Archiv für Mai 2018

Pendler-Frust nach Weichenpannen | Fürstenfeldbruck

www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/pendler-frust-nach-weichenpannen-9817213.html

Zugunglück in Aichach: Schwere Vorwürfe gegen die DB Netz AG | Bayern

www.merkur.de/bayern/zugunglueck-in-aichach-bayerische-regiobahn-faehrt-wieder-auf-strecke-9850358.html

MVG: Baustellen und neue Linien bei der Tram Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/muenchen/mvg-was-sich-bei-der-tram-aendert-1.3969207

Neue Aufgabe für Bernd Rosenbusch: BOB-Chef wechselt zum MVV | Holzkirchen

www.merkur.de/lokales/region-holzkirchen/holzkirchen-ort28831/neue-aufgabe-fuer-bernd-rosenbusch-bob-chef-wechselt-zum-mvv-9856361.html

„Dann fahre ich nie mehr freiwillig mit dem Zug“

Mühldorf a. Inn/München. Die Stammkundschaft der Mühldorfer Südostbayernbahn kann durchatmen: Für diese Störung ist es ‚vollbracht‘. Für weitere Störungen, ist es für einige bald ‚vollbracht‘. Die Reaktionen auf die kritische Bericht-Erstattung hier im Blog, die selbstverständlich immer an die lokalen Medien geht, war jedenfalls eindeutig.
Dabei entfällt in diesen Zeilen eine Beschreibung der erneuten mehrstündigen Sperrung dank einer Weichenstörung am Bahnhof Riem am 9. Mai 2018 (www.zukunft-suedostbayern.info/2018/05/technische-stoerung-an-einem-stellwerk-keine-zugfahrten-im-bahnhof-riem-moeglich-stand-09-05-2018-1825-uhr/ ).

Die Presse-Propaganda der Bahn, die hohen Ziele der ‚Manager‘ des Staatskonzernes und seiner GmbH Töchter in Mühldorf am Inn sind das eine, das was die Fahrgäste hingegen seit Jahren immer wiederkehrend erleben – das andere.

Am Schlimmsten traf es die (wir berichteten), die noch am Montag nach der Entgleisung des Güterzuges meinten „ach da fahre ich schnell ins Büro nach München, holen den Laptop und mache dann die Tage darauf ‚Home-Office‘.“
Derlei Bahn-Kunden berichteten nach dem 1. Mai-Feiertag von einer mehr als zwei-stündigen Fahrt zwischen Mühldorf und München, mit Bus-Ersatzverkehr, um am Tag nach dem Feiertag von zu Hause aus arbeiten zu können und somit auf die Bahn-Fahrt verzichten zu können.

Am Donnerstag saßen sie dann wieder in der Bahn, wunderten sich, über die 20 Minuten Verspätung der Züge (die im Ersatz-Fahrplan nicht dargestellt wurden) und meinten am Freitag „jetzt reicht es aber langsam“.

Andere sahen die Sache lockerer „was für eine Fahrerei, wieder einmal“ und meinten „aber ich habe nur noch sechs Jahre“. Und dann? Dann betreten viele von den bisherigen Stammkunden wohl nur mehr ungern einen Zug der Südostbayernbahn.

Rundherum gab es jedenfalls Zustimmung in dem Artikel Güterzug-Fiasko vom 3. Mai wäre der Zustand „absolut zutreffend beschrieben“.
Nebenbei gab es unsererseits eine E-Mail an die Bahn-Obrigkeit in Mühldorf, die ‚erlauchten‘ Manager und Macher, deren Personal noch so dreist war und am Bahnsteig Züge nach München ankündigte, die gar nicht fuhren. Bis zum Sprecher-Häuschen hatte sich die Meldung des Güterzug-Unglückes in Riem wohl doch nicht durchgesprochen. Peinlich oder dreist? Da kam sich mancher Stammkunde einfach erniedrigt und wieder einmal sprichwörtlich ‚gedemütigt‘ vor.

