Start Vorortverkehr München-Buchloeim Dezember 2020 unsicher. Anforderungen werden wohl runtergeschraubt

Wie von uns erwartet, ist der Start des Wettbewerbsprojekts Vorortverkehr München-Buchloe im Dezember 2020 äusserst unsicher. Dies macht die BEG im Prüfbericht Rollmaterial vom 14.8.2018 deutlich, Wahrscheinlich wird die BEG Abstriche in Bezug auf die Anforderungen des Rollmaterials machen müssen: beg.bahnland-bayern.de/de/wettbewerb?file=files/media/corporate-portal/wettbewerb/Zukuenftige_Vergabeverfahren/Vorortverkehr%20Muenchen-Buchloe.pdf
In diesem Prüfbericht wird die Anforderung an das Rollmaterial beschrieben:
„Die für den hiesigen Auftrag einzusetzenden Fahrzeuge haben nach derzeitigem Stand der Planungen folgende Anforderungen zu erfüllen:
■ Fahrzeugkonfiguration:
Als kleinste Einheit ist nur eine Fahrzeugkonfiguration (Triebzug, Wagenzug + Lok) zugelassen.
■ Höchstalter der Fahrzeuge:
Gebrauchtfahrzeuge ab Baujahr 1997 oder Neufahrzeuge sind vorzusehen.
■ Geschwindigkeit:
Die Fahrzeuge müssen für mindestens 160 km/h zugelassen sein.
■ Antriebsart:
Fahrdrahtabhängige Traktion ist vorzusehen.
■ Fahrzeugausstattung:
■ Klimaanlage mit Auslegung nach VDV 180 oder EN 14750-1.
■ Je angefangene 150 Sitzplätze ist mindestens eine Universaltoilette vorzusehen. Werden mehrere Toiletten vorgesehen, sollten die übrigen Toiletten als Standardtoilette ausgeführt sein.
■ Mindestens jeder zweite Einstiegsbereich muss über mindestens einen Mehrzweckbereich mit einer Mindestlänge von 1,80 m verfügen. Für diese Mehrzweckbereiche sind in Summe abzüglich der Fläche für einen Durchgang mit einer Breite von 500 mm bei einstöckigen Fahrzeugen pro 50 Meter Fahrzeuglänge eine Grundfläche im Intervall von 10 bis 15 m² vorzusehen. Bei doppelstöckigen Fahrzeugen sind die Grundflächen um den Faktor 1,5 zu erhöhen.
■ Geforderte Einstiegshöhe:
keine Anforderung
■ Eine denkbare Fahrzeugflotte sähe hinsichtlich der Mindestkapazitäten wie folgt aus:
2 Lok-Wagen-Züge mit je 2 E-Loks Vectron AC und 6 Doppelstockwagen (Hocheinstieg, in Summe ca. 690 Sitzplätze in der 2. Klasse) zzgl. 1 E-Lok Vectron AC und 2 Doppelstockwagen in der Reserve“
Und zieht die folgende Schlussfolgerung:
„Die Prüfung hat ergeben, dass am Markt keine Gebrauchtfahrzeuge zum Kauf oder als Leasingangebot zur Verfügung stehen, die alle aktuell festgelegten Anforderungen erfüllen. … Eine Ableitung aus marktüblichen Gegebenheiten ergab, dass unter der Annahme einer einschlägigen Beschaffungszeit von ca. drei bis vier Jahren eine Beschaffung von Neufahrzeugen durch Kauf oder Leasingangebot bis zur geplanten Betriebsaufnahme im Dezember 2020 nicht möglich ist. … So erscheint es einerseits unter der Voraussetzung einer möglicherweise während des Verhandlungsverfahrens erfolgenden Nachsteuerung der Leistungsanforderungen im Rahmen der Angebotsentwicklung durchaus denkbar, dass Gebrauchtfahrzeuge zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme effektiv und diskriminierungsfrei für alle interessierten Unternehmen zur Verfügung stehen.“

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