Neuer Bahn-Tunnel am Flughafen: Wieder ein Meilenstein & der Rest? Hopp, hopp, hopp, wir fahren mit der …

Ein Kommentar von M. Wengler

Ach ja… Die Flughafen-Anbindung der Bahn. Jetzt feiern sie sich wieder. Die Berufs-Politiker. Kurz vor der Wahl… Der Tunnel ist fertig, unter dem einzigen Flughafen der Welt, der nur gut aus der Luft zu erreichen ist. Zumindest aus der Sicht des ’nahen Ostens‘, hinter Markt Schwaben, der Flughafen Franz-Josef Strauß, da draußen, im Erdinger Moos.
Glaube versetzt bekanntlich Berge. Aber der Glaube an die Politik offenbart immer nur große „Meilensteine“, die dann nicht so ganz eine „Meile“ ausmachen… Der Flughafen oder München erreichbar im Fernverkehr auf der großen Magistrale von Paris bis Wien/Budapest. Man muss sagen: Was für eine jahrzehntelange Lüge!

Dazu fällt einem eine Anekdote ein: Vor zig Jahren gab es einen Direktzug der österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), von München über Mühldorf über Simbach/Branau ins österreichische Linz. Ohne Halt an jeder Milchkanne im Isental. Da saß eine Frau in dieser ehemaligen Orient-Express-Verbindung, die tatsächlich daran glaubte, dass sie bald von hier aus direkt per Bahn an den Flughafen München fahren könne, über ‚irgendeine‘ Spange, die die Politiker gerade bauen und so weiter.

Damals riss einem im Abteil die Hutschnur. So viel gutgläubige Obrigkeitshörigkeit war damals selbst für geplagte Bahn-Pendler einfach zu viel. Die Dame war nach dem Vortrag des langjährig-bahnfahrenden Berufspendlers dermaßen verwirrt, dass sie den nur noch gebeten hat, der solle sich nicht so aufzuregen, ansonsten bekäme der ja noch einen Herzinfarkt…

Nun, das ist lange her. Die Trans-Europa-Verbindung München – Mühldorf – Linz wurde längst eingestellt und manch langjähriger Bahnfahrer hat als Hauptfahrzeug mittlerweile einen Verbrenner in der Tiefgarage. Die Bahn und derlei Gespräche zwischen den Mitreisenden erlebt man nur noch bei Gelegenheitsfahrten oder Ausflügen. Das reicht aber schon. Die politischen Versprechen zum Ausbau der Bahn-Infrastruktur sind nach wie vor ‚meilenweit‘ von dem entfernt, was diverse Bundesminister aus Berlin, alle längst in der Mottenkiste verschwunden, angekündigt haben.

Nur eine Frage bleibt:
Wie die alle, mit dieser Bahn, die Verkehrswende schaffen wollen?

Derlei fragen stellt man sich gerne, wenn man den Zündschlüssel im Verbrenner umdreht und mehrere Kreuzzeichen macht, dass die Verhältnisse bei der Bahn einem völlig egal sein können!
Der Glaube an die Berufspolitiker und nicht zuletzt ‚die Bahn‘ ist gänzlich dahin, der Auto-Händler freundlicher als jegliches, uniformiertes Personal, die sadistische Ader als Bahn-Kunde abgebrannt. Wie eben das Merkel-Land allgemein, bezüglich Mobilfunk, Breitband und all den anderen Dingen.

Wie diese deutsche Politik mit dieser Bahn-Infrastruktur und dieser organisatorisch aufgestellen Bahn innerdeutsch sogar Flüge ersetzen will, bleibt im Auge des Betrachters.

Wer denen da Oben noch einen Funken Glauben schenkt, den Versprechen von ‚Meilensteinen‘ etc. ist jedem selbst vorbehalten.

Motto: Wir schaffen das!

Von europaweitem Schnell-Bahn-Verkehr als Ersatz für Flüge, ganz zu schweigen.

Da kann man manchem nur wünschen: Viel Spaß beim Untergang! Da können die Windräder bauen – was sie wollen…

Der Autohändler vor Ort schafft es dazu tatsächlich immer wieder, dass der Verbrenner das tut, was der Fahrer sich wünscht: Er bringt einen selbst im Winter pünktlich von A nach B. Ganz im Gegensatz zu früher, ‚die Bahn‘.

Bei der Südostbayernbahn (SOB) rund um München/Mühldorf gilt hindessen, zur eigenen Belustigung: „Hopp, hopp, hopp, wir fahren mit der SOB. über Stock und über Stein…“

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