Während des Güterzug-Dilemmas versprach zwar der pdf-Fahrplan der Bahn die gewohnten Fahrzeiten, allerdings hatte die Mehrzahl der Züge, eine dicke Verspätung: Kein Wundert – neben dem Fiasko des Güterzuges in Riem wird immer noch (gleichzeitig) an den Bahnsteigen in Riem und Feldkirchen gebaut. Teilweise stand hier über Kilometer nur ein Gleis für die Züge zur Verfügung, doch die insgesamt resultierende Verspätung wurde den Fahrgästen erst nach Beschwerden mitgeteilt.

„Das Störfallmanagement der SOB ist eine einzige Katastrophe“, schrieb ein SOB-Kunde, der „Stundentakt durch das Nadelöhr“ spare der Bahn „nur Kosten bei den Bussen“. Das persönliche Empfinden der Bahn-Stammkunden aus Mühldorf: „Professionell“ würden nur die „Abogebühren pünktlich abgebucht“ teilen wohl viele.

Und alle ärgert die vermeintliche Arroganz der Bahn-Obrigkeit, der Macher und Manager, der Bahn. Immer wieder hört man von Beschwerden gegenüber solchen Leuten, die das jedoch nur aufgrund „aktueller Verspätungen“ im Keim ersticken. Die Unzufriedenheit über Missstände scheint diese Obrigkeit nicht zu teilen und das Personal darunter ignoriert bis zu diversen Beschwerden das Empfinden der Kunden völlig.

Andere, langjährige Bahn-Pendler rund um Mühldorf träumen mittlerweile von einem „Bus-Linienverkehr“ nach München „nach Fertigstellung der A94“, im Herbst des Jahres 2019.
Da ist die Rede von „irgendeinem Parkplatz in der Nähe der BAB-Ausfahrt Mühldorf-Nord“ samt einem „Endpunkt“ wie der U-Bahn-Haltestelle „Messestadt-West in München-Riem“. Das entspräche einer einfachen Entfernung von ca. 80-90 km und dafür wäre manch einer bereit, „für ca. 210 Hin- und Rückfahrten im Jahr 2.300,- € zu bezahlen“.
Bleibt nur die Frage, ob sich so ein „Linienbus wirtschaftlich betreiben ließe?“, heißt es aus Pendler-Kreisen der Bahn.
Pendler-Wünsche, aber wer weiß, ob nicht doch ein Bus-Unternehmen dazu bereit wäre, den Fahrgästen mehr ‚Service‘ und Pünktlichkeit zu bieten, als die Südostbayernbahn das jemals schaffen will/wird?
In anderen Himmelsrichtungen rund um München gibt es längst Pendler-Parkplätze, entlang der Autobahnen, es bilden sich Fahrgemeinschaften (www.ihk-muenchen.de/ihk/documents/Service-Verkehr/Parkraummanagement/Parken-und-Mitfahren-Faltblatt.pdf ) von Menschen, die vielleicht auch mal Kunden der Bahn waren. Andere, die bald in Rente gehen äußern freimütig „und dann fahre ich nie mehr freiwillig mit dem Zug“.

Kreisräte diskutieren Nahverkehrsplan-Konzept | Freising

www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/kreisraete-diskutieren-nahverkehrsplan-konzept-9851444.html

Dreist: MVV-Karte schon wieder teurer | Geld

www.merkur.de/leben/geld/dreist-mvv-karte-schon-wieder-teurer-9851663.html

MVV-Reform wegen Streits um das neue München-Ticket ausgebremst | Stadt München

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/mvv-reform-wegen-streits-um-neue-muenchen-ticket-ausgebremst-9853890.html

Fahrgastverband PRO BAHN schreibt Brief an Ministerin Aigner: SFahrgäste müssen wieder in den Mittelpunkt rücken

