Brandschutz und Privatbahnen: Stuttgart 21 wird zum Desaster für Bahn und Politik

Stuttgart 21 wird immer mehr zum Desaster für Bahn und Politik. Das Gutachten über den Brandschutz, veröffentlicht vom Gutachter der Deutschen Bahn, könnte ein erster Fingerzeig sein, dass die Bahn von dem Projekt Abstand nimmt.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.mangel-beim-s-21-brandschutz-gutachten-grosse-maengel-beim-brandschutz.fd8cc389-2f04-4e4f-ba29-fda2575e4284.html

Denn wie allseits bekannt, sind Gutachter immer nahe an ihrem Auftraggeber. Wes Brot ich fresse, des Lied ich singe… Ein von der Bahn beauftragter Gutachter, der Stuttgart 21 ein schlechtes Brandschutz- Gutachten ausstellt und das noch veröffentlicht, an so eine Verkettung von Zufällen glaubt kein Mensch.
Denn zwischenzeitlich wird der Super- Bahnhof immer mehr zum Desaster. Das Netzwerk Privatbahnen hat Klage eingerecht, dass ein Teil des alten Bahnhofes erhalten bleiben muss. Die Rede ist von bis zu elf Gleisen des heutigen Kopfbahnhofes, die nicht stillgelegt werden können.

http://www.parkschuetzer.de/blog?page=2

Bahn und Politiker haben hier verkannt, dass es Juristen und Interessierte gibt, die sich in das Eisenbahngesetz eingelesen haben.

Die durch den Tunnelbahnhof Stuttgart 21 freiwerdenden Flächen bleiben eine Verkehrsfläche, das Immobilienprojekt Stuttgart 21 ist somit teilweise gescheitert.
Bei der Bahn könnte es durchaus sein, dass man nun nach Ausstiegs- Szenarien sucht. Erster Anhaltspunkt wäre das Brandschutz- Gutachten.
Denn die Grundstücksverkäufe der Deutschen Bahn um Stuttgart, enthalten wohl eine Klausel für die nächsten zehn Jahre, zum Rückkauf.

Die Lösung des Schlichters, Heiner Geißler, einen Teil des Kopfbahnhofs zu erhalten und Stuttgart 21 in abgespeckter Version zu bauen, zum Beispiel mit sechs anstatt acht Gleisen, kommt nun in Reichweite.

Peinlich wird diese Angelegenheit für den oberbayerischen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und all die Kritiker, die Heiner Geißlers Schlichtungs- Vorschlag mit einem Lächeln abgelehnt haben.

Ein Bundesverkehrsminister, der mitsamt seinen Juristen das Eisenbahngesetz kaum kennt, so etwas gibt es wohl nur in Deutschland.
Sollte Minister Ramsauer über das Jahr 2013 hinaus im Amt bleiben, könnte sich aus Stuttgart 21 ein Szenario entwickeln, das ein lautes Gelächter um den möchtegern- Eisenbahn- Minister aus Bayern deutschlandweit entstehen ließe.

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