein schöner 2-gleisiger Ausbau nach Furth i.W. und auf tschechischer Seite sogar eine Neubaustrecke nach Pilsen rentieren.

    Ja es wäre nicht perfekt, aber erstens bezahlbar, und zweitens von Nürnberg aus auch schneller.

    Die Bayreuther tuen mir zwar dann etwas leid, aber wenn kein Geld da ist, ist kein Geld da.

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