Ein Ticket für ganz Oberbayern

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Dagegen wäre Landrat Thomas Karmasin (CSU) im ersten Schritt mit einem Verbund zufrieden, der ganz Oberbayern umfasst. Er verweist auf den Interessenkonflikt: Die Münchner wollen die zentralistische Ausrichtung auf die Stadt beibehalten, das Umland eine Neuorientierung. „Die Zentralisierung war zur Zeit der Olympischen Spiele gut, passt aber nicht mehr zur heutigen Situation“, sagte Karmasin, der als Sprecher der Landkreise im MVV fungiert. Die Vertreter des Umlandes wünschten eine „wabenartige“ Tarifstruktur und mehr Tangentialverkehr. Das sei ein Konflikt, der schon länger tobe. Ein Kompromiss sei das München-XXL-Ticket gewesen, das einige Nachteile für das Umland behoben hat. Auch gegen den Fahrkartenkauf mit dem Handy, den die Landkreise seit Jahren gefordert hätten, habe es „großen Widerstand“ im MVV gegeben, erzählte der Landrat. Vom Ticketverkauf an Automaten profitiere die Münchner Verkehrsgesellschaft. Pro-Bahn-Sprecher Barth, der auch der Initiative „S-4-Ausbau jetzt“ angehört, kritisierte, dass der MVV in den neunziger Jahren „eingeschlafen“ sei und seitdem keine großen Verbesserungen unternommen habe.

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