Archiv für Januar 2013

2. Stammstrecke bindet auf Dauer Fördermittel, die ganz Bayern zustehen

Otto Zeitler (Bildquelle Bayerischer Landtag), Landtagsabgeordneter aus Nabburg, Kreis Schweinfurt, bemängelt: „Es kann nicht sein, dass der Airport im Erdinger Moos auch weiterhin vom Fernverkehrsnetz der Bahn abgekoppelt ist“. 

Aus oberpfalznetz.de, 19.1.2013:
Alle Gelder für die Stammstrecke
Großprojekte in München binden auf Dauer Fördermittel, die ganz Bayern zustehen

Die GVFG-Gelder sind nicht die einzigen, die die gigantischen Pläne für München zu verschlingen drohen. Hinzu kommen dreistellige Millionenbeträge aus einem anderen Topf des Bundes, der explizit zur Verbesserung des Schienennahverkehrs in den Ländern – auch im ländlichen Raum – zur Verfügung steht. Mit diesen sogenannten Regionalisierungsmitteln bestreitet der Freistaat den Betrieb der Bahnlinien. Anbieter wie die Vogtlandbahn oder der „Alex“ werden damit bezahlt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums hat der Freistaat bis zum Jahresende 2009 Ausgabenreste aus Regionalisierungsmitteln in Höhe von 224,7 Millionen Euro angehäuft. Geld, das laut Ministerium für die Großinvestitionen in München reserviert ist.“

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Pro Bahn reicht Vorschläge zum Bundesverkehrswegeplan ein

Im Dezember 2012 forderte das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (Bild links, Quelle: STMWIVT) die Öffentlichkeit dazu auf, im Rahmen der Anmeldungen des Freistaats für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 Stellung zu nehmen. Der Fahrgastverband pro Bahn hat soeben seine Stellungnahme im Internet veröffentlicht. Eine Zusammenfassung in der Presseerklärung und die Details. Einige Details werde ich hier herauspicken:

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Piraten kritisieren undurchsichtiges Planfeststellungsverfahren zur 2. Stammstrecke

Basler Erklärung zur Elektrifizierung der Hochrheinstrecke

Im Rathaus Basel wurde die Basler Erklärung unterzeichnet. Quelle: Bilderdatenbank des Kontons Basel-Stadt

Pressemitteilung des Baden-Württembergischen für Verkehr und Infrastruktur: 
Basler Erklärung zur Zukunft der Hochrheinstrecke

Gesamt Presserklärung im Wortlaut: „18.01.2013: Hochrangige politische Vertreter der trinationalen Region aus der Schweiz und Baden-Württemberg haben beim Staatsbesuch von Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg in Basel strategisch wichtige Verkehrsprojekte beraten. Wichtiges Thema war auch das gemeinsame Vorgehen bei der Umsetzung und Finanzierung der Elektrifizierung der Hochrheinbahn. 

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Stadt Garching sucht verzweifelt Weg aus dem Verkehrschaos

merkur-online.de:

Garching – Der Stadt Garching droht ein Verkehrschaos von historischen Ausmaßen. Auf allen wichtigen Verkehrsrouten in und um Garching herum stehen Sperrungen und massive Beeinträchtigungen bevor. Bürgermeisterin Hannelore Gabor (CSU) will erkämpfen, dass zumindest die U-Bahnlinie U6 nicht, wie geplant, unterbrochen wird.

Druck auf Merkel: Bahn-Chef Grube soll mit Rücktritt gedroht haben

IMG_0029-image006Ein Ende des Finanzierungswahns der Deutschen Bahn Netz für den „Gewinn“ der Bahn, ist nicht in Sicht. Wenn überhaupt läuft es bei andersrum. Der mit Steuergeldern finanzierte Regionalverkehr subventioniert das Netz…

Während die Bahn das Geld in teure ICE- Bahnhöfe und Strecken investiert..

Spiegel-Online:

Berlin – Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte jüngst einen wichtigen Termin mit Kanzlerin Angela Merkel. Es ging um das 4. Eisenbahnpaket der Europäischen Kommission, das die Unabhängigkeit des Schienennetzes von Bahnunternehmen sicherstellen will und damit für mehr Wettbewerb im europäischen Schienenverkehr sorgen soll. Danach wäre der Deutschen Bahn künftig untersagt, mit Gewinnen aus dem Netzbetrieb ihr eigenes Regionalverkehrsunternehmen DB Regio zu subventionieren und so Konkurrenten bei Streckenausschreibungen unterbieten zu können.

