Münchner Stadtrat beschließt einstimmig den Ausbau der Trambahn

Am 13. März 1991 hat der Münchner Stadtrat einstimmig den Ausbau der Münchner Trambahn beschlossen. Dies ist nun 25 Jahre her. Eigentlich eine lange Zeit um die damals beschlossenen Projekte zu realisieren und in Betrieb zu nehmen. Aber leider wird heute immer noch über die Trambahn-Westtangente diskutiert und der Widerstand der Verwaltung des englischen Gartens gegen die Nordtangente war bisher auch erfolgreich, obwohl es zwischenzeitlich schon Zusagen der Bayerischen Staatsregierung gab.

Die Osttangente wurde gebaut – und wird sehr erfolgreich von den Linien 15 und 25 befahren. Der vorhergesagte verkehrliche „Weltuntergang“ am Ostfriedhof ist ausgeblieben. Die Strecke der Trambahnlinie 17 wird im 5-Minuten-Takt befahren und teilweise mit den größten Zügen, die München besitzt. „Ein solches Datum schmerzt die Fahrgäste unerträglich. Die Trambahn ist ein leistungsfähiges Verkehrsmittel, das sehr kostengünstig und schnell realisiert werden kann“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Der Bürgerentscheid in Erlangen hat deutlich gezeigt, daß 60 Prozent der Bürger lieber eine Straßenbahn wollen als den Bus. Dies gilt sicher auch für München.“ Die Politiker aller Ebenen müssen sich in München auf realisierbare Projekte verständigen, die dann auch umgesetzt werden. Die Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen müssen wieder lernen, Projekte schnell und kostengünstig umzusetzen. Dabei muß auch in die bestehenden Tunnel investiert werden: Gleisbettüberwachung, automatischer Fahrbetrieb und der Übergang zum Regionalzughalt Poccistraße sind dabei aktuelle Themen. „Der Ausbau der Münchner Trambahn muß nun von allen Seiten voran getrieben werden. Es dürfen nicht noch einmal 25 Jahre vergehen, bis der einstimmige Stadtratsbeschluß zum Ausbau der Trambahn von 1991 umgesetzt ist“, fordert Nagel.

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