S4-Ausbau: „Wir werden es also nicht mehr erleben“

Die Vorplanung für den viergleisigen Ausbau bis Eichenau sei zwar abgeschlossen, erläuterte Kutzner. Die eigentliche Planung und das Genehmigungsverfahren aber stünden noch aus – und das kann dauern. „Zehn Jahre sind da keine Seltenheit.“ Außerdem betonte er erneut, dass es ohne zweite Stammstrecke in München keinen Ausbau der S4 im Westen der Stadt geben werde. „Die zweite Stammstrecke ist Grundvoraussetzung, um das S-Bahn-System zukunftsfähig zu machen.“

Als positiv wertete Kutzner, dass der Nutzen-Kosten-Faktor des viergleisigen Ausbaus mit 1,04 Punkten knapp über der Wirtschaftlichkeitsgrenze liegt. Damit sei die erste Hürde genommen. Kutzner räumte aber auch ein, dass dieser Faktor immer aktualisiert werde, woraufhin die Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner (SPD) auf die stetig steigenden Stahlpreise hinwies und damit implizit auf die Gefahr, dass das Nutzen-Kosten-Verhältnis ins Negative kippen könnte. Die Analyse in schriftlicher Form werde die BI übrigens nie erhalten, kündigte Kutzner auf Anfrage an. „Das ist ein internes Papier“ sagte er. Es werde dem Bund zugehen.

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