Archiv für Juni 2022

Stundentakt München-Zürich erfordert Investitionen von 250 Mio €

Zusammenfassung: Stundentakt der EC-Linie Zürich-Müchen erfordert auf deutschem Gebiet den Bau von 25 km Doppelspur und kostet 250 Mio €.
Aus einer Stellungnahme des Schweizer Bundesamts für Verkehr vom 22.6.22:
„Mit dem Postulat 19.3006 «Ausbau der internationalen Verbindung Zürich–Mün- chen» wurde der Bundesrat beauftragt, zu prüfen, wie er sich bei den zuständigen Behörden in Deutschland und gegebenenfalls Österreich am wirkungsvollsten für eine Verbesserung der Verbindung einsetzen kann. Im Vordergrund stehen für die Schweiz die Planung und Realisierung der fehlenden Infrastruktur, um das Angebot bis zu einem Stundentakt Zürich–München verdichten zu können, mit schlanken Anschlüssen an die Schnellverbindung München–Berlin. In Deutschland besteht ein Konzept für einen deutschlandweit abgestimmten Taktfahrplan («Deutschlandtakt»). Dort ist die Verbindung Zürich–München bislang weiterhin als zweistündliche Fernverkehrsverbindung vorgesehen. Im Rahmen mehrerer Studien wurde untersucht, welche Infrastrukturmassnahmen auf deutschem Gebiet bzw. auf der Ausbaustrecke München–Lindau für einen Stundentakt der internationa- len Verbindung Zürich–München erforderlich sind. Die Bedürfnisse des Regional- und Güterverkehrs sind dabei zu berücksichtigen. Die überwiegend eingleisige Strecke zwischen Lindau und Buchloe bzw. die Strecke Buchloe–München müsste demnach abschnittsweise auf Doppelspur (insgesamt rund 25 km) ausgebaut werden, zudem ist eine Optimierung der Fahrgeschwindigkeit erforderlich. Eine erste Grobkostenschätzung geht von Investitionen von rund 250 Millionen Euro aus. Der Ausbau der internationalen Verbindung Zürich–München wurde und wird im Lenkungsausschuss Schweiz–Deutschland regelmässig behandelt. Mit der Vereinbarung vom 25. August 2021 über die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Zulaufs der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) in der Schweizerischen Eidgenossenschaft wurde die Möglichkeit aufgenommen, Fachgruppen zu grenzüberschreitenden Themen einzusetzen. Zur Thematik «EC-Stundentakt Zürich–München» wurde eine solche Fachgruppe eingesetzt, welche die Analysen und Gespräche fortführt.“
Siehe: www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/72141.pdf

4-gleisiger Ausbau S4-West nicht in trockenen Tüchern

Gemäss europaweiter Ausschreibung der Planungsleistungen der S4-West Pasing-Buchenau durch die DB Netz AG ist der 4-gleisige Ausbau noch immer keine ausgemachte Angelegenheit.
In der am 4.6.22 veröffentlichten Änderung des Auftrags wird diese Änderung wie folgt präzisiert: „Die Änderung umfasst Planungsleistungen für den Ausbau der S4West (Pasing und Strecke), in den HOAI Leistungsbildern Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke, Tragwerksplanung und techn. Ausrüstung in den Lph 1-4 aufgrund der Erfordernis zur Berücksichtigung der aktuellen verkehrlichen Entwicklung hin zu einer Viergleisigkeit bzw. Aufwärtskompatibilität zu einer Viergleisigkeit.“
Siehe: ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:319484-2022:TEXT:DE:HTML&src=0
Hat es denn nicht geheissen: Bund und Freistaat hätten sich auf einen 4-gleisigen Ausbau geeinigt? Jetzt kommt plötzlich wieder eine Aufwärtskompatibilität zu einer Viergleisigkeit.ins Spiel! Wann werden endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Mit solchen Spielchen schafft man die Verkehrswende in Deutschland sicher nicht!

Machbarkeitsstudie für Ringzug AllgäuOberschwaben

Machbarkeitsstudie für Ringzug Allgäu-Bodensee-Oberschwaben In Auftrag gegeben. Ergebnisse in 18 Monaten erwartet
Schwäbische, 20.6.22: www.schwaebische.de/sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-ringzug-soll-allgaeu-oberschwaben-und-bodensee-verbinden-_arid,11521346.html

Elektrifizierung Bodenseegürtelbahn: Vorplanung abgeschlossen

Bodenseegürtelbahn-Elektrifizierung kostet wohl mehr als 350 Mio €
Schwäbische, 24.6.22: www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/friedrichshafen_artikel,-zu-wenig-geld-fuer-bodenseeguertelbahn-_arid,11522828.html

