Rauch führt zu großen U-Bahnstörungen

Eine  Rauchentwicklung an einer Münchner U-Bahn hat am Dienstag, 5. Juli 2016, 18:45 Uhr zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Betroffen war ein Zug der Linie U3 im U-Bahnhof Odeonsplatz, der in Fahrtrichtung Marienplatz unterwegs war. Am ersten Wagen dieser U-Bahn gab es eine Rauchentwicklung an einer der Achsen. Die U-Bahnlinien U3 und U6 konnten nicht mehr zwischen Marienplatz und Münchner Freiheit verkehren, die U4 und U5 fuhren am Odeonsplatz durch. „Zum Glück gab es keine Verletzten unter den Fahrgästen, dem Personal oder den Einsatzkräften“, sagt Andreas Nagel Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Aber auch dieses Ereignis zeigt die Schwächen des zentral auf die Stadtmitte ausgerichteten Linienverkehrssystems. Eine Störung an einem zentralen Umsteigebahnhof führt zu schwersten Beeinträchtigungen der Fahrgäste.“ Es war eine grundsätzlich falsche Entscheidung, sogenannten Parallelverkehr nicht zuzulassen und im Zusammenhang mit der Eröffnung von unterirdischen Strecken an der Oberfläche einen Kahlschlag durchzuführen. Auch ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, leistungsfähige Tangentialverbindungen zu schaffen, weder im Norden, noch im Westen. Vielfach drängt sich einem auch der Eindruck auf, daß das einst vorbildliche und zuverlässige Münchner U-Bahnsystem immer mehr Störungen aufweist. Eine gründliche Pflege und Wartung der Anlagen, Einrichtungen und Fahrzeuge ist immer gut investiertes Geld. Der Fahrgast bezahlt auch für die Zuverlässigkeit der Systeme. „Wir fordern eine bessere Vernetzung und Überlagerung der verschiedenen Verkehrsmittel, damit die Fahrgäste auch im Falle von Störungen einigermaßen zeitgerecht an ihr Ziel kommen“, so Nagel.

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