Lindau soll 2 Bahnhöfe bekommen. Fertigstellung Ausbau Lindau-München auf Ende 2017 verschoben

Presseerklärung von DB vom 27.7.2012
Gemeinsames Vorgehen für zwei Bahnhöfe (Inselbahnhof Lindau und Lindau-Reutin)
Freistaat, Stadt Lindau und Bahn einig über weitere Planungen

(Lindau, 27. Juli 2012) Nach einem Fachspitzengespräch heute Nachmittag in Lindau erzielten die Stadt, der Freistaat und die DB Einigkeit über die weiteren Bahnhofsplanungen. In der Folge der politischen Entscheidungen des letzten halben Jahres in Lindau war es notwendig geworden, die Überlegungen aus dem vergangenen Jahr zu überarbeiten. Im Mittelpunkt der nun gemeinsam angestrebten Lösung stehen Bahnverkehrs- und Bahninfrastrukturkonzepte für die Insel und Reutin. Beide stehen im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung aus freiwerdenden Bahnflächen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird nun Vorschläge ausarbeiten für ein Konzept zur Bahnhofsentwicklung, dem Städtebau und im Hinblick auf die verbleibenden fünf Bahnübergänge im Stadtgebiet. Bis Ende des Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen.

 

Vertreter der DB äußerten bei dem Gespräch, dass man aus den beiden Bürgerentscheiden zur Bahnhofsfrage die Erkenntnis gewonnen habe, dass es nicht ein Entweder-Oder geben kann, sondern eine Lösung für beide Bahnhöfe gefunden werden müsse. Alle Beteiligten sehen in der heutigen Übereinkunft eine eindeutige Weichenstellung. In den kommenden Wochen soll Klarheit hergestellt werden über die Dimensionierung des künftigen Festlandsbahnhofs Reutin und über die Größenordnung des Inselbahnhofs. Dabei müssen auch fahrplantechnische Untersuchungen mit einbezogen werden. Auch die Flächennutzung im Bereich der beiden Bahnhöfe und letztendlich die Finanzierung stellen noch offene Fragen dar.


Aus Sicht der Stadt Lindau (B) ergibt sich aus den beiden Bürgerentscheiden ein Wille der Mehrheit der Lindauer Bürgerinnen und Bürger nach zwei Bahnhöfen und einer sinnvollen Nutzung der freiwerdenden Brachflächen der Bahn, sowohl auf der Insel als auch in Reutin.

Der Vertreter des Freistaats Bayern betont das unveränderte Interesse an einer möglichst breit akzeptierten Lösung zur künftigen Bahnbindung Lindaus, die sowohl den Fernverkehrsanschluss wie Nahverkehrshalte in Reutin sicherstellt wie die Inselanbindung mit ihrer touristischen Bedeutung dauerhaft erhält. Der heute von der DB vorgetragene Zwei-Bahnhofs-Vorschlag vereint wichtige Elemente der in Lindau vertretenen Vorstellungen und sollte jetzt vertieft werden. Wichtig ist, dass alle Seiten aufeinander zugehen. Um die zügige Entscheidung zu ermöglichen, steht der Freistaat weiterhin zu seiner Zusage für maximal 3,5 Mio. Euro Förderung.

Die DB zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang des Bürgerentscheides zur Unterführung am Langenweg. Volker Hentschel, DB Netz AG: „Eine Entscheidung ist nun getroffen. Jetzt müssen wir alle zusammen die nächste Entscheidung herbeiführen. Wir sind zuversichtlich, dass wenn alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen, wir bald die verbliebenen Fragen klären können. Denn nach wie vor lastet der Zeitdruck der bis Ende 2017 angestrebten Elektrifizierung der Strecke von München nach Lindau auf uns. Die bis 2016/7 geplante Elektrifizierung der Südbahn aus Ulm an den Bodensee, hat zwischenzeitlich noch mehr Druck entstehen lassen.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt:
Leiter Kommunikation Oliver Schumacher 

Interessant ist, dass die Fertigstellung der Elektrifizierung Ulm-Lindau (2016/17) nun sogar vor der Fertigstellung von Geltendorf-Lindau (Ende 2017) geplant ist. Allerdings wird es nun endlich Zeit, den Internet-Eintrag vom 12. April 2012 anzupassen. Hier wird immer noch über eine Fertigstellung der Elektrifizierung Lindau-München bis Ende 2016 schwadroniert! Auf diese Fehlinformation habe ich bereits im April 2012 hingewiesen!

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