Sitzung am 8.6., Protestcamp, Terminliste 6-22

In Kürze auf  www.verkehrswende-jetzt.at/ < www.verkehrswende-jetzt.at/>, Eintrag „Juni 2022“. (Urlaubsbedingt einige Tage verspätet.)  
M.f.G. P. Baalmann  

1. Schritt zur Elektrifizierung der Ringzugs: DB schreibt Vermessung aus

Die Ausschreibung erfolgte am 30.5.2022: Siehe TED: ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:303092-2022:TEXT:DE:HTML&src=0
Die Leistungen sind vom 1.10.2022-29.9.2023 zu erbringen. Es sind insgesamt 5 Lose vorgesehen.
Aus der Beschreibung des Projekts des Ringzugs: „Mit dem Konzept eines „Ringzuges“ entstand 1996 die Idee, auf einer ca. 200 km langen Ringstrecke die drei Landkreise Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen zu verbinden. Nachdem das System erfolgreich umgesetzt wurde und eine große Nachfrage vorweist, beginnt die Umsetzung des Nachfolgeprojektes „Ringzug 2.0“. Der heutige Ringzug verkehrt im Stundentakt zwischen Rottweil und Bräunlingen, sowie zwischen Rottweil und Blumberg. Ergänzt werden diese Verkehre durch die stündliche Schwarzwaldbahn, die hier auf dem Abschnitt St. Georgen und Immendingen verkehrt. Auf dem Abschnitt Villingen – Hüfingen-Mitte verkehrt stündlich die Breisgau-S-Bahn. Die Donautalbahn befährt im Stundentakt den Bereich Donaueschingen – Sigmaringen. Eine stündliche Fernverkehrslinie auf der Gäubahn, verkehrt im Abschnitt Rottweil und Tuttlingen. Der Schienengüterverkehr auf der Gäubahn und den Abschnitten zwischen Rottweil – Villingen und Sigmaringen – Donaueschingen. Die Elektrifizierung der oben genannten Abschnitte ist die Voraussetzung für die Umsetzung der zukünftigen Angebotskonzepte. Hierdurch wird es möglich, das gesamte Zugangebot des Ringzug durchgehend mit elektrischen Fahrzeugen abzuwickeln und in Verbindung mit der geplanten Angebotsausweitung eine Attraktivitätssteigerung des SPNV umzusetzen. Hierfür wird geplant, die Streckenabschnitte Immendingen bis Tuttlingen (ca. 10 km), Tuttlingen bis Fridingen (ca. 14 km), Rottweil bis Villingen (ca. 27 km), Trossingen Bf bis Trossingen Stadt (ca. 5 km) und Hüfingen bis Bräunlingen (ca. 3 km) zu elektrifizieren. Des Weiteren wird auf dem Abschnitt Villingen bis Immendingen (ca. 31,5 km) die Oberleitungsanlage erneuert. Zudem soll die Region durch die neu zu errichtenden Haltepunkte Rottweil Stadtmitte, Tuttlingen Stadtmitte, Trossingen Troase, Villingen West, Peterzell-Königsdorf, Peterzell Dorf, St. Georgen Industriegebiet und Hintschingen besser erschlossen werden. Durch die 2028 stattfindende Landesgartenschau in Rottweil, besteht in der Region sowie der Politik eine große Erwartungshaltung und eine Umsetzung vor der Landesgartenschau ist von großem Interesse. Die Bestellorganisationen sind die NVBW und die Landkreise Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen und haben die DB Netz AG im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung mit der Planung der Leistungsphasen (Lph) 1 und 2 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) für die Infrastrukturmaßnahme beauftragt. Die Lph 2 – Vorplanung – soll Ende 2022 ausgeschrieben werden.

Neue Haltepunkte:
– Rottweil Stadtmitte
– Tuttlingen Stadtmitte
– Trossingen Troase (Nicht DB Netz Infrastruktur)
– Villingen West
– Peterzell-Königsdorf
– Peterzell Dorf
– St. Georgen Industriegebiet
– Hintschingen
Elektrifizierung:
– Villingen – Trossingen Bf
– Rottweil – Bräunlingen
– Hüfingen Mitte – Immendingen
– Tuttlingen – Fridingen
– Umelektrifizierung Trossingen Bf – Trossingen Stadt (Nicht DB Netz Infrastruktur)
– Oberleitungserneuerung
Bahnhofs- und Streckenausbauten:
– Umbau Trossingen Bf
– Wendegleis Kirnach-Villingen
– Neuer Kreuzungsbahnhof Mühlheim
Zusätzlicher Infrastrukturbedarf:
– Bahnsteigverlängerungen Schwenningen
– Abschnittsteilung St. Georgen
– Umbau Bf Villingen
– Umwandlung der Schlüsselweiche in Rammelswiesen in eine ferngestellte Weiche
– Blockverdichtung zwischen Schwenningen und Villingen
– Blockverdichtung zwischen Mühlheim und Tuttlingen

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