"Passt schon" Süddeutsche Zeitung? Dabei steht das Prestigeprojekt dem Nutzen für München im Wege!

Der Journalist Mayer schreibt in der Süddeutschen Zeitung von einem München und seinen Einwohnern,
die sich gegen die Zukunft wehren.

Haidhausen bezeichnet er als Viertel der Besserverdienenden, die sich dort ein Wohnung leisten.

Stimmt das auch?

Die Bürgerinitiative S-Bahn-Tunnel Haidhausen schrieb dem Reporter der Süddeutschen Zeitung eine Antwort- E- Mail.
Selbst Journalisten können manchmal irren, nicht nur Politiker…

„Ihre gut formulierten und recherchierten Beiträge lese ich immer gerne.
Leider haben sich in dem Artikel „Passt schon.“ einige sachliche Fehler eingeschlichen
die wir als Betroffene gerne korrigiert hätten.

Sie haben völlig recht, dass eine zweite Stammstrecke eines der wichtigsten
Verkehrsprojekte ist, für deren Umsetzung wir uns seit sieben Jahren, zusammen mit
Fahrgast-, Umweltverbänden und politischen Vertretern aller Couleur einsetzen. Allerdings
steht dem ein Prestigeprojekt im Wege deren Nutzen für München fragwürdig und für die
S-Bahn-Außenäste, die seit Jahren auf Ertüchtigung warten, kontraproduktiv ist.
*Die verheißungsvolle Röhre ist der Rohrkrepierer par excellence.
*

Auch der Stadtentwicklungsplanung steht der geplante Tunnel im Wege, der nicht einmal
verkehrlich halten kann was er verspricht und sich rasch zum Klotz am Bein entwickeln
würde.

Abgesehen davon, dass die „paar Löcher“ in Haidhausen in etwa vergleichbar mit der
Untertunnelung des Luise-Kiesselbachplatzes oder des Richard-Strauß-Tunnels wären, wurde
noch nie ein Bauvorhaben wegen der Löcher, Staub oder Dreck verhindert. Für das putzige
Viertel haben sich nicht die kreativen Besserverdiener oder Immobilienhaie eingesetzt,
sondern die angestammten Bewohner um den Stadtteil mit seinem Flair und seinem Charme zu
erhalten. Zehn Jahre lang offene Baustellen und u.a. notwendige Evakuierungen ganzer
Straßenzüge hätten eine Abwanderung im großen Stil zur Folge, mit einer nicht
wiedergutzumachenden Verfremdung des gesamten Stadtteils.

Unser Widerstand basiert nicht darauf die Grenzen des Wachstums abzustecken. Wir wehren
uns gegen einen immensen Schaden ohne spürbaren Nutzen für die Münchner und unsere
Nachbarn im Umland.

Gerne können Sie unter www.tunnelaktion.de recherchieren um was es tatsächlich geht oder
mit uns Kontakt aufnehmen.
Aber bitte stellen Sie Ihre Version vom Erhalt der Puppenstube aus niedrigen Beweggründen
richtig.

Freundliche Grüße aus Haidhausen
Ingeborg Michelfeit undDr. Walter Heldmann“


Die engagierten Bürger der Anti- Tunnel- Bewegung im Münchner Stadtteil Haidhausen weisen hier auf Punkte hin, die an Stuttgart 21 erinnern. Ohne große, finanzielle Unterstützung der „Großkopferten“.

Das wirft Fragen auf: Wer profitiert eigentlich von dem Tunnel unter München, parallel zur bisherigen Stammstrecke?

Will die Süddeutsche Zeitung, mit ihrer Nähe zum Münchner Rathaus, ihrem ehemaligen Kollegen Christian Ude, in Sachen Stammtunnel Hilfestellung leisten?

Wenn die SZ Haidhausen kritisiert, ist die Frage angebracht, welche Immobilien- Fürsten sich gegen den Ausbau des S- Bahn- Südringes wehren?

Dort gibt es keinen öffentlichen Widerstand, der dürfte sich in den Hinterzimmern der so genannten Volksparteien abgespielt haben. Wohlhabende Bürger, die so gegen den Ausbau der oberirdischen 2. Stammstrecke votieren?

Welchen Nutzen sieht die Stadt München am Ausbau der S- Bahn- Linie Nummer 8, des ehemaligen Kraut- Expresses zum Flughafen?

Welche Rolle spielen die Grundstücke dort und die darauf geplanten Wohnungen? Tausende Wohnungen sollen zwischen Daglfing und Johanneskirchen entstehen, weshalb die Stadt München schon zu Stoibers- Transrapid- Größenwahn- Zeiten auf den Ausbau der S- Bahn- Linie 8 setzte!

Wir sind keine bezahlten Journalisten und keinen Lobbyisten unterworfen. Wir leben nicht von Anzeigen, die geschaltet werden, von Firmen oder Großkopferten, die diese bezahlen. Wir können nur auf Dinge hinweisen, die in der Öffentlichkeit  irgendwie merkwürdig einseitig dargestellt werden.

 

 

 

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