München, 8. Mai 2018
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat in einem Brief an die bayerische Verkehrsministerin Aigner eine kundenfreundlichere Haltung der Verantwortlichen bei der S-Bahn München angemahnt. PRO BAHN beklagt zu viele Störfälle durch mangelhafte Infrastruktur, die unzureichende Information der Fahrgäste, sowie den Umgang mit Störungen und Bauarbeiten im S-Bahn-Netz. Konkreter Anlass für den Brief ist die Sperrung der Stammstrecke am kommenden Wochenende.
Im Gegensatz zum letzten Jahr sind für 2018 gleich fünf solcher Wochenendsperren geplant. Außerdem gehen die Maßnahmen zum wiederholten Mal über die Stammstrecke hinaus. So wird bei den Linien S 1 und S 2 gleichzeitig der Fahrplan auf den Außenästen eingeschränkt. Damit werden ausgerechnet die Fahrgäste zweier Problemlinien getroffen, die gerade wegen der Entgleisung in Riem und einer verlängerten Baustelle in Freising schwierige Tage hinter sich haben. Schaut man auf die sechswöchige Sperrung der S 1 im Sommer, liegen allerdings noch mehr schwierige Tage vor den Fahrgästen.
Nicht nur durch die Vorfälle in Riem und Freising sind die Fahrgäste in einer Art Dauerfrust wegen der schlechten Angebotsqualität der Deutschen Bahn (DB). Auch in den Ausbauplanungen des Bahnknotens Münchens zeigt sich keinerlei Perspektive, dass sich die Verhältnisse auf den Außenästen von S 1 und S 2 nachhaltig bessern könnten. Zu den häufigen Ausfällen schreibt der Fahrgastverband, dass die wirtschaftliche Situation der S-Bahn München offensichtlich so gut sei, „dass man bei der DB lieber auf Zugfahrten verzichtet, anstatt Bauarbeiten so zu organisieren, dass die Nachteile für die Fahrgäste minimiert werden“.
Der Fahrgastverband PRO BAHN bittet Ministerin Aigner, Druck auf die DB auszuüben, damit das Unternehmen die Belastung der Bahnkunden in Zukunft stärker bei seinen Planungen und Entscheidungen berücksichtigt. Die Verquickung der vom Freistaat beauftragten S-Bahn mit den für die Schieneninfrastruktur zuständigen Konzernteilen der DB behindere die Diskussion der Probleme im S-Bahn-Verkehr und eine fahrgastorientierte Angebotsgestaltung. Außerdem soll die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag der Staatsregierung den S-Bahn-Verkehr bestellt, in die Lage versetzt werden, den Bahnunternehmen „stärker auf die Finger zu schauen“. Fehlentwicklungen wie bei den Stammstreckensperrungen, bei Baumaßnahmen oder bei der Behandlung von Störfällen sollen bereits frühzeitig erkannt und verhindert werden.
Verantwortlich und für Rückfragen der Redaktion: PRO BAHN Regionalverband Oberbayern e.V., Andreas Barth

S-Bahn Stammstrecke für 54 Stunden gesperrt  | München

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/muenchen-ort29098/muenchen-s-bahn-stammstrecke-fuer-54-stunden-gesperrt-9852307.html

Aichach – Menschliches Versagen führt zu Zugunglück – Bayern – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/bayern/zugunglueck-in-aichach-wie-so-oft-mit-ein-bissle-geld-haette-man-es-verhindern-koennen-1.3972373

Zugunglück in Aichach: Probleme an Stelle waren bekannt Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/bayern/zugunglueck-aichach-fahrdienstleiter-1.3972248

Zugunglück in Aichach: Nach Haftbefehl – Fahrdienstleiter unter Auflagen wieder frei | Bayern

www.merkur.de/bayern/zugunglueck-in-aichach-schwaben-nach-haftbefehl-fahrdienstleiter-unter-auflagen-wieder-frei-9850358.html

S-Bahn Zürich. Lokbespannte Doppelstockzüge

Pragmatismus bei der Zürcher S-Bahn. Bei den Doppelstockzügen der ersten Generation wurde von einer 3er-Komposition jeweils ein Waggon herausgenommen und mit einem Waggon mit stufenfreiem Einstieg (55 cm Bahnsteighöhe) ersetzt. Die freiwerdenden Waggons werden zu sogenannten Hauptverkehrszeitenzüge mit 6 oder 10 Waggons zusammengefasst. Dazu wird vorne und hinten ein Lok gehängt. Der 10-Waggonzug ist jenes Fahrzeug mit der grössten Platzkapazität. Hier wartet der Zug um 7:17 in Winterthur auf die Weiterfahrt nach Zürich.
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Entwurf Bundeshaushalt 2018: Kaum neue Impluse der neuen grossen Koalition für Eisenbahn

