Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau-Bregenz-St. Gallen-Zürich. Schweiz will bis 2035 Stundentakt

Bayern hat in Zusammenarbeit mit der Schweiz bereits in Hinblick auf die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau Pionierarbeit geleistet. Ohne die Initiative der beiden Partner – der Vorfinanzierung der Ausbaumassnahme durch Bayern und die Schweiz – wäre es wohl kaum gelungen, diese Massnahme bis Dezember 2020 umzusetzen.
Nun plant der Ständerat der Schweiz (er entspricht dem Bundesrat in Deutschland) bereits den nächsten Ausbauschritt. Der ab Dezember 2020 vorgesehene 2-Stundentakt zwischen München und Zürich soll bis 2035 zu einem Stundentakt verdichtet werden. Der Ständerat hat ein entsprechendes Postulat ( www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193006 einstimmig angenommen (siehe: www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-kvf-s-2019-02-19.aspx). Wird dieser Beschluss von beiden Kammern des Schweizer Parlaments angenommen, bleibt es nicht bei einer nichtssagenden Forderung der Schweiz, sondern diese wäre dann bereit, sich an den Ausbaukosten in Deutschland zu beteiligen (wie sie es ja bereits bei der Elektrifizierung München-Lindau getan hat). Es wäre wünschenswert, dass sich Bayern, wie schon bei der Elektrifizierung Lindau-München, der Forderung der Schweiz anschliesst.
Damit diese Forderung auch bei der Deutschen Bahn Aussicht auf Erfolg hat, sollte die Bayerische Eisenbahngesellschaft mit der Deutschen Bahn eine Vereinbarung treffen, dass die Eurocity-Züge zwischen Lindau und München auch für den Nahverkehr geöffnet werden. Dieses Modell hat das Land Baden-Württemberg und die Deutsche Bahn für die Strecke Singen-Stuttgart erfolgreich umgesetzt und seither verkehrt zwischen Stuttgart und Zürich stündlich ein Zug. Ich denke auch zwischen München und Zürich würde dieses Modell eine für einen Stundentakt genügend hohe Auslastung der Eurocity-Züge garantieren.

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