S-Bahn-Ausfälle wegen Personalmangel: Lokführer dringend gesucht

In den neunziger Jahren kamen viele Lokführer aus dem Osten und aus dem Norden Deutschlands nach München, weil es in ihrer Heimat keine Arbeit gab. Doch jetzt mangelt es in ganz Deutschland an Lokführern, weil der wirtschaftliche Aufschwung bewirkt hat, dass mehr Güter auf der Schiene transportiert werden als früher. Und die ehemals nach München Zugereisten haben das genutzt, um wieder zurück in ihre alte Heimat zu ziehen. Gerade in den vergangenen Monaten habe es eine größere Kündigungswelle gegeben, sagt ein Bahnsprecher.

Dass die Zugführer aus München wegzögen, liege sicher auch an den hohen Lebenshaltungskosten in der Stadt und dem Umland, glaubt er. Für den Fahrgastverband Pro Bahn handelt es sich um kein spezifisches Münchner Problem: „Da hat eine ganze Branche geschlafen. Diese Entwicklung hat sich doch länger abgezeichnet“, sagt Verbandssprecher Andreas Frank. Lokführer könnten sich gerade aussuchen, wer ihnen die besten Arbeitsbedingungen biete, und das sei vor allem der Güterverkehr, der besser zahle und die besseren Arbeitszeiten biete.

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