S4 Ausbau Eichenau: Staatsregierung will mit 3 Gleisen gleichen Fahrplan wie mit 4 Gleisen fahren

Auf der Homepage von MdL Ludwig Hartmann ist die Antwort der Staatsregierung auf seine Anfrage veröffentlicht: http://www.ludwighartmann.de/infrastrukturbedarf-s-4-zwischen-munchen-pasing-und-eichenau/Gemäss der Antwort der Staatsregierung wurde bei der Begutachtung des 3- statt 4-gleisigen Ausbaus zwischen Pasing und Eichenau das gleiche Fahrplankonzept zugrunde gelegt:

Maximal (HVZ): S-Bahn und Regionalverkehr:
8 S-Bahnen pro Richtung und Stunde (4 S4 mit Halt an allen Stationen, 2 Express S14 ab Geltendorf, 2 Express S24 ab Buchloe gemäss Intraplan-Gutachten von März 2012, siehe https://www.stmi.bayern.de/assets/stmi/vum/schiene/s-bahn-stammstrecke_nku_bahnknoten_kurzbericht_endfassung_250112.pdf). Daneben wurde im Intraplan-Gutachten noch von einer stündlichen Verbindung RE4 und einer 2-stündlichen Verbindung RB4 gesprochen. Zwischen Geltendorf und Buchloe verkehren demnach pro Tag und Richtung insgesamt 55 Züge des Regional- und S-Bahnverkehrs, in beiden Richtungen also 110 Züge (siehe Seite 7).

Allerdings sind diese Zahlen wohl schon überholt. Denn nach den Prognosen, welche auf der Homepage für die Elektrifizierung Lindau-Memmingen-Geltendorf veröffentlicht sind (http://www.abs48.com/sites/default/files/daten/docs/prognose-zugzahlen_2025_stand_mai_2014.pdf), verkehren zwischen Geltendorf und Buchloe ab 2025 134 Züge des Nahverkehrs, also 24 Züge mehr als die Intraplanstudie unterstellt.

Um Klarheit zu schaffen, ist es nun wirklich an der Zeit, dass Minister Joachim Herrmann die Katze aus den Sack lässt, und die optimierte Nutzen-Kosten-Analyse veröffentlicht. Das sollte doch noch vor den Sommerferien zu schaffen sein.

Nach 20 Jahren leerer Versprechungen wollen die Pendler nun auch etwas Konkretes sehen.

Ein entsprechendes Email an Staatsminister Joachim Herrmann wurde heute abgeschickt.

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