Soeben (mit Datum vom 4.5.2018) hat der Bundesrat den Entwurf zum Bundeshaushalt 2018 aufs Netz gestellt: dipbt.bundestag.de/dip21/brd/2018/0125-18.pdf
Ich hab mir die Arbeit gemacht, die relevanten Posten für Investitionen in die Eisenbahn mit dem Entwurf der alten grossen Koalition von August 2017 dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/130/1813000.pdf zu vergleichen:
Die Baukostenzuschüsse für die Eisenbahnen des Bundes für 2018 betragen in der Version von Mai 2018 (siehe Seite 1692 nach pdf-Nummerierung) und in der Version von August 2017 (Seite 1586) beides Mal genau 1,591 Mrd. Euro. Was erstaunt: Die Verpflichtungsermächtigung für die Jahre 2019-2029 in der neuen Version ist mit 2,309 Mrd. Euro tiefer wie in der alten Version mit 2,865 Mrd. Euro. Allerdings ist die Verpflichtungsermächtigung in der Version von Mai 2018 in den Jahren 2019-2021 höher, und danach deutlich tiefer als in der Version von August 2017.
Die einzelnen Projekte werden in der neuen Version ab Seite 2109 aufgelistet, in der alten Version ab Seite 1970. Nach kurzer Durchsicht fiel mir auf, dass der Rhein-Ruhr-Express, Planfeststellungsabschnitt 5 neu aufgenommen wurde. Ebenfalls: VDE 8.1, ABS Nürnberg – Ebensfeld (Eggolsheim – Strullendorf).
Was das GVFG betrifft, sind die „Finanzhilfen an die Länder für die Schieneninfrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs für Vorhaben über 50 Mio. € zuwendungsfähiger Kosten“ (882 02-741) und „Investitionszuschüsse für Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs über 50 Mio. € an die Deutsche Bahn AG“ (891 01-741) genau gleichgeblieben (alte Version: Seiten 1621-1622, neue Version: 1730-1731).

Walpertskirchener Spange: Direkt nach Regensburg und Salzburg | Erding

www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/walpertskirchener-spange-direkt-nach-regensburg-und-salzburg-9844962.html

Kolumne – Im Zug in die Zukunft – Auto & Mobil – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/auto/kolumne-im-zug-in-die-zukunft-1.3964347
Im Zug in die Zukunft 4. Mai 2018, 18:49 Uhr Auch im neuen ICE ist die Bahn sich weitgehend treu geblieben: Die Anzeigen der Sitzplatzreservierungen fallen weiterhin aus. So trägt sie vorausschauend schon einmal der Tatsache Rechnung, dass zu viele Neuerungen den Kunden nur verwirren würden.
Von Till Kronsfoth
Irgendwie ist es ja en vogue geworden, auf die Deutsche Bahn zu schimpfen. Dabei lässt sich bei einer Fahrt mit einem ICE der neuesten Generation zunächst einmal lobend konstatieren: Wer Retro mag, der wird die neuen ICE-Waggons lieben. Das Design der Kopflehnen hat sich verändert, diese haben seitlich nun Flügel und erinnern an Urgroßmutters Ohrensessel. Und die Gepäckfächer ziert ein orangeroter LED-Streifen, was Assoziationen mit der Brückenausstattung des ersten Raumschiffs Enterprise weckt.
In anderer Hinsicht jedoch ist die Bahn sich treu geblieben: Die Anzeigen der Sitzplatzreservierungen fallen weiterhin aus. So trägt die Bahn durchaus vorausschauend schon einmal der Tatsache Rechnung, dass zu viele Neuerungen den Kunden nur verwirren würden. Und wer sich in einem der Sitze niederlässt, der merkt sofort: Irgendwas ist hier anders. Eine Frau in der Reihe davor hat das Problem sofort identifiziert und schnappt sich die Schaffnerin: „Sagen Sie, kann es sein, dass der Sitzabstand in den neuen ICEs geringer ist?“ – „Ja“, erklärt die Zugbegleiterin unumwunden und fügt hinzu: „Dafür können wir in einem Zug jetzt bis zu 150 Personen mehr unterbringen.“ Als sie versucht, sich wegzudrehen, prallt sie mit der Hüfte gegen einen Sitz, schneidet eine schmerzverzerrte Grimasse und sagt gequält: „Ein paar blaue Flecken muss man allerdings in Kauf nehmen.“
Nach etwa einer Stunde Fahrtzeit spürt man, dass sich die Temperatur nicht gerade im Wohlfühlbereich befindet. Frage an den Fahrkartenkontrolleur: Lässt sich die Klimaanlage etwas wärmer stellen? Lapidare Antwort: „Nein.“ Die reguliere der Zug automatisch. Aber eine solche Technik wird ja jemand programmiert haben? Auch da lernt man dazu: „Der Zug programmiert das von alleine“, klärt der Mitarbeiter auf. „Er misst die Außentemperatur mit einem Wärmefühler und passt die Temperatur hier drinnen an.“
Der Zug will also, dass seine Passagiere frieren. Das erinnert stark an den Film „Matrix“ von 1999, wo Maschinen in der Lage sind, die Herrschaft über die Menschheit zu übernehmen. Damals hielt man das für ein völlig überzogenes Zukunftsszenario. Im ICE 4 wird klar: So weit weg scheint die Zukunft gar nicht mehr zu sein.

