Leserbrief ohne 2. S-Bahntunnel kein S4 Ausbau

Nachdem ich der Autor dieses Leserbriefs bin, erlaube ich mir ausnahmsweise, diesen eins zu eins abzudrucken.
SZ Fürstenfeldbruck, 10.5.2012 

Verkehrte Welt

Zum Artikel „Zeil fährt weiter Richtung zweiter Tunnel“ in der Ausgabe vom 30. April/1. Mai:

Gemäß besagtem Artikel übt Wirtschaftsminister Martin Zeil massive Kritik an seinen Vorgängern: „Bei der S 4 war nichts da außer Sprüchen.“ Erst er selbst dagegen hätte den S-4-Ausbau über die Einleitung einer Kosten-Nutzen-Analyse weitergebracht. Was er dagegen völlig ausblendet ist, dass gerade er den viergleisigen Ausbau der S 4 aus der Liste der Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-Projekte gestrichen hatte. Außerdem schließt er den viergleisigen Ausbau bis Eichenau aus, wenn die zweite Stammstrecke nicht gebaut wird. Dies kann nur als Geiselnahme der S-4-Pendler bezeichnet werden.

 

Die logische Reihenfolge des S-4-Ausbaus und des Ausbaus der Stammstrecke war bisher genau umgekehrt. Otto Wiesheu, der heute als Vater der zweiten Stammstrecke gefeiert wird, hatte 2004 geplant, den S-4-Ausbau ein Jahr vor der Fertigstellung der zweiten Stammstrecke in Betrieb zu setzen. Die Aussagen von Herrn Zeil, man dürfte den zweiten Schritt (S-4-Ausbau) nicht vor dem ersten Schritt (zweite Stammstrecke) machen, ist damit als Lüge entlarvt. Der erste Schritt war immer der S-4-Ausbau, und warum sollte das heute anders sein?
Ralf Wiedenmann
Zell, Schweiz

Mit den Kabinettsbeschluss vom 9.5.2012 hat das Verweigerungstrio Wirtschaftsminister Zeil, MVV-Chef Freitag und S-Bahnchef Weisser eine eigentliche Ohrfeige erhalten. Allerdings sind die wichtigsten Baumassnahmen noch immer nicht im 13 Punkte Paket enthalten. 

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