Details zum geplanten 4-gleisigen Ausbau Ostbahnhof – Markt Schwaben

DB schreibt am 20.12.21 die Erstellung der Betriebliche Aufgabenstellung (BAST) *ABS 38 – München Ost – Markt Schwaben* (Teilausbau) aus: Auftragsdauer von 14.03.2022 bis 01.05.2023 Siehe: bieterportal.noncd.db.de/evergabe.bieter/eva/supplierportal/portal/subproject/c6fbab08-d3e4-4541-a049-573ce8bc8438/details Aus Anlage 01.1 Projektbeschreibung: „Mit Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke wird die S-Bahn bis Markt Schwaben auf einen 15-Minuten-Grundtakt verdichtet. Dies führt bereits in diesem Zustand (d. h. noch ohne Ausbau Markt Schwaben – Mühldorf – Freilassing) dazu, dass die die Regionalverkehrszüge München – Mühldorf sowie die Güterzüge im Abschnitt München Ost bzw. München Ost Rbf – Markt Schwaben z. T. um mehrere Minuten verlangsamt werden müssen, da Überholungen der S-Bahn nicht möglich sind. Insbesondere in der HVZ sind die zwischen München-Riem und Markt Schwaben dann vorgesehenen Trassen nur mit einer Homogenisierung der Geschwindigkeiten von S-Bahn, Regional- und Güterverkehr umsetzbar. Zudem sind praktisch keine Pufferzeiten für eine Erholung des Fahrplans vorhanden und es besteht infolgedessen ein hohes Risiko für Verspätungsübertragungen, eine schlechte Betriebsqualität sowie länger andauernde Erholungsphasen nach Störungen. Mit Umsetzung der vorgenannten Projekte ABS 38 aus dem Vordringlichem Bedarf des BVWP 2030 wird sich der Engpass im Abschnitt München Ost – Markt Schwaben weiter verschärfen. Es kommen dann eine zweistündliche (Deutschlandtakt fordert stündlich) SPFV-Linie (München – Wien) sowie zusätzliche Güterzüge (Verlagerung des SGV München – Salzburg von der Strecke über Rosenheim) dazu. Laut BVWP 2030 wird für diesen Abschnitt dann eine Streckenvollauslastung prognostiziert. Ohne Ausbau – ggf. zunächst in Etappen – des Abschnitts München-Riem – Markt Schwaben gibt es keine weitere Entwicklungsperspektive für (über die dem BVWP 2030 zugrunde liegende Prognose hinausgehende) Angebotsverbesserungen. Betroffen sind vorrangig Angebotsverdichtungen (zusätzliche Züge bei S-Bahn, Regionalverkehr, Fernverkehr), aber auch Reisezeitverkürzungen durch Wegfall von Fahrzeitüberschüssen sowie eine Verbesserung der Betriebsqualität und Robustheit insbesondere auch im Störfall. Dies betrifft somit alle Zuggattungen und neben dem Schienenpersonen- auch den Schienengüterverkehr. Aus diesen Gründen sind im Bereich zwischen München Ost und Markt Schwaben Infrastrukturmaßnahmen erforderlich, um ein bedarfsgerechtes Angebotskonzept umsetzen zu können. Ziel der Maßnahme ist es, den Abschnitt München Ost – Markt Schwaben so zu ertüchtigen, dass die über die Prognose des BVWP 2030 hinausgehenden Zugleistungen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) der Relationen München – Erding – Flughafen und München – Mühldorf – Freilassing – Salzburg sowie der zusätzliche Schienenpersonenfern- und Schienengüterverkehr quantitativ und in guter Qualität fahrbar sind. Daneben soll die Messe München an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden. Insbesondere soll damit eine direkte und umsteigefreie Fahrmöglichkeit vom Flughafen München zur Messe geschaffen werden (über Erding). Dies erfordert zwischen München-Riem und Feldkirchen den Bau einer Neubaustrecke, d. h. eine Führung der S-Bahn südlich der Bestandsstrecke über das Messegelände. Um den bestehenden Engpass im Bereich München Ost bis Markt Schwaben zu beseitigen, hat der Freistaat Bayern eine Untersuchung in Auftrag gegeben, welche in einem ersten Schritt Entwicklungsperspektiven im Schienenverkehr untersucht hat. Die Perspektiven umfassen ausdrücklich *nicht nur einen viergleisigen Vollausbau*, sondern auch *aufwärtskompatible Teilertüchtigungen*. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass sich durch die Umsetzung der in dem Gutachten genannten Infrastrukturmaßnahmen, welche in Etappenlösungen umsetzbar sind (sogenannte Ausbaustufen), sich deutliche Verbesserungen im Schienenpersonennah-, Schienenpersonenfern- und Schienengüterverkehr erzielen lassen. Der darin noch vorgesehene etappenweise Ausbau in insgesamt drei Ausbaustufen wurde vereinfacht und wird nunmehr in zwei Ausbaustufen dargestellt. Die zwei Ausbaustufen sind im Rahmen der *Vorplanung* parallel zu untersuchen. Die betriebliche Aufgabenstellung umfasst, wie in der verkehrlichen Aufgabenstellung der BEG hinterlegt die Betriebsprogramme für zwei Ausbaustufen: 1. *viergleisiger Teilausbau von Riem bis Feldkirchen* (mit Blockverdichtung im zweigleisigen verbleibenden Abschnitt Feldkirchen-Markt Schwaben) 2. *viergleisiger Vollausbau von Riem bis Markt Schwaben* Je Ausbaustufe wird zwischen Riem und Feldkirchen jeweils eine *Streckenführung über die Münchner Messe* (zweigleisige Neubaustrecke) und ein *bestandsparalleler Ausbau* (zwei weitere Gleise entlang der bestehenden Trasse) betrachtet, so dass für jede Ausbaustufe 2 Varianten zu betrachten sind. Durch den Ausbau können zusätzliche Express S-Bahnen im 30 Minuten Takt verkehren zwischen München-Erding über Markt Schwaben. Eine Aufrechterhaltung des bestehenden Streckengleises während der Bauzeit ist weitestgehend zu gewährleisten.“ In der Ausschreibung wurde auch die verkehrliche Aufgabenstellung veröffentlicht: www.railblog.info/wp-…/uploads/2021/12/Anlage-18-Verkehrliche-Aufgabenstellung-Mènchen-Ost-Markt-Schwaben.pdf “ Die Aufteilung der Züge auf die Strecken ist nicht bindend, sondern nur exemplarisch dargestellt. Abhängig von einem Verkehrswachstum im Personenfern- sowie insb. im Güterverkehr und/oder der Verkehrsstation Poing West kann es zwecks fliegender Überholungen von Güterzügen oder S-Bahnen erforderlich werden, nicht nach Verkehrsarten, sondern nach Geschwindigkeiten zu entmischen, so daß zumindest abschnittsweise Güterzüge die Ortsgleise und Expreß-S-Bahnen die Ferngleise nutzen (müssen). Das heißt: Alle vier Streckengleise müssen voll tauglich für Personen- und Güterverkehr sein. … Das Ergebnis zeigt, dass bei einem Teilausbau, der westlich von Feldkirchen endet, zwischen den 15-Min.-Grundtakt-S-Bahnen und den ebenfalls im 15.-Min.-Takt verkehrenden Express-S-Bahnen keine weitere Trasse konstruierbar ist. … Infrastrukturbasis bildet neben dem 4-gleisigen Ausbau bis westlich Feldkirchen auch eine Blockverdichtung Feldkirchen – Markt Schwaben. Die Untersuchung belegt daher, dass bei einem 4-gleisigen Ausbau ab Riem bis westlich Feldkirchen und eine Blockverdichtung Feldkirchen – Markt Schwaben über die 8 S-Bahnen pro Stunde und Richtung keine weiteren Trassen mehr regelkonform konstruierbar sind. … Im Folgenden wird unterstellt, daß zumindest die folgenden korrespondierenden Projekte realisiert wurden: – … – in Markt Schwaben die Realisierung des 2-gleisigen Ausbaus der Strecke 5600 bis Mühldorf inkl. eines *Überwerfungsbauwerkes im Ostkopf des Bahnhofs Markt Schwaben*. … Hierauf aufbauend werden in dieser VAst nur noch die Anforderungen an einen durchgehend 4- gleisigen Ausbau des Abschnittes von den Abzw Riem West bzw. Berg am Laim bis Markt Schwaben beschrieben. Dabei wird unterschieden nach den Streckengleisen, die überwiegend von S-Bahnen befahren werden (Punkt 4.1, „Ortsgleise“) und denen für alle übrigen Verkehre (4.2, „Ferngleise“). Es ist vorgesehen, dass ab Abzw Riem West die Ortsgleise unter der Streckennummer 5553 in mittiger Lage bis Markt Schwaben weitergeführt werden. … Bei Realisierung des Messeverschwenks ist eine höhenfreie Überwerfung Richtung Süden zur Messe und vor Feldkirchen wieder in die mittige Lage vorzusehen. … Der 4-gleisige Ausbau der Strecke München Ost -Markt Schwaben soll so bald wie möglich erfolgen. Er könnte bereits vor Fertigstellung der Großprojekte – 2. Stammstrecke – DTK (Daglfinger / Truderinger Kurve) – ABS 38 Nutzen generieren, da aus Kundensicht dieser Streckenabschnitt schon heute einen erheblichen Engpass darstellt. Ohne Beseitigung dieses Engpasses würden die positiven Effekte der genannten Projekte erheblich verringert werden“

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