Poccistraße: Regionalzughalt – kommt in Fahrt – München – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/muenchen/regionalzughalt-neuer-halt-kommt-in-fahrt-1.3967860

SPD fordert eine Expertenanhörung über Defizite und Verbesserungsmöglichkeiten im öffentlichen Verkehr in Bayern

SPD fordert am 2.5.2018 eine Expertenanhörung über Defizite und Verbesserungsmöglichkeiten im öffentlichen Verkehr in Bayern im Bayerischen Landtag: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=21993&intranet=#pagemode=bookmarks

Güterzug-Fiasko in Riem: Trotz Stundentakt fette Verspätungen zwischen Mühldorf und München

Heute (3. Mai 2018) meldete die Bahn fröhlich: Jede Stunde verkehrt wieder ein Zug! Nach dem Güterzug-Fiasko in München-Riem wäre zwar nur ein Gleis befahrbar, aber ein Stundentakt wieder gewährleistet…
Dieser „Stundentakt“ sieht dann so aus, dass die Züge, pro Zug, satte 20 Minuten Verspätung haben, je Richtung. Denn zu dem „Unglück“ kommen noch die Bauarbeiten an den Bahnsteigen in Feldkirchen und am S-Bahnhof Riem hinzu. Bahn-News, wie Pendler sie seit langem kennen… Vollmundige Presse-Erklärungen und Ankündigungen erleben die Fahr-„Gäste“ als neuerliches Fiasko. Schönfärberei und Schönrederei. Und das alles hat bereits ‚Tradition‘, denn langjährige Pendler kennen sie: Diese Streckensperrungen zwischen Mühldorf und München Ost, aufgrund von Unfällen, Unwettern und dergleichen.
Einmal krachte ein Lkw auf der A99 gegen einen Brückenpfeiler, die Folge war eine tagelange Sperre im S-Bahn-Bereich zwischen Riem und Markt Schwaben.
Damals fuhr die Mühldorfer Südostbayernbahn (SOB) Umleitungszüge über Landshut, später folgten Ausweich-Routen zunächst über Rosenheim und dann der Filzenexpress, über Wasserburg und Ebersberg.
In all diesen Fällen war die Zeitersparnis mit Umleitungszügen gegenüber dem Schienenersatzverkehr gleich Null. Damals über Landshut, ließ die SOB die planmäßige Regionalbahn ab Landshut sogar noch vor dem Umleitungszug aus München auf die Strecke. Die Folge: Wer seinen Anschlusszug in Mühldorf erreichen wollte, musste sich in die Regionalbahn quetschen.
Die ‚lustigste‘ Streckensperrung war wohl das letzte große Unwetter, das auch weite Teile der Bahn zwischen Rosenheim und München lahmlegte. Für die Südostbayernbahn betraf es wieder den S-Bahn Abschnitt, diesmal im Bereich Heimstetten. Doch da gleichzeitig die Brücke über den Innkanal, dank des zweigleisigen Ausbaues Altmühldorf-Mühldorf-Tüßling gesperrt war, waren damals die Züge der SOB „eingesperrt“:
Die Dieselloks mit den Doppelstockwägen (‚Dostos‘) konnten nur im Pendelverkehr zwischen Ampfing und Markt Schwaben fahren, es gab kein vor oder zurück. Richtung München blockierten die Baumstämme im S-Bahn-Bereich die Züge, nach Mühldorf der zweigleisige Ausbau samt Brückenarbeiten.
Folglich konnte die SOB keine Umleitungszüge fahren, da der gesamte Fuhrpark, so hieß es damals, eben „eingesperrt“ war. Die Pendler mussten so von Mühldorf zu den Zügen mit Bussen gefahren werden – um in Markt Schwaben mit Bussen zur U-Bahn an der Messe kutschiert zu werden.
Bis so ein Ersatzverkehr jeweils eingerichtet ist, vergehen ein paar Stunden. Während der Güterzug in Riem schon in der Nacht zum Samstag entgleiste, kam die erste E-Mail der Südostbayernbahn erst Stunden später.
Fraglich bleibt, was mit den Fahrgästen passierte, die die Strecke in den Zügen nach Mitternacht passieren sollten. So erwischte es viele Fahrgäste am Samstag nach München kalt. Wer die Verkehrsnachrichten im Radio hörte und sofort die Verspätungs-E-Mails der Bahn checkte, konnte immerhin noch mit dem Auto nach München fahren.
Wer hoffte, die Störung wäre nur „vorübergehend“ war gut beraten, zusätzlich noch den S-Bahn-Newsletter abonniert zu haben. Der meldete den Unfall kurz nach Mitternacht und dürfte dem letzten Gutgläubigen vermittelt haben: Das dauert länger.
In ersten offiziellen Meldungen sollte die Streckensperrung bis Montag-Mittag andauern, am Sonntag-Nachmittag hieß es bereits: Bis mindestens Dienstag.
Die Einschränkungen samt kalkulierten 20 Minuten Verspätung pro Zug, werden noch eine Woche andauern (9. Mai 2018).
www.deutschebahn.com/pr-muenchen-de/M%C3%BCnchen-Riem–Fahrplaneinschr%C3%A4nkungen-voraussichtlich-noch-bis-zum-9–Mai-2833770
Neulich berichteten zudem Wochenend-Kunden von München nach Mühldorf von nur einem Bus im Ersatzverkehr und der sei so überladen gewesen, dass in Dorfen angeblich die Polizei vor Ort war. Der Bus verspätete sich in seiner Ankunft am Bahnhof in Schwindegg dermaßen, dass der Zug nach Mühldorf schon weg war. Da hieß es erneut warten. Selbst Bahn-Mitarbeiter aus München spotten zwischenzeitlich über die Verhältnisse auf dem einen Gleis nach Mühldorf. Wer jemals in anderen Teilen der Republik als Pendler auf die Bahn angewiesen war, kann sich an derartig viele und tagelange Ausfälle, aus welchen Gründen auch immer, nicht erinnern.
Planmäßig in München anzukommen, diese Sicherheit bietet von Mühldorf aus nur die Fahrt mit dem Auto, samt dem Risiko B12. Reisen in den Rest der Republik erledigt man am besten per Flieger, denn ob und wann die SOB jemals in München ankommt und der Anschlusszug erreicht wird, das weiß ein Pendler aus Mühldorf und Umgebung sprichwörtlich nie.
Da hilft es noch nicht einmal darüber nachzudenken, was denn an den heutigen Verhältnissen besser wäre, wäre die Bahn, damals im S-Bahn-Bereich auf vier Gleise (samt einer besseren Anbindung des Güterbahnhofs Riem?) und auf zwei Gleise gen Mühldorf erweitert worden. Bis zum Jahr 1999 war das bereits fertig geplant, bis die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder den Ausbau stoppte und die Pläne in den Schubladen Berliner Behörden vergammeln ließ.
Für das Schienennetz in Deutschland ist übrigens der Bund zuständig. Wer das eine Gleis zwischen Mühldorf und München kennt, der kann da über den Slogan der CDU im letzten Bundestageswahlkampf nur spotten: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.“ Was sich Bahnreisende unter „gut“ vorstellen – wie sie dadurch den Begriff „gerne“ definieren, kann mancher derzeit in den Zügen zwischen Mühldorf und München erleben. Dort paaren sich Unglücke mit den ‚Flüchen‘ der Kundschaft, samt alltäglichen Bahn-Beschwerden, nicht nur von Pendlern…

