Betrogene S4 Fahrgäste: Platzangebot heute schlechter als vor 13 Jahren!

Im Sommerfahrplan 1999 waren ab Buchenau nach München alle acht Züge der S4 zwischen 5:56 und 8:16  Langzüge. Als 2010 die Geltendorfer Linie nicht mehr zum Flughafen, sondern wieder nach Ebersberg verkehrte, fuhren nur noch fünf Langzüge von 6:48-8:28. Das Angebot wurde also um 12.5% reduziert (während auf anderen Linien 2005 der 10-Minuten-Takt eingeführt wurde, und das Angebot beträchtlich ausgebaut wurde). Im September 2011 verkaufte Wirtschaftsminister Zeil als Erfolg, dass das Platzangebot eines einzigen Zuges (Buchenau ab 6:28) ab Dezember 2011 um 50% erhöht werde (von Voll- auf Langzug). Allerdings verschweigt er, dass das Angebot damit in der morgendlichen Stosszeit immer noch um 8% schlechter als 1999 ist.

Ausserdem waren vor mehr als 20 Jahren am Morgen fünf Verstärkerzüge auf der S4 von Geltendorf Richtung München unterwegs, heute sind es nur noch vier. Auch in dieser Hinsicht gab es auf der Strecke der S4 einen Angebotsverschlechterung. 1991 fuhr sogar eine Verstärker–S-Bahn ab Buchenau durch die Stammstrecke zum Ostbahnhof. 

Auf einen Beschwerdebrief der Bürgermeister, wenigstens mit Zwischenlösungen für Abhilfe zu sorgen, hat Wirtschaftsminister Zeil trotz mehrmaligen Nachfragen bis heute nicht reagiert. Gross posaunt die Kreis-CSU heraus, der Landtag habe für die S4 Langzüge beschlossen. Allerdings warten wir bis heute auf eine Umsetzung des zahmen Landtagsbeschlusses von FDP/CSU, das Wirtschaftsministerium habe bis Ende März 2012 einen Bericht zu erstatten. Das Traktandum ist bis Juni 2012 noch nicht auf der Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses des Landtags.

Auf diverse Beschwerden bei der Bayerischen Eiisenbahngesellschaft hört man jeweils nur faule Ausreden. Es seien keine Züge vorhanden, es seien keine freien Bahnsteige am Starnberger Bahnhof vorhanden. Alles Humbug. Das Verweigerungstrio aus Bernhard Weisser, S-Bahnchef, Alexander Freitag, MVV-Chef und Martin Zeil, Wirtschaftsminister missbraucht die Fahrgäste der S4 als Geisel für die 2. Stammstrecke, für welche Berlin und Bayern keine Finanzierung zustande bringen.

Liebe Pendler, lassen Sie sich diese Ungleichbehandlung nicht mehr gefallen und beschweren Sie sich bei Wirtschaftsminister Zeil, den Vorsitzenden des Landtagsausschusses Erwin Huber und bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. Sie können auch meinen Musterbrief zur Verlängerung von S-Bahnzügen verwenden. 

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