Finanzierung 2. Stammstrecke: Landkreise dürfen Trumpf nicht aus der Hand geben!

Es wird immer wieder argumentiert, das vor allem das Umland von München von der 2. Stammstrecke profitiert. Dies stimmt nur für wenige Linien (Mammendorf, Herrsching, Ebersberg), während die am stärksten belasteten Linien mit maximal 6 Zügen abgespeist werden und damit immer noch weniger Züge haben, als die 10-Minuten-Takt-Linien heute schon. Werden die stärkst belasteten Linien nicht in das Paket 2. Stammstrecke einbezogen, verschlingt der 2. Tunnel so viel Geld, dass die wirklich wichtigen Projekte auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden (das bereits heute völlig underdotierte GVFG läuft bekanntlich 2019 aus, und es gibt noch keine Anschlussfinanzierung). Ich empfehle den Landkreisen deshalb DRINGEND, bei Finanzierungsverhandlungen bezüglich 2. Stammstrecke UNBEDINGT auf den Ausbaumassnahmen auf den Linien S1 Freising/Flughafen, S2 Erding, S4 Geltdendorf und S8 Flughafen zu bestehen. Sofern der 4-gleisige Ausbau dieser Strecken wie gemäss derzeitigem Plan nicht Teil der netzergänzenden Massnahmen ist, ist eine Mit-Vorfinanzierung kategorisch abzulehnen. 

Andererseits haben die Landkreise wegen der Suche nach einer Vorfinanzierung jetzt auch einen Trumpf in der Hand, diese für die Region unerlässlichen Ausbaumassnahmen durchzusetzen. Töricht wäre es, diesen Trumpf aus der Hand zu geben. Dabei sei nochmals auf meinen Artiikel „2. Stammstrecke an Fahrgastzahlen vorbei“ verwiesen. Was soll übrigens ein Projekt bringen, dass in den Stosszeiten nur 3 zusätzliche Züge pro Stunde durch die beiden Stammstsrecken schleust, wie schon heute durch die eine Stammstrecke geführt werden. 

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Social Media:
Finde uns auf Twitter

unsere Facebookseite

unsere Youtube-Videosammlung
Achiv: