Nach Fertigstellung der 2. Stammstrecke wird Fahrplan nur schrittweise und nicht sofort verbessert

In der Presseerklärung der Bayrischen Eisenbahngesellschaft „BEG vergibt S-Bahn München in drei Stufen“ von 3.2.2016 ist noch eine weitere Hiobsbotschaft enthalten:

Wurde im Nutzen-Kosten-Gutachten zur 2. Stammstrecke von November 2011 immer von einem Startkonzept gesprochen, wird jezt klar: Der neue Fahrplan kommt nur stufenweise: „Mit Nutzung der 2. Stammstrecke sollen die jährlich vom Betreiber der Münchner S-Bahn zu erbringenden Zugkilometer von 20 stufenweise auf rund 26 Millionen steigen. Davon war bisher nie die Rede! Es wurde stattdessen immer behauptet, es können zusätzlich zum Startkonzept künftig auch Regionalzüge durch den 2. Stammstreckentunnel verkehren. Es ist ein Armutszeugnis, dass die Bayerische Staatsregierung bezüglich S-Bahn München wieder einmal seinen Fahrplan nicht einhalten kann. Bis 2025 hat man noch neun Jahre Zeit, warum bestellt man nicht heute schon die dafür notwendigen Fahrzeuge. Im Münchner Merkur vom 3.2.2016 wird noch ein andres wichtiges Detail preisgegeben: Zusätzlich kompliziert wird das Vertragswerk dadurch, dass ab 2025 die jetzigen S-Bahn-Züge des Typs ET 423 nach und nach ersetzt werden. Auch hier setzt die BEG auf die DB, die dieses Fahrzeug zusammen mit Herstellern aber erst entwickeln muss. Bei „netzergänzenden Massnahmen“ zur 2. Stammstrecke, welche grösstenteils in das 13-Punkte-Sofortprogramm von Mai 2012 aufgenommen wurden, kommt ja ebenfalls nichts voran.

Für uns: Planungsdebakel auf der ganzen Linie.

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