Keine Verbesserung ohne massive Aufstockung der Finanzmittel für S-Bahnprojekte

Der Bund gibt pro Jahr nur ca. 330 Mio Euro für Projekte des ÖPNV aus. Dieses Geld geht in U-Bahn-, Strassenbahn-, und S-Bahnprojekte zusammen. Dabei werden 60% vom Bund getragen und 40% der Ausgaben müssen die Bundesländer bzw. die Kommunen selbst tragen. Insgesamt werden also in der Bundesrepublik pro Jahr nur 550 Mio Euro in den Ausbau des ÖPNV gesteckt.

Wie sieht es dagegen in der Schweiz aus: Allein für dem Ausbau der S-Bahn St. Gallen werden 50 Mio CHF ausgegeben. In Kürze stimmen die Stimmberechtigten des Kantons Neuenburg über ein S-Bahn-Projekt in Höhe von über 900 Mio CHF ab. Siehe Link.  

Das S-Bahn-Ausbauprojekt in der Agglomeration Zürich (4. Teilergänzung) kostet 470 Mio Franken. Die Ausgaben für den Bahnausbau in der Region Genf bis zum Jahr 2025 werden auf 2.5 Mrd. CHF geschätzt. 

Deutschland hat mit rund 80 Mio Einwohnern rund 10 mal so viele Einwohner wie die Schweiz mit knapp 8 Millionen. Allein Bayern hat mit knapp 13 Mio Einwohnern fast 50% mehr Einwohner als die Schweiz. 

Hieran sieht man, dass die Finanzausstattung für den ÖPNV in der Bundesrepublik insgesamt und in Bayern absolut lächerlich ist. Es wird schon schwer, für die Projekte des 13-Punkte-Sofortprogramms eine Finanzierung bereitzustellen, die 2. Stammstrecke ist beim gegenwärtigen Finanzierungsrahmen völlig illusorisch. Lassen wir uns von den Politikern nichts mehr vor machen. Abhilfe kann nur mit einer radikalen Aufstockung der Investitionen geschaffen werden. Aber welche Partei tritt mit dieser Forderung im Bundes- oder Landeswahlkampf auf? 

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