Nach dem Versagen von Deutscher Bahn und Politik versagt nun auch Siemens als Hersteller des ICE3

  • Die Deutsche Bahn ist unfähig, Elektrifizierungsprojekte zu planen. Siehe massive Kostensteigerungen und Verzögerungen bei den Projekten Lindau-Friedrichshafen-Ulm (siehe Link) und Lindau-Memmingen-Geltendorf-(München) (siehe link). Ständiges Verschieben der Elektrifizierung der S-Bahnstrecke Dachau-Altomünster. Politiker monierten bereits, dass die Deutsche Bahn kein verlässlicher Partner mehr bei Bauprojekten ist. 
  • Deutschland ist unfähig, die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs auf eine solide Grundlage zu stellen. Dies stellt nicht etwas eine Lobby-Organisation für den öffentlichen Verkehr fest, sondern die renommierten Wirtschaftsblätter Handelszeitung und Wirtschaftswoche
  • Dabei muss festgestellt werden, dass bei den Ausgaben für die Schieneninfrastruktur insgesamt Deutschland in Europa zu den Rücklichtern gehört. Die politischen Bekenntnisse zur Schiene sind also nur Lippenbekenntnisse.

     
  • Zeugnis davon legt auch die kürzliche Aufstockung des Bundesverkehrsetats 2013 um 750 Mio Euro ab. Denn nur lächerliche 5% davon werden der Schiene zugute kommen
  • Doch auch mit der Privatwirtschaft sieht es nicht besser aus. „Durch die am Mittwochabend [21.11.2012] von Siemens mitgeteilten neuen Lieferverzögerungen der 16 ICE-3-Züge des Typs Velaro D (Baureihe 407) kann die Deutsche Bahn (DB) auch in diesem Winter ihre Reserveflotte im Fernverkehr nicht wie geplant aufstocken. … „Unsere Kunden fühlen sich von Siemens im Stich gelassen. Wir hatten fest damit gerechnet, in diesem Winter die neuen Fahrzeuge in der Hinterhand zu haben, wenn aufgrund extremer Witterung fahrplanmäßig verkehrende Züge ausfallen“, sagt Berthold Huber, Vorstandsvorsitzender von DB Fernverkehr. „Man muss sich vor Augen führen, dass die Züge im Dezember 2008 bestellt wurden und uns ursprünglich bereits im letzten Dezember versprochen waren.“ Durch die aktuellen Lieferverzögerungen von Siemens ist auch der Ausbau der internationalen Fernverkehre betroffen: Statt dem vorgesehenen Einsatz im Rahmen der bestehenden Frankreichverkehre zum Ende 2011 und der geplanten Aufstockung der Verbindungen nach Brüssel 2012 geht die DB von einer vollen Einsatzfähigkeit der Züge in Doppeltraktion über Frankreich nach Belgien nicht vor 2016 aus. Erst danach sind die Voraussetzungen geschaffen, um die weiteren Planungen der Verbindung nach London zu realisieren.“ Die ganze Meldung von DB Mobility Networks Logistics lesen Sie hier.
  • Das Versagen von allen drei Ebenen: Politik, Deutscher Bahn und Zulieferindustrie muss einem zu denken geben! Was gilt denn Made in Germany noch? Es muss dringendst für Abhilfe gesorgt werden. 

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