Landkreis FFB ringt um Verbesserungen für S4

FuerstenfeldbruckBahnhof Fürstenfeldbruck: Auf Gleis 1 wächst schon Gras. Quelle: Stationsdatenbank der BEG

Leider wurde ein vom mir eingebrachter Vorschlag von Herrn Hermann Seifert (Nahverkehrsverantwortlicher beim Landkreis) und Herrn Michael Schrodi, Gemeinderat von Gröbenzell negativ und tendenziös beurteilt.

Der Artikel im Münchner Merkur wurde mit „S-Bahn: Zwei Linien sollen für die S4 bluten“ betitelt.

Hier meine Stellungnahme:
Nachdem mein Vorschlag, künftig einen der sechs in Pasing aus Germering bzw. Maisach pro Stunde ankommenden Züge über die Sendlinger Spange fahren zu lassen, um dadurch Slots für die S4 aus Buchenau freizubekommen, als Stankt Florians Prinzip verunglimpft wurde, bitte ich Sie, die folgende Stellungnahme abzudrucken.

Pressemitteilung: Nicht Sankt Florian sondern Win-win kommt hier zur Anwendung.

Mit Sankt Florian hat dieses Konzept überhaupt nichts zu tun. Von den sechs Zügen pro Stunde, welche aus Maisach (bzw. Germering) kommen, würden weiterhin deren fünf durch die Stammstrecke verkehren, nur einer pro Stunde würde über die Sendlinger Spange verkehren. Auf diesen Zug würden sich jene Fahrgäste konzentrieren, für welche die Sendlinger Spange attraktiver ist. Die Sendlinger Spange bietet am Heimeranplatz Anschluss auf die U4 und U5 und künftig am Harras an die U6. Für alle Fahrgäste die ihr Ziel am Goetheplatz bzw. südlich davon haben, bietet die Verbindung über die Sendlinger Spange einen teilweise deutlichen Fahrzeitgewinn. Auch zum Klinikum Grosshadern ist die Verbindung über die Sendlinger Spange deutlich schneller als über den Marienplatz. Der Vorteil für beide Linien wäre, dass die Fahrgäste wenigstens einmal pro Stunde eine direkte Tangentialverbindung zum Heimeranplatz und nach Sendling bekäme. Jene wenigen Fahrgäste, welche ungewollt in einem Sendlinger Spange Zug landen, können problemlos in Pasing bzw. am Heimeranplatz (Fahrziel Hauptbahnhof oder Stachus) umsteigen. Dieser Vorschlag folgt definitiv nicht dem Sankt-Florians-Prinzip, sondern dem Win-win-Prinzip. Sankt Florian wurde dagegen von Wirtschaftsministerium und MVV 2005 angewendet: Ohne ein Augenzwinkern wurde der S4 ein Verstärkerzug durch die Stammstrecke weggenommen, um den 10-Minuten-Takt für S3 und S8 zu ermöglichen. Und das obwohl schon damals die Linie der S4 deutlich mehr Fahrgäste aufwies, als die Linien aus Mammendorf und Herrsching. Im Gegensatz zur S3 und S8, auf denen das Angebot am Morgen verdoppelt wurde, fahren auf der S4 heute weniger und kürzere Züge als vor 13 Jahren. Dem derzeitigen Fahrzeugmangel kann durch die zwischenzeitlich Nutzung von in Nünrberg nicht mehr gebrauchten lokbespannten S-Bahnzügen überbrückt werden.

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