Stuttgart 21: Der letzte Befürworter mit Bundesbauminister Ramsauer gerät unter Druck

ramsauerStuttgart 21: Der letzte Befürworter mit Bundesbauminister Ramsauer gerät unter Druck

Bundesbauminister Ramsauer könnte sein Engagement für den superteuren Superbahnhof „Stuttgart 21“ teuer zu stehen kommen, das angeblich best geplante Bahnprojekt aller Zeiten, könnte ihn zum Rücktritt zwingen, es läuft völlig aus dem Ruder.

Der Brandschutz, der neue Flughafenbahnhof und die Klage des Netzwerks Privatbahnen zum Erhalt eines Teiles des alten oberirdischen Bahnhofes, Stuttgart 21 wird immer teurer.

„Die Welt“ berichtet: „Es sei davon auszugehen, dass drastische Mehrkosten anfielen. sagten mehrere gut informierte Personen der „Welt“. „Wenn es bei einer Milliarde Euro bleibt, können alle Beteiligten froh sein“, heißt es in Unternehmenskreisen. In der „Bild am Sonntag“ war zuvor von Kostensteigerungen von bis zu einer Milliarde Euro die Rede.“

 

Doch damit nicht genug.

„“Vor allem Volker Kefer steht stark unter Beschuss. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihn diese erneute Kostensteigerung das Amt kosten wird“, sagt eine mit den Vorgängen vertraute Person. Vorstand Volker Kefer ist zuständig für Technik, Netz, Bahnhöfe und alle Bauprojekte wie Stuttgart 21. Kefers Vorgänger Stefan Garber war bereits über das stark umstrittene Bahnprojekt in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gestolpert.“ Schreibt die Welt weiter.

Ein Hany Azer, die harte Hand von Ex- Bahnchef Mehdorn, als Pate des Berliner Hauptbahnhofes, kapitulierte schon vor längerer Zeit bei Stuttgart 21.

Nun könnte Volker Kefer folgen, als Manager bei der Bahn.

Mitten im Boot, als letzter, politischer Kämpfer für Stuttgart 21, war seit seinem Amtsantritt im Jahr 2009 Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Der Müllermeister aus Traunstein hat in Baden- Württemberg keine Fürsprecher mehr, nachdem CDU- Ministerpräsident Mappus abgewählt wurde und dank dessen EnBW- Affäre selbst CDU- Freunde nichts mehr vom Ex- Ministerpräsidenten und dessen Regierungszeit wissen  wollen.

Die Kostensteigerung bei Stuttgart 21, gefährdet den letzten Alleinstreiter für dieses Projekt, den obersten Bauminister selbst: Peter Ramsauer.

Dessen Staatssekretäre sitzen bei Stuttgart 21 und dem Berliner Pannen- Airport an der Quelle, was für den Minister noch schlechter ist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel war vor einiger Zeit bei einer Pressekonferenz über Ramsaues Belanglosigkeit erzürnt, in Sachen Energiewende und Förderung der Gebäudesanierung. Ein öffentlich schlecht vorbereiteter Minister beim Chef- Thema Energiewende, das hat Ramsauers Ansehen bei der Kanzlerin geschadet.

Die Diskussionen um Stuttgart 21 und vor allem dessen Mehrkosten, die die grün- rote Landesregierung in Baden- Württemberg nicht mittragen muss, kommen als Bummerang auf den wortgewaltigen Minister aus Traunstein zurück. Das Land Baden- Württemberg senkte mit seinem Zuschuss die Kosten für das Projekt „Stuttgart 21“, um es überhaupt möglich zu machen. An den Mehrkosten beteiligen, muss man sich dementsprechend nicht. Denn alleiniger Bauherr ist die Bahn.

Die Mehrkosten von Stuttgart 21 könnten so andere Projekte der Bahn gefährden, wie den Bau des 2. S- Bahn- Tunnels, in München:

Gerüchten zu Folge hatte sich Kanzlerin Merkel höchst persönlich bei Finanzminister Schäuble für die zusätzlichen Gelder des Bundes zum Bau des 2. S- Bahn- Stammtunnels in München ausgesprochen. Merkel wurde bedrängt, von Bauminister Ramsauer, der für die CSU in Bayern ein Projekt einleiten wollte, vor allem aber von Ministerpräsident Seehofer, der seinem überforderten Bundesminister zur Seite sprang.

Seehofer muss sich Sorgen machen, dass nach der Ablehnung der Münchner, der 3. Startbahn am Flughafen, die Menschen im Großraum München generell mit den Wachstums- Szenarien ein Problem haben, wenn die bayerische Staatsregierung die Situation bezüglich der Infrastruktur nicht in den Griff bekommt.

Kanzlerin Merkel wird sich hüten, nochmals Streit zu riskieren, für den superteuren Superbahnhof in Stuttgart, dem sie die Abwahl der CDU und damit die grün- rote Landesregierung zu verdanken hat.

Ihr bleibt nur, den Bauminister aus Traunstein politisch zu opfern, der selbst bei der CSU nicht das höchste Ansehen genießt. Ramsauer musste bei seinen Touren durch Bayern zu oft erklären, warum er diverse Wünsche seiner Parteifreunde nicht erfüllen kann, während er sich für Stuttgart 21 einsetzte und in München zusätzliche Millionen verbaut werden sollen.

In Berlin blieb der fade Beigeschmack der Posten- Schieberei, die Ramsauer zusätzlich belastete. Nicht zuletzt die selbst inszenierte Beförderung seines Staatssekretärs zum Chef der deutschen Flugsicherung, brachte die Opposition in Rage. Ein Geschmäckle hatte das, eine Nummer größer werden könnte das  Geschmäckle um Stuttgart 21.

Der wortgewaltige Abgeordnete aus Traunstein als Bundesminister, spätestens im nächsten Jahr, nach den Wahlen, wird dessen Karriere wohl enden.

Projektbefürworter und Projektgegner im ganzen Bundesgebiet werden ihm keine Träne nachweinen, Ramsauer brachte insgesamt kaum etwas voran, ausgenommen Punktereformen sowie Motorrad-, alte- und neue- Kennzeichen. Die Ära Ramsauer steht so für Nebenkriegsschauplätze und Stillstand, mit der Gesamtnote ungenügend!

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