Bis Mittwoch, 9. Mai 2018 – S 2 Erding: Störung am Gleis / Zugverkehr auf einem Gleis möglich / weiterhin Beeinträchtigungen – / Prognose (Stand 02.05.2018, 18:15 Uhr)

mit Betriebsbeginn am 2. Mai 2018 wurde die Störung am Gleis im Bereich München-Riem soweit behoben, dass der S-Bahnverkehr auf einem Gleis aufgenommen werden konnte.
Laut aktuellen Informationen dauern die Beeinträchtigungen im Bereich München-Riem noch bis Mittwoch, 9. Mai 2018 an.
Die S-Bahnen der Linie S 2 verkehren zwischen Markt Schwaben/Erding und München Ost im 60-Minuten-Takt , der Halt in Feldkirchen kann aufgrund bestehender Baumaßnahmen nicht angefahren werden. Zudem können die Halte Berg am Laim und Leuchtenbergring teilweise nicht angefahren werden. Reisende von/nach Leuchtenbergring und Berg am Laim nutzen in diesem Fall ab München Ost bitte die Linien S 4/S 6. Es besteht ein Schienenersatzverkehr mit Bus zwischen Trudering und Markt Schwaben.
Ab Donnerstag, 3. Mai 2018 besteht zwischen Heimstetten – Feldkirchen – Riem – Trudering ein Schienenersatzverkehr mit Bussen.
Informationen zu den verkehrenden S-Bahnen der Linie S 2 finden Sie in der Reiseauskunft unter www.bahn.de
Bitte prüfen Sie Ihre Reiseverbindung vor Fahrtantritt. Bei den verkehrenden S-Bahnen der Linie S 2 ist mit Kapazitätsengpässen zu rechnen.
Ab Heimstetten verkehrt Regionalbus 263 bis Messestadt West. In Messestadt West besteht Anschluss an die U-Bahnlinie U 2 in Richtung Feldmoching/München Hbf.
Ihre S-Bahn München
Jetzt WLAN während der Fahrt nutzen. In unserem Testzug, erkennbar durch Hinweise auf den Türen sowie Seitenscheiben!
Den Streckenagenten gibt es auch als App! Weitere Infos finden Sie unter www.bahn.de/streckenagent
Twitter: Störungsmeldungen sind auch über Twitter @streckenagent_M erhältlich. Nähere Informationen unter www.s-bahn-muenchen.de/streckenagent

Weitere Woche „Ersatzverkehr“ – Zugunglück in Riem: Ursache geklärt – Pendler müssen sich gedulden | Trudering-Riem

www.merkur.de/lokales/muenchen/ost/deutsche-bahn-org26695/zugunglueck-in-riem-ursache-geklaert-pendler-muessen-sich-gedulden-9833441.html

Nach Zugentgleisung nahe dem Bahnhof Riem kommt es weiterhin zu Verzögerungen | Trudering-Riem

www.merkur.de/lokales/muenchen/trudering-riem-ort43347/nach-zugentgleisung-nahe-bahnhof-riem-kommt-es-weiterhin-zu-verzoegerungen-9831881.html

Verkehrs- u. Energietermine 5-18

s. www.probahn.at/pdfReader.asp?link=http://bvs.probahn.at/files/pa/1698.pdf < www.probahn.at/pdfReader.asp?link=http://bvs.probahn.at/files/pa/169 8.pdf> – wird lfd. aktualisiert!

M.f.G. P. Baalmann

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