 

Bahnübergangsstörung in Riem sorgte für Verspätungen

Bahnübergangsstörung in Riem sorgte für Verspätungen

Um 6.30 Uhr hieß es:
„aufgrund einer Bahnübergangsstörung bei Riem kommt es bei den S-Bahnen auf der Linie S 2 in diesem Bereich zu Verzögerungen von 10 bis 15 Minuten. Sobald uns weitere Informationen bekannt sind, geben wir diese umgehend an Sie weiter. Die damit verbundenen Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.“

Gegen 7 Uhr war die Störung angeblich wieder behoben:
„die Bahnübergangsstörung bei Riem ist behoben. Bitte beachten Sie, dass es noch zu Folgeverzögerungen von bis zu 10 Minuten bei den S-Bahnen der Linie S 2 kommen kann. Die damit verbundenen Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.“

Wenig Trost für all jene, die früh aufstehen um möglichst früh wieder die Heimreise antreten zu können…

 

DB Vorstand informiert zu Stuttgart 21

Pressemeldung der deutschen Bahn vom 16.1.2013: Hier ein Auszug: „Dr. Volker Kefer [Infrasturkturvorstand der Deutschen Bahn] wird dabei [bei Informationsgesprächen am 22.1.13) insbesondere Antworten darauf geben, wie es zu den Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 kam, wie kalkulierte Risiken abgewendet und Mehrkosten finanziert werden können. Darüber hinaus will Dr. Kefer mit den politischen Partnern diskutieren, wie künftig im Interesse des Gesamtprojekts eine verbesserte Kooperation aller Projektbeteiligter realisiert werden kann. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, aufzuzeigen, dass die Kostensteigerungen nicht zu Lasten anderer wichtiger Schienenprojekte im Land, wie der Rheintalbahn, der Südbahn und der Gäubahn gehen.“ Bildquelle: Offizielle Seite: bahnprojekt-stuttgart-ulm.de

Wir sind gespannt. {jcomments on}

ÖBB: Kriminelle Bahn-Mitarbeiter entlarvt

bgland24.de:

Die beiden Herren behaupteten, dass sie das Kupfer für 280 Euro bei der österreichischen Bundesbahn in Villach erworben haben. Da eine Tonne des Rohstoffes zur Zeit etwa mit 6.000 Euro gehandelt wird, wäre dies fast schon ein Schnäppchen.

Unterföhring fordert Halt der Flughafen-Express-S-Bahn

UnterfoehringAus dem Bericht des Gemeinderatssitzung vom 10.1.2013: „ Für den Themenbereich Verkehr wurde unter anderem seitens der Gemeinde gefordert, dass im Entwurf des Landesentwicklungsplanes als Ziel folgendes aufgenommen wird: Für die Schienenanbindung auf der S-Bahnlinie S 8 Richtung Flughafen ist eine Taktverdichtung (10-min-Takt) mindestens zwischen Ostbahnhof und dem Flughafen München zwingend aufzunehmen. Es ist weiter eine schnelle ÖPNV-Verbindung zwischen dem Zentrum von München und dem Flughafen München anzubieten und eine Express S-Bahn mit Haltestelle Unterföhring auf der S-Bahnlinie S 8 zu realisieren.“ Bildquelle: Stationsdatenbank der BEG

Grund sind u.a. auch die vielen Medien-Unternehmen in Unterföhring .

BEG lehnt neuen Halt mit P&R der Linie A vor Dachau ab

DachauStadtBachernEin Vorschlag lautet: Zwischen den Haltepunkten Bachern (siehe Bild links) und Dachau Stadt (siehe Bild rechts) einen neuen Haltepunkt mit grossem P&R entlang der Linie A einzurichten, damit die chaotische Parkplatzsituation am Bahnhof „Dachau Bahnhof“ entspannt werden kann und die Pendler ihr Auto bereits vor der Stadt abstellen können.
Quelle der Bilder: BEG Stationsdatenbank

Aus SZ-Online, 16.1.2012:
Veto gegen Park-and-Ride-Platz
Um die chaotische Situation am Bahnhof zu entschärfen, will der Stadtrat Pendler schon vor den Toren Dachaus abfangen. Doch die Eisenbahngesellschaft lehnt dort einen neuen S-Bahn-Haltepunkt ab.

Den ganzen SZ-Artikel lesen unter diesen Link.

Zweite Stammstrecke: Angst vor Stau im Untergrund

Zwischengeschoss_Muenschen_HauptbahnhofBild links: S-Bahn Zwischengeschoss München Hauptbahnhof. Quelle: Stationsdatenbank der BEG

sueddeutsche.de:

Konkret stören sich König und seine Fachleute an den geplanten Übergängen vom bestehenden U-Bahn-Netz zum zweiten S-Bahn-Tunnel. Der soll in Ost-West-Richtung quer unter der bestehenden Station von U 1/2 unter dem Bahnhofsvorplatz verlaufen. Über ein zentrales Zugangsbauwerk, den Nukleus, sollen die Fahrgäste von der zweiten S-Bahn-Röhre auf eine Zwischenebene gelangen – und von dort in die U-Bahn wechseln. Das Problem aus Königs Sicht: Die Fahrgastmassen würden genau dort auf die U-Bahn-Passagiere treffen, wo es jetzt schon eng zugeht – in einem Zwischengeschoss unter dem Bahnhofsvorplatz.

Von „Überstauung“ sprechen die MVG-Planer. Hinzu kommt: Bei einer Überlastung des U-Bahnhofs muss die U-Bahn-Wache die Zugänge abriegeln können; das sei beim Vorschlag der Bahn aber kaum möglich, sagt König. Macht man den Zugang dicht, stehen die Menschenmassen plötzlich im Zugangstunnel – keine angenehme Situation.

 

S1 Freising: Stiefkind nach Eröffnung der zweiten Stammstrecke

Freising

Aus der Kreisstadt Freising wird nach der Eröffnung der 2. Stammstrecke selbst in den Stosszeiten nur noch alle 30 Minuten eine S-Bahn abfahren bzw. ankommen. Heute fährt alle 20 Minuten eine S-Bahn. Bild: Bahnhofsgebäude Freising, Quelle: Stationsdatenbank der BEG. 

Nach Eröffnung der 2. Stammstrecke  wird die gegenseitige Behinderung von Regionalzügen und S-Bahn auf der S1 zwischen Moosach und Freising sogar noch schlimmer. Denn dann fährt die S1 nicht mehr im 20 Minuten-Takt, sondern im 15-Minuten-Takt. Da die Zeit zwischen zwei S-Bahnen also um 5 Minuten kürzer wird, ist es dann so sicher wie das Amen in der Kirche, dass der Regionalzug auf die S-Bahn aufläuft. Hinzukommt, dass dann von und ab Freising nur noch alle 30 Minuten ein Zug fährt, und nicht mehr wie heute alle 20 Minuten, denn die S1 wird nicht mehr in Neufahrn getrennt, sondern fährt dann abwechselnd ab Neufahrn weiter nach Freising (als S1) oder zum Flughafen (S11). Ausserdem werden beide Linien nicht mehr durch die alten, sondern durch die neue Stammstrecke geführt, so dass die Bahnhöfe Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke, Stachus, Isator und Rosenheimerplatz nur noch mit Umsteigen erreicht werden können.

 

Er rächt sich, dass die Planer der Zweiten Stammstrecke auf Ausbaumassnahmen auf den Ausssenstrecken verzichtet haben. Obwohl die S1 nach Freising  mit 34400 Fahrgästen die am stärkten ausgelastet S-Bahnstrecke Münchens ist, muss sie sich noch immer und auch weiterhin nur zwei Gleise mit dem ebenfalls stark frequentierten Regionalverkehr teilen. Zudem ist geplant, den Fernverkehr nach Tschechien wieder zu reaktivieren. Während Richtung Herrsching nach Fertigstellung der 2. Stammstrecke 120 Züge pro Tag verkehren werden, sind es Richtung Freising nur 80 Züge pro Tag. Die S1 Richtung Freising wird also 33% weniger Züge aufweisen, obwohl sie von 25% mehr Fahrgäste benützt wird als die S8 nach Herrsching. Und es gibt nicht einmal ansatzweise einen Plan, die Situation auf der S1 zu verbessern. 

Die S1 Freising sitzt damit im selben Boot, wie die S2 Erding und die S4 Geltendorf. Siehe auch Railblog-Eintrag

Video: Runge bemängelt Planungsmängel zum 2. S-Bahntunnel und fordert Aubaumassnahmen auf Aussenstrecken

http://www.myvideo.ch/watch/8914984

Zeil antwortet S4-Bürgerinitiative: Nur Unwahrheiten und leere Vesprechungen

 Bild links: Logo der Bürgerinitiative S4 Ausbau jetzt. Am 8.12.2012 verfasste die Bürgerinitiative „S4 Ausbau jetzt“ einen offenen Brief an die Staatsregierung mit dem Titel „Höchste Eisenbahn für S4 Ausbau: Staatsregierung muss für Finanzierung sorgen„. Am 8.1.2013 hat Herr Zeil geantwortet. Hier der Link.

 

Im Schreiben von Herrn Zeil wird versucht, die Bedenken der Bürgerinitiative mit leeren Versprechungen zu zerstreuen. Einige Antworten von Herrn Zeil sind schlichtweg falsch. Bild links. Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Bildquelle: Bayerischer Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. 

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CSU hat neue Zweifel an 2. Stammstrecke

tz-online:

Es ist eine Genugtuung für den langjährigen Stammstrecken-Kritiker Martin Runge. Immer häufiger, so der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Landtag, versicherten ihm CSU-Abgeordnete im Gespräch: „Nach der Wahl wird der Stecker gezogen.“

Rückt die CSU von der zweiten Stammstrecke ab? Meldungen über mögliche Mehrkosten sorgten für Unmut in der Landtagsfraktion. Wie Recherchen unserer Zeitung ergaben, ist die zweite Stammstrecke in der CSU offenbar immer umstrittener. Seinen Namen in der Zeitung lesen möchte zwar keiner der Kritiker. Hinter vorgehaltener Hand heißt es aber aus der Fraktion, dass das Projekt spätestens 2014 nicht mehr zu halten sein werde.

Auf 2,047 Milliarden Euro beziffert Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) bislang die Kosten für den Tunnelbau. Dazu kommt ein Risikopuffer von 500 Millionen Euro. „Da bewegen wir uns aber schon entlang der Schmerzgrenze“, sagt ein CSU-Abgeordneter. „Jede weitere Verteuerung erscheint in der Fraktion nicht mehrheitsfähig.“

Rosenheim: Meridian – Verspätete Ankunft

ovb-online.de:

Im Extremfall würde sich der Start des „Meridian“ um einige Wochen nach hinten verschieben. Veolia-Sprecher Christian Glück betont zwar, dass sich sein Unternehmen stets in enger Abstimmung mit dem Hersteller Stadler in Berlin befinde und dieser auch eine fristgerechte Lieferung der Flotte zugesichert habe. Dennoch räumt er gewisse Verzögerungen im „internen Zeitplan“ ein. „Wir hätten die Züge eben gerne noch früher gehabt“, so Glück gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Auch wenn dies für die Kunden nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen habe, bleibe ein Restrisiko bestehen: Sollte sich bei der Inbetriebnahme eine Terminverschiebung abzeichnen, werde die BOB umgehend Übergangslösungen eruieren. Glück verspricht dennoch: „Den Fahrgästen stehen ab 15. Dezember fabrikneue, komfortable Fahrzeuge zur Verfügung.“

Zug entgleist: Bahnhof Schondorf vorerst gesperrt

Abendzeitung München:

Am Freitagmorgen ist im Bahnhof von Schondorf ein Zug entgleist, der sich auf dem Weg nach Augsburg befand. Der Bahnhof wird voraussichtlich Sonntag gesperrt sein.

Walpertskirchener Sofortprogramm war Edikettenschwindel sondergleichen

Karte zur Walpertskirchner Spange in Zusammenspiel mit Erdinger Ringschluss und Neufahrner Gegenkurve. Quelle. Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technolgie.  

Auf eine Anfrage des Grünen Thomas Mütze im Landtag detailliert die Staatsregierung die geplanten Termine und die voraussichtlichen Kosten der Projekte des 13-Punkte-Programms. Hier der Link. Sofort heisst unverzüglich, ohne zeitliche Verzögerung.  Allerdings muss nun die Bayerische Staatsregierung eingestehen, dass das Projekt Walpertskirchener Spange „abhängig von der ABS 38 München – Mühldorf – Freilassing“ ist. Dies ist ein Projekt des Bundes, welches derzeit – wie die GVFG-Projekte ja auch – völlig unterfinanziert ist. Die Staatsregierung kann dann auch für dieses Projekt nicht ansatzweise Termine nennen!  

Staatsregierung gibt Details über 13 Punkte-Programm bekannt – Doch Transparenz sieht anders aus!

Auf eine Anfrage des Grünen Thomas Mütze im Landtag detailliert die Staatsregierung die geplanten Termine und die voraussichtlichen Kosten. Hier der Link

Das Projekt, welches am frühestens fertig wird, ist die Elektrifizierung & der Ausbau der Linie A: 2014
Als nächstes, nämlich 2015,  könnte eine erste Teilmassnahme der Sendlinger Spange fertiggestellt werden.

Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass z.B. die Verlängerung der S7 sich im Vergleich zu den im Juli veröffentlichten Terminen erneut um ein bis zwei Jahre verschieben. Siehe Railblog-Eintrag

Damit haben wir auch eine Kostenschätzung und einen groben Fahrplan für die netzergänzenden Massnahmen der 2. Stammstrecke (welche sich mit dem 13 Punkte-Programm bei folgenden Massnahmen decken): 

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Verlängerung S7 bis Geretsried frühestens 2018

Noch bis mindestens 2018 endet die S7 in