Spatenstich zur neuen Trambahn erst nach dem geplanten Inbetriebnahmedatum

Spatenstich zur neuen Trambahn erst nach dem geplanten Inbetriebnahmedatum Eigentlich ist es immer ein Freudentag, wenn der Münchner Oberbürgermeister zum Spaten greift und den Baubeginn einer neuen Trambahnlinie verkündet. Bei der neuen Trambahnstrecke nach Zamdorf ist das Ereignis aber von mehreren Mißständen überschattet. Der Spatenstich liegt zeitlich hinter dem geplanten Eröffnungsdatum im Dezember 2015.

Verantwortlich sind die Stadtwerke München, wenn diese natürlich der Regierung von Oberbayern die Verzögerung anlasten. Tatsache ist aber, daß der Stadtrat die Stadtwerke beauftragt hat und somit das Verkehrsunternehmen die Verantwortung trägt. Verspätungen gehören da anscheinend zum Geschäft. Ärgerlich ist auch die derzeit noch geplante Linienführung der neuen Trambahnlinie. Statt wie vom zuständigen Bezirksausschuß gefordert, von den Fahrgastverbänden gewünscht und im Interesse der zukünftigen Fahrgäste soll die Linie nach Grünwald anstatt in die Innenstadt führen. Vermutlich ist dies nur dem extremen Wagenmangel geschuldet, denn die Trambahnlinie 19 müßte dringend verstärkt werden. Traurig ist, daß dem Bau der Trambahnstrecke auch die Stillegung eines Industriestammgleises zugeschrieben werden muß. Natürlich wird jeder Zusammenhang in Abrede gestellt. Aber hinter den Kulissen wurde für die Vermeidung einer Kreuzung zwischen Trambahn und Eisenbahn gesorgt. Schade, daß der Süddeutsche Verlag nun nicht mehr auf der Schiene versorgt werden kann.

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