Vorplanungen zur Fehmarnsundquerung: Scoping startet – die Umwelt im Blick!

Pressemeldung der DB von 2.7.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/9617566/hsh20150702.html?start=0&itemsPerPage=20 Presseinformation Vorplanungen zur Fehmarnsundquerung: Scoping startet – die Umwelt im Blick! Taucher und akustische Detektoren helfen bei Sundkartierungen (Hamburg, 2. Juli 2015) Im Rahmen der aktuellen Planungen der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung- wurde die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) vom Bundesverkehrsministerium beauftragt, mögliche Varianten der Fehmarnsundquerung zu untersuchen. Die Planungen sind notwendig, da die bestehende Sundbrücke mit Blick auf die zu erwartenden Mehrverkehre nach Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels die zukünftigen Belastungen nicht trägt und zudem eine geringe Restnutzungsdauer hat. Teil des Planungs- und Genehmigungsprozesses ist eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung. Dabei werden die Auswirkungen des Infrastrukturprojekts auf Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen, die biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kulturgüter, sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkung zwischen diesen Schutzgütern untersucht. Das so genannte Scoping-Verfahren stellt für die Umweltverträglichkeitsprüfung sicher, dass alle Belange des Umwelt- und Naturschutzes berücksichtigt werden. Für die Planungen einer Fehmarnsundquerung hat die Deutsche Bahn als Vorhabenträgerin gemeinsam mit dem LBV SH eine Scoping-Unterlage erstellt. In ihr wird konkret beschrieben, welcher Untersuchungsrahmen und Untersuchungsraum für die Umweltverträglichkeitsstudie vorgesehen sind. Schwerpunkt der Untersuchungen ist der Sund mit seinen angrenzenden Küstenbereichen. Wo mit Natur- und Umweltschutzkonflikten zu rechnen ist, wurde der Untersuchungsraum vorausschauend auf mögliche Alternativen erweitert. Die Unterlagen wurden beim Eisenbahn-Bundesamt als zuständiger Planfeststellungsbehörde eingereicht. Sie werden auch an alle zu beteiligenden Stellen verschickt. Dazu gehören neben den so genannten Trägern öffentlicher Belange (TÖBs), wie Behörden, Ministerien, Ämter und Gemeinden, auch die anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände. Im vorliegenden Projekt werden gemäß den Verwaltungsgrundlagen rund 50 Institutionen beteiligt. Im September wird das Eisenbahn-Bundesamt zu einem Scoping-Termin einladen. Dann wird auf Grundlage der eingereichten Unterlagen festgelegt, welche Untersuchungen, Gutachten und Betrachtungen für die Umweltverträglichkeitsstudie zu erstellen sind. So wird sichergestellt, dass alle Natur- und Umweltschutzbelange abgestimmt betrachtet werden. Zu den Untersuchungen: Für die Umweltverträglichkeitsprüfung sind bei diesem Projekt besondere Herausforderungen zu beachten. Da es sich beim Sund um einen maritimen Bereich handelt, sind die Untersuchungen und geforderten Gutachten noch umfangreicher als bei Prüfungen im rein terrestrischen Umfeld. Die Deutsche Bahn plant Umweltbetrachtungen über voraussichtlich zwei Vegetationsperioden. Es werden sehr aufwendige Untersuchungsverfahren angewandt. So finden im Sundbereich qualitative, videogestützte Kartierungen in einem festgesetzten Korridor von Makrozoobenthos (vornehmlich Miesmuscheln) und Makrophyten (Algen und Seegras) statt. Taucher werden zudem umfangreiche Untersuchungen an über 300 Unterwasserstationen durchführen. Um einen Überblick über die Fischarten im Sund zu erhalten, finden fischereibiologische Untersuchungen mit speziellen Fangtechniken und Untersuchungsgeräten statt. Auch das Vorkommen und die Verhaltensweisen der Meeressäuger werden untersucht. Zur Erfassung dienen neben Sichtbeobachtungen vor allem auch so genannte PODs – Porpoise Detectors, die als akustische Detektoren im Sund angebracht werden. Ebenfalls untersucht werden unter anderem der Seegrund (Topographie), die Grundbeschaffenheit (Sedimentologie) sowie Wasserströmung, Wasserstand und Trübung (Hydrologie). Herausgeber: DB Mobility Logistics AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

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