Trambahnwesttangente bleibt unverzichtbar

aktion münchner fahrgästeDie Münchner Trambahnwesttangente, die den Romanplatz mit dem U-Bahnhof Aidenbachstraße verbindet und langfristig mit der Umweltverbundröhre einen optimalen Anschluß an die S-Bahnstammstrecke bietet, bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Münchner Verkehrspolitik.

Am 13. März 1991 hat der Münchner Stadtrat einstimmig den Ausbau der Trambahn beschlossen. Daß seither weder die Nordtangente noch die Westtangente realisiert wurden ist kein Ruhmesblatt. In der neuen Amtsperiode des Stadtrates bis 2020 müssen wesentliche Verbesserungen im Tangentialverkehr erreicht werden. Dies führt auch zu einer Entlastung der Umsteigebahnhöfe in der Innenstadt.

„Der Ausbau der Münchner Trambahn muß von den bisherigen Befürwortern endlich konsequent voran getrieben werden“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Die Fahrgäste brauchen bessere Verbindungen, alle Münchner Bürger eine bessere Lebensqualität.“

Über den Erfolg des Trambahnausbaus haben die Fahrgäste bereits mit den Füßen abgestimmt. Die Wiedereröffnete Trambahnlinie 17 muß genauso im 5-Minuten-Takt betrieben werden wie die neue Strecke nach St. Emmeram. Über den Sinn der Osttangente vom Max-Weber-Platz bis zum Ostfriedhof denkt heute niemand mehr nach. Obwohl es auch hier anfänglich Kritik gab und einzelne Politiker den Untergang des Abendlandes, beginnend an der Kreuzung am Ostfriedhof, unmittelbar bevorstehen sahen. Noch sind sogar grüne Politiker vom U-Bahnbaufieber erfaßt.

Da erwarten wir allerdings eine schnelle Heilung durch die Finanzminister von Bund und Land. Es ist „nur“ ein Unterschied um mindestens den Faktor 10 bei den Kosten. Aber auch wir fordern Investitionen in die U-Bahn. Die U-Bahn wird in wenigen Jahren automatisch und in einem dichteren Takt fahren müssen. Ein Zug alle 80 Sekunden ist das Ziel. Weltweit gehen die Betreiber diesen Weg – nur in München wurde er bisher verschlafen.

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