Fahrgäste fordern Sofortmassnahmen für die S-Bahn München

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Konsequenzen aus den sich häufenden S-Bahn-Pannen.
„Die wiederholten Ausfälle von Stellwerken sind ein klares Indiz für den fortschreitenden Infrastrukturverfall in einem der wichtigsten Ballungsraumnetze Deutschlands“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN.
Wichtig wäre Vorsorge und hohe Instandhaltungsqualität. Er fordert die Politik auf, hier Vorgaben zu setzen. „Die Vorgabe für das Münchner S-Bahn-Netz muss sein: Dies ist eine kritische Infrastruktur für den Wirtschaftsraum München, die zuverlässig funktionieren muss“, betont Andreas Barth.
PRO BAHN vermisst die aktive Umsetzung der Massnahmen des Sofortprogramms zur S-Bahn aus dem Mai 2012, also vor über fünf Jahren. „Hier lässt man viel Zeit verstreichen, und setzt die Pendler ungeschützt den Widrigkeiten der Deutschen Bahn und des Wetters aus“ so Andreas Barth weiter. Mit Massnahmen aus dem Sofortprogramm – wie der zweigleisigen Ausbau der Sendlinger Spange mit Halt in Laim und dem Regionalbahnhalt Poccistraße – hätten sich die letzten Störungen deutlich weniger auf die Fahrgäste ausgewirkt.
Gefordert ist der bayerische Innenminister, der als Besteller des S-Bahn-Verkehrs die politische Verantwortung trägt. „Angesichts der aktuellen Pannenserie wird man jetzt sehen, welche Bedeutung das Funktionieren des Großraums München noch für die Landespolitik hat“ so der PRO BAHN-Sprecher weiter. Zudem müsse auch der Zustand und die Instandhaltung der Infrastruktur durch den politisch verantwortlichen Freistaat Bayern aktiver überwacht werden. „Sollte sich der DB Konzern hier als nicht kooperativ oder lernfähig erweisen – und die Ereignisse der letzten Tage legen das nahe – dann sollte man sich nach Alternativen umschauen.
Dafür könnte man eine eigene Infrastrukurgesellschaft einrichten, oder auch die Kompetenz der Stadtwerke München nutzen. Der Paragraph 26 des Gesetzes zur Neugliederung der Bundeseisenbahnen (BEZNG), www.gesetze-im-internet.de/bezng/ gibt dem Freistaat Bayern diese Chance.“ zieht der Verband die Schlussfolgerungen aus den letzten Tagen.
Verantwortlich und für Rückfragen der Redaktion: PRO BAHN Regionalverband Oberbayern e.V., Andreas Barth

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