CSU fordert sofortige Planung des 4-gleisigen Ausbaus nach Eichenau

Nachdem auch die CSU eingesehen hat, dass es mit der 2. Stammstrecke nicht vorankommt, hat man sich in der CSU auf die rasch verwirklichbaren Massnahmen geeinigt, bis die Finanzierung der 2. Stammstrecke geklärt ist. Wirtschaftsminister Zeil soll beauftragt werden, Vorschläge für die rasche Umsetzung von Maßnahmen im S-Bahn-Bereich vorzulegen, dazu soll auch nach dem Willen von Bocklet und Karmasin die sofortige Aufnahme der Planung für den viergleisigen Ausbau der S 4 nach Eichenau sowie für den Westkopf Pasing gehören.

Das Problem ist nur, dass bisher das Trio Zeil (Wirtschaftsminister), Freitag (MVV-Chef) und Weisser (S-Bahnchef München) die Devise herausgegeben haben, ohne 2. Stammstrecke könne es auch keine Verbesserungen auf den Aussenstrecken geben. Diese Haltung kann nur als Erpressung betrachtet werden.  Minister Zeil wird sich alle Zeit der Welt nehmen, diese Vorschläge vorzunehmen. Wahrscheinlich wählt er den Weg des geringsten Widerstandes, und schlägt die hier schon erwähnten netzergänzenden Massnahmen der 2. Stammstrecke vor. Diese sind:

Auf der S 8-Linie West soll im bisher eingleisigen Abschnitt zwischen Weßling und Herrsching im Abschnitt Steinebach – Seefeld-Hechendorf auf rund drei Kilometern Länge ein zweites Gleis gebaut werden. Bei einer Taktverdichtung können sich in diesem Abschnitt die S-Bahnen begegnen.

Ebenfalls auf dem Westast der S 8 soll am Bahnhof Weßling ein Wendegleis für dort startende und endende Züge gebaut werden.

Um einen Gleiswechsel über Weichenkreuzungen zu vermeiden, soll südlich der Station Westkreuz ein Überwerfungsbauwerk errichtet werden. Damit können die S-Bahnen der Linie S 8 ohne Behinderung die Gleise der S-Bahnlinie S 6 nach Tutzing überqueren.

Um zusätzliche S-Bahnen auf den westlichen Linienästen anbieten zu können, soll im Bahnhof Pasing und unmittelbar westlich davon ein sogenannter Linienleiter für die LZB (Linienzugbeeinflussung) eingebaut werden. Auf der S-Bahn-Stammstrecke wurde diese leistungssteigernde LZB bereits 2004 eingebaut.

Auf dem Nordast der S 8 soll zwischen Johanneskirchen und dem Münchner Flughafen auf rund 14 Kilometern Länge die maximale Streckengeschwindigkeit auf 140 Kilometer pro Stunde angehoben werden.

Auf dem Ostast der Linie S 2 Richtung Erding soll im Bahnhof Markt Schwaben ein zusätzlicher Bahnsteig gebaut werden. Dieser neue Bahnsteig soll ausschließlich für die S-Bahn zur Verfügung stehen, die derzeit nur einen Bahnsteig in Markt Schwaben hat.

Ebenfalls auf dem Ostast der S 2 soll im eingleisigen Abschnitt zwischen Markt Schwaben und Erding zwischen den Stationen St. Koloman und Aufhausen auf rund drei Kilometern ein zweites Gleis gebaut werden. Bei einer Taktverdichtung können sich in diesem Abschnitt die S-Bahnen begegnen.

Der Ausbau der 4-gleisige Ausbau der S4 West, der S2 Ost und der S1 West, der drei am stärksten belasteten S-Bahnlinien, ist nicht dabei. 

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