BEG schreibt Beratung zur Finanzierung von S-Bahnzügen für 2. Stammstrecke aus

Unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die BEG bereits am 21.8.2020 eine Beratung zur Finanzierung von Neufahrzeugen ausgeschrieben: ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:393535-2020:TEXT:DE:HTML&src=0
Ich zitiere aus der Ausschreibung: „ Kurze Beschreibung: Gegenstand der Ausschreibung ist die Unterstützung der BEG bei der Umsetzung der Beschaffung der Finanzierung der Neufahrzeuge für die S-Bahn München und deren Beistellung an das Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. den oder die Leasinggeber. Zum wesentlichen Teil sind die Leistungen des Auftragnehmers auch auf Basis bereits getroffener Entscheidungen und Vorgaben der BEG sowie von bislang erarbeiteten Konzepten und Strategien zu erbringen. Diese Informationen werden dem Auftragnehmer nach der Beauftragung zur Verfügung gestellt. Rechtliche Beratungsleistungen sind nicht Gegenstand der zu vergebenden Leistungen. Der Auftragnehmer hat sich aber intensiv mit den Rechts- und Steuerberatern der BEG abzustimmen.“
Und: „ Beschreibung der Beschaffung: Die BEG schreibt derzeit den 1. Münchner S-Bahn-Vertrag (1. MSBV) aus, welcher voraussichtlich im Dezember 2020 in Betrieb gehen wird. Mit einem Volumen von zunächst gut 20 Mio. Zkm/a und später gut 29 Mio. Zkm/a handelt es sich hierbei um das mit Abstand größte wettbewerbliche Vergabeverfahren der BEG. Das ausgewählte Verkehrsunternehmen hat während der Laufzeit dieses Vertrages Neufahrzeuge zu beschaffen, mit welchen sukzessive Altfahrzeuge ersetzt und Leistungsausweitungen umgesetzt werden sollen. Es ist vorgesehen, dass der Fahrzeugbeschaffungsvertrag nach dessen Unterzeichnung vom Verkehrsunternehmen auf einen oder mehrere Leasinggeber übertragen wird. Die BEG hat sich entschlossen, die Finanzierung dieser Fahrzeuge selbst zu organisieren und dem Eisenbahnverkehrsunternehmen des 1. MSBV bzw. dem oder den Leasinggebern beizustellen. Das Beschaffungsvolumen der rund 100 S-Bahnzüge wird auf rund 2 Mrd. Euro geschätzt. Der Abschluss des Beschaffungsvertrags für Fahrzeuge ist für Anfang 2023 vorgesehen, die Auslieferung der Fahrzeuge soll ab 2027 in mehreren Tranchen erfolgen. Gegenstand der Ausschreibung ist die Unterstützung der BEG als Deal und Financial Advisor bei der Umsetzung der Beschaffung der Finanzierung der Neufahrzeuge für die S-Bahn München und deren Beistellung an das Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. den oder die Leasinggeber.“
Offensichtlich ist dies der Grund, weshalb sich das Vergabeverfahren zum 1. MSBV noch verzögert. Bemerkenswert: nur 100 Neufahrzeuge ab 2027 in Tranchen. Wäre 2. Tunnel wirklich Ende 2026 fertig geworden, hätte man wohl zu wenig Triebwagen gehabt. Selbst mit 2028 fraglich. Meiner Ansicht nach ist die BEG mit dieser Aufgabe überfordert.
Ebenfalls verwundert mich, dass dieses Thema nicht diskutiert wird. Oder hab ich da etwas übersehen?
Sollte ein Thema für die Presse und Politik sein.

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