Initiative Bodensee-S-Bahn fordert Ausbau und Elektrifizierung

Medienmitteilung vom 3. Juli 2014 zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP)
Ausbau- und Elektrifizierungs-Offensive am Bodensee
In der Bodenseeregion ist eine Offensive für den Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnlinien notwendig. Die „Initiative Bodensee-S-Bahn“ befürwortet dafür die vorgeschlagenen Vorhaben in der kürzlich veröffentlichten Liste für die Schienen im Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Der motorisierte Strassenverkehr mit seinen übermässigen Belastungen gefährdet die Lebensqualität und die Konkurrenzfähigkeit. Deshalb ist er so weit wie möglich auf Bahn und Bus zu verlagern. In der Schweiz und in Vorarlberg ist dieser Prozess erheblich weiter als in Deutschland. Es genügt nicht, nur die Allgäubahn und die Südbahn zu elektrifizieren. Ebenso wichtig sind weitere Bahnlinien im Grossraum Bodensee. Zusätzlich sind die eingleisigen Strecken schrittweise auf Doppelspur auszubauen. Dann kann eine Bahnlinie so viel Verkehr bewältigen wie eine sechsspurige Autobahn.

Das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat kürzlich die Liste der Vorhaben für den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) für die Schiene veröffentlicht. Die “Initiative Bodensee-S-Bahn“ befürwortet die vorgeschlagenen Vorhaben im Grossraum Bodensee. Hier ist eine Ausbau- und Elektrifizierungs-Offensive notwendig, um die Engpässe zu erweitern und den Dieselbetrieb zu ersetzen.

Staus, Stress, Landverbrauch, Lärm- und Luftbelastungen durch den motorisierten Strassenverkehr gefährden die Lebensqualität und die Konkurrenzfähigkeit in dieser besonders attraktiven und reizvollen Region rund um den Bodensee. In Deutschland haben die kostengünstigen und umweltschonenden Bahnen und Busse erst etwa einen Anteil von etwa 10 Prozent vom Autoverkehr. In der Schweiz und in Vorarlberg sind es 25 und im Kanton Zürich bereits 50 Prozent. Dieser alarmierende Rückstand ist in der deutschen Bodenseeregion mit den vielen, eingleisigen und nicht elektrifizierten Eisenbahnlinien dringend aufzuholen.

Ausbauten und Elektrifizierungen im Grossraum Bodensee
Neben den beiden bereits geplanten Elektrifizierungsvorhaben für die Südbahn Ulm – Friedrichshafen – Lindau und für die Bahnlinie (München-) Geltendorf – Buchloe – Memmingen – Kißlegg – Hergatz – Lindau ist der schrittweise Ausbau auf Doppelspur und die Elektrifizierung für folgende Bahnlinien in der Bodenseeregion besonders sinnvoll und wichtig:

  •  Basel – Waldshut – Erzingen ( Hochrheinbahn)
  •  Radolfzell – Friedrichshafen (Bodenseegürtelbahn)
  •  Radolfzell – Mengen (Ablachtalbahn)
  •  Mengen – Ehingen – Ulm (Donautalbahn)

Zwischen den Grossräumen Basel/Zürich, Ulm/München/Nürnberg und darüber hinaus gibt es heute auf der Schiene keine durchgehende und leistungsfähige Direktverbindung für den Güter- und den Personenverkehr. Diese Bahnlinien müssen zudem einen dichten Regionalverkehr bewältigen, der auf einigen Teilstrecken bereits existiert oder geplant ist. Mehrverkehr ist bereits mit marginalen Ausbauten möglich.

Die folgenden Vorhaben im Grossraum Bodensee sind ebenfalls im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) zu berücksichtigen:

  • Augsburg – Buchloe – Kempten – Immenstadt – Hergatz (Allgäubahn)
  • Ulm – Memmingen – Kempten – Oberstdorf (Illertalbahn)
  • Tübingen – Sigmaringen – Kißlegg (Zollernbahn)
  • Stuttgart – Tuttlingen – Singen (Gäubahn)
  • Immendingen – Tuttlingen – Sigmaringen (Donautalbahn)
  • Neustadt – Donaueschingen (Höllentalbahn)

Die Initiative Bodensee-S-Bahn erwartet von den zuständigen Behörden, dass alle Vorhaben in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen, die Planungen bis zur Baureife zügig fortgesetzt und die Finanzierungen gesichert werden.

Detaillierte Informationen sind auf unserer Homepage www.bodensee-s-bahn.org veröffentlicht:

Weitere Auskünfte:
Paul Stopper, Telefon 0041 44 940 7474, Mobil 0041 76 330 9291, E-Mail: paul@stopper.ch
Ulrich Bauer, Telefon 0049 7522 6402, E-Mail: bauer-wangen@t-online.de
Wolfgang Schreier, Telefon 0041 71 688 2837, E-Mail wmschreier@bluewin.ch

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