Oberleitungsschaden bei Münchner S-Bahn: DB entschuldigt sich. Beim Ausfall der Klimaanlagen sucht man das Wort „Entschuldigung“ jedoch vergebens

Pressemeldung vom 2.9.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/9951042/by20150902.html?start=0&itemsPerPage=20 S-Bahn München: Ärger mit Oberleitung – Bahn entschuldigt sich bei Fahrgästen Einschränkungen am Dienstagabend im Berufsverkehr (München, 2. September 2015) Ein Defekt an einem Aufhänger der Oberleitung im Bereich der Station Isartor hat am Dienstag im abendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr geführt. Ab etwa 17.30 Uhr mussten beide Gleise zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof vorsorglich gesperrt werden. Die S-Bahn-Züge wurden umgeleitet oder wendeten vorzeitig. Die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts entfielen auf allen Linien. „Wir entschuldigen uns bei allen Reisenden, die gestern Abend von der Störung betroffen waren und lange warten mussten“, so ein Sprecher der Bahn. „Leider hat es mehrere Stunden gedauert, bis die Fachleute die Reparatur abschließen konnten.“ Schuld an der Misere war ein gerissenes Stahlseil. Dieses dient zur Aufhängung des Tragseils der Oberleitung. Es ist etwa ein Zentimeter dick und kann reißen, wenn der Druck durch die Schwingungen der Oberleitung – ausgelöst durch den Stromabnehmer der S-Bahn-Züge – zu groß wird. Zur Reparatur des Schadens mussten die Fachleute der Bahn mit einem Spezialfahrzeug von Pasing über den Südring und den Ostbahnhof zum Isartor fahren. Kurz nach 22 Uhr war die Aufhängung der Oberleitung repariert. Danach konnte der S-Bahn-Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Am Mittwochmorgen war kurzzeitig erneut eine Oberleitungsstörung am Isartor aufgetreten. Hierbei handelte es sich um einen defekten Stromabnehmer eines S-Bahn-Zugs, der allerdings keinen Schaden, jedoch eine vorübergehende automatische Stromabschaltung verursachte. Die S-Bahnen konnten dabei mit Verspätungen bis zu 15 Minuten verkehren. Zusätzlich sorgten eine Oberleitungsstörung zwischen Maisach und Mammendorf (S3) sowie ein Notarzteinsatz am Gleis zwischen Seefeld-Hechendorf und Herrsching (S8) für Beeinträchtigungen am Mittwochmorgen. Gegen 10 Uhr normalisierte sich die Verkehrslage. Die S-Bahn-Oberleitungsstörung am Karlsplatz am vergangenen Samstag war von einem Vogel verursacht worden, der offenbar einen Kurzschluss auslöste. Herausgeber: DB Mobility Logistics AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation Oliver Schumacher Beim Ausfallen der Klimaanlage gab es nur eine peinliche Rechtfertigung, das Wort Entschuldigung kam in der Presseerklärung nicht einmal vor. Nur ein arroganter Staatskonzern kann noch so kommunizieren: Presseerklärung der Deutschen Bahn vom 13.8.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/presseinformationen/pi_p/9842592/p20150813.html?start=0&itemsPerPage=20 Deutsche Bahn: hr info-Meldung zu „reihenweisen Klimaanlagen-Ausfällen in ICE-Zügen“ ist falsch (Berlin, 13. August 2015) Die Deutsche Bahn (DB) weist die Behauptung des Hessischen Rundfunks, wonach es bei den ICE-Zügen zu reihenweisen Klimaanlagen-Ausfällen kommt, entschieden zurück. „Selbst an den Tagen mit bundesweiten Hitzerekorden im Juli und August waren deutlich mehr als 90 Prozent aller Klimaanlagen der ICE 1-Flotte funktionstüchtig“, betont Jürgen Kornmann, Sprecher Personenverkehr der Deutschen Bahn. „Die Ausfallquote über alle ICE-Baureihen liegt während der Sommermonate Juni bis August konstant unter 5 Prozent. Die Behauptungen des Hessischen Rundfunks über reihenweise Ausfälle sind daher falsch und grob irreführend.“ Die Deutsche Bahn ist dank zahlreicher Verbesserungen bei der Wartung der Klimaanlagen in den letzten Jahren auf extreme Außentemperaturen deutlich besser vorbereitet. Die Klimaanlagen aller DB-Züge werden im Rahmen der sogenannten Sommerfestmachung für die hohen Temperaturen fit gemacht. Dazu gehören vorbeugende Maßnahmen wie Reinigung, Filtermattentausch oder gegebenenfalls der Austausch von Kältemittel oder auffälligen Bauteilen. Das Bordpersonal ist sensibilisiert und geschult, um das Wohlergehen der Passagiere sicherzustellen. Im Rahmen der Generalüberholung und Modernisierung aller DB-Fernverkehrs-züge wurden auch die Klimaanlagen der 770 IC-Reisezugwagen überholt. Auf-grund der sehr unterschiedlichen Baureihen und Klimaanlagentypen in diesen bis zu 40 Jahre alten Zügen konnten diese Anlagen nicht auf das Ertüchti-gungsniveau der ICE-Züge gebracht werden. Daher treten Ausfälle eher bei den IC-Zügen auf. Um Reisende von vornherein vor gesundheitlichen Beein-trächtigungen zu schützen, stehen diese Züge unter besonderer Beobachtung und werden gegebenenfalls schneller aus dem Verkehr gezogen. Ab Ende 2015 werden diese Züge schrittweise durch die neuen Doppelstock-IC ersetzt. Bei dauerhaft hohen Außentemperaturen kann es zum kurzfristigen Ausfall einzelner Klimaanlagen kommen. Allein in den Fernverkehrszügen der DB sind knapp 3.400 Klimaanlagen im Einsatz. Wie bei anderen Verkehrsträgern auch, kann es im normalen Betrieb zu einem temporären Ausfall von 2 bis 3 Prozent aller Klimaanlagen kommen. Bei jedem Ausfall setzen die DB-Mitarbeiter in den Werken wie auch an Bord der Züge alles daran, die Anlagen schnellstmöglich wieder instand zu setzen. Um von vornherein gesundheitliche Beeinträchtigungen der Fahrgäste zu vermeiden, hat die DB entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, die in den letzten fünf Jahren erfolgreich praktiziert wurden: Bei eventuellen Ausfällen in einzelnen Wagen werden die Fahrgäste in klimatisierte Zugbereiche umgesetzt. Außerdem werden an heißen Tagen die Getränkevorräte in den Zügen erhöht und kostenlos Wasser an betroffene Fahrgäste ausgegeben. Sollte die Frischluftzufuhr an Bord des Zuges nicht mehr ausreichend gewährleistet sein, wird dieser im nächsten geeigneten Bahnhof gestoppt und die Fahrgäste auf andere Züge verteilt. Steigt die Reisendenzahl zur Verteilung auf andere Züge zu sehr an, stehen an derzeit sieben deutschen Knotenbahnhöfen Reservezüge zum kurzfristigen Einsatz bereit (in Hannover, Berlin, Dortmund, Köln, Frankfurt, Nürnberg und Karlsruhe). Daneben werden zusätzliche DB-Mitarbeiter auf Bahnhöfen zur Kundenbetreuung und Reisendenlenkung eingesetzt. Bei Beeinträchtigung des Reisekomforts durch Klimaanlagenstörungen bestehen je nach Härtefall differenzierte Kulanzmöglichkeiten. Kunden können sich mit einem Nachweis des benutzten Zuges an den DB-Kundendialog wenden, der über die entsprechenden Sonderfälle informiert ist und entsprechend großzügige Kulanz je nach Einzelfall festsetzt. Darüber hinaus werden Sonderfälle gezielt erfasst und entsprechend abgewickelt. Herausgeber: DB Mobility Logistics AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

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