Ausbau Pasing-Buchenau zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 12.3.2013:

„Gegenüber der vorläufigen Anmeldeliste vom Dezember des Vorjahres schlägt der Freistaat nun…  zusätzlich noch die elektrifizierte Anbindung des Hafens Aschaffenburg vor, den dreigleisigen Ausbau zwischen Augsburg und Meitingen und ebenso zwischen München-Pasing und Buchenau.“

Keine Angst, es ist immer noch ein 4-gleisiger Ausbau vorgesehen. 

Zitat aus der Anmeldeliste vom 20.3.2013
Abschätzung der Investitionskosten: 346 Mio. € gemäß Anmeldung Bundesprogramm GVFG (4-gleisiger Ausbau Pasing – Buchenau; Preisstand 2002)
Projektbegründung: Die Anmeldung erfolgt wegen des Personenfern- und Güterverkehrsnutzens in Ergänzung zu der Anmeldung im Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), um eine Mitfinanzierung der Anteile des Personenfern- und Güterverkehrs aus dem BSchwAG zu ermöglichen. Zur Bemessung des Bedarfsplananteils wird nur ein 3-gleisiger Ausbau zur Abwicklung des zusätzlichen Fernverkehrs infolge der Elektrifizierung München – Lindau angemeldet.“

Interessant ist, dass nun wieder von einem Ausbau Pasing-Buchenau (18.8 km) die Rede ist, und nicht mehr nur Pasing-Eichenau (10.3 km).

Allerdings muss auch festgehalten werden, dass es sich beim Bundesverkehrswegeplan um einen Wunschzettel handelt. Viele Projekte stehen schon seit Jahren auf der Liste, und gebaut wurde nichts (z.B. Elektrifizierung München-Mühldorf-Freilassing). Pasing-Buchenau hat dabei definitiv keine Priorität:
Der Verkehrsminister bekräftigte, dass bereits seit längerem geplante Elektrifizierungen wie von Nürnberg nach Hof und an die tschechische Grenze, von München nach Lindau und von Lindau via Friedrichshafen nach Ulm eindeutig gegenüber den jetzt zusätzlich berücksichtigten Strecken Vorrang haben.“ (siehe Seite 11 der Pressemitteilung vom 12.3.2013). 

Den Pendler wird also weiterhin Honig ums Maul gestrichen, man muss unbedingt das Kleingedruckte lesen und passieren tut praktisch nichts.

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