Pro Bahn fordert 2-gleisige Begegnungsabschnitte auf der Ausbaustrecke Lindau-München

Tuerkheim

Das Land Bayern möchte nur die Strecke zwischen Buchloe und Türkheim (Bild) zweigleisig ausbauen. Im Moment erinnert der Bahnhof Türkheim jedoch an die Gründerzeit der Eisenbahn. Die Bahnsteighöhe beträgt für alle Gleise nur 24 cm. Quelle: Stationsdatenbank der BEG und DB Mobility Networks Logistics

Im Dezember 2012 forderte das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie die Öffentlichkeit dazu auf, im Rahmen der Anmeldungen des Freistaats für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 Stellung zu nehmen. Der Fahrgastverband pro Bahn hat  seine Stellungnahme im Internet veröffentlicht. 

„München – Memmingen – LindauDie zwischen Geltendorf, Memmingen und Lindau beabsichtigte Elektrifizierung ist vertraglich mit der Schweiz vereinbart und finanziell geklärt [Anmerkung  der Redaktion: nach der von der DB eingestandenen Kostensteigerung ist die Finanzierung leider nicht gesichert, siehe Railblog-Eintrag]. Allerdings ist die Teilstrecke von Buchloe bis Hergatz auf 108 Kilometern Länge nur eingleisig, der längste Abschnitt ohne Ausweichmöglichkeit betragt 18 Kilometer. Die Unterwegsbahnhöfe wurden erst vor wenigen Jahren unter Protest von PRO BAHN zurückgebaut, zum Beispiel Mindelheim von vier auf drei Gleise. Das rächt sich jetzt. Aus Fahrgastsicht sind hier zweigleisige Abschnitte dringend nötig; andernfalls wird mit der Einführung des 2-Stunden-ICE-Takts München – Zürich die Bereitstellung eines attraktiven Regionalverkehrs sehr schwierig oder sogar unmöglich [siehe Railblog-Eintrag]. Zusätzlich zur Elektrifizierung sollten deshalb in topografisch einfachem Gelände wie etwa zwischen Buchloe und Türkheim (ggf. Mindelheim), Stetten (Schwab) und Sontheim (Schwab), Memmingen und der Illerbrücke oder Tannheim (Württ.) und Marstetten – Aitrach oder dem Öllager in Altmannshofen und Leutkirch zweigleisige Doppelspurabschnitte zeitnah entstehen, um den Verdrängungswettbewerb zwischen internationalem Fernverkehr und SPNV zu entschärfen. Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen wurde von PRO BAHN bereits mehrfach thematisiert.

Bisher gibt es aber keine offiziellen Zusagen zu entsprechenden Planungen, lediglich für den Abschnitt Buchloe – Türkheim ist von der Staatsregierung eine Anmeldung zum BVWP angekündigt. Diese Anmeldung wird befürwortet.“

Die ganze Stellungnahme von pro Bahn lesen Sie hier

 

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