2. S-Bahn-Röhre ist der Rohrkrepierer par excellence – Milliarden im Tunnel einbetonieren

Tagesschau.de:
„Seehofer fordert zudem, den Etat von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer um eineinhalb
Milliarden Euro aufzustocken. Das würde ihm beim Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels durch die
Münchner Innenstadt helfen.“

Eine zweite Stammstrecke ist eines der dringendsten Verkehrsprojekte in München und dem
Umland. Für ihre Realisierung setzen wir uns seit sieben Jahren ein, zusammen mit Fahrgast- und
Umweltverbänden sowie mit politischen Vertretern aller Couleur. Allerdings steht dem Vorhaben ein
Prestigeprojekt im Wege, dessen Nutzen für München fragwürdig und für die S-Bahn-Außenäste, die
seit Jahren auf Ertüchtigung warten, kontraproduktiv ist. Die verheißungsvolle Röhre hält nicht, was
sie verspricht. Darüber ist man sich in Expertenkreisen einig.

Der geplante Tunnel steht auch der Stadtentwicklungsplanung im Wege; er würde sich rasch zum
Klotz am Bein entwickeln.

Die Forderungen zum Ausbau des ÖPNV in Ehren; aber Milliarden unter die Erde zu bringen für
einen höchst zweifelhaften Nutzen, die anderswo schmerzlich fehlen, ist unverantwortlich. Es ist nur
eine Frage der Zeit, wann die Umlandgemeinden die Nase von Versprechungen voll haben.
Spätestens wenn allen klar ist, dass ein weiterer, parallel verlaufender Tunnel die Erwartungen nicht
erfüllt, wird es Aufstände geben. Zu spät, weil die Milliarden dann einbetoniert sind und weder für
allgemeine Verkehrsprojekte, noch für die längst notwendigen Verbesserungen auf der Schiene zur
Verfügung stehen können.

Verantwortungsbewusst und maßvoll mit dem Bürgervermögen umzugehen, anstatt von einer
Schuldenfalle in die andere zu manövrieren, sollte oberstes Ziel jedes politisch Handelnden sein.

Für die Bürgerinititative
S-Bahn-Tunnel Haidhausen

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Social Media:
Finde uns auf Twitter

unsere Facebookseite

unsere Youtube-Videosammlung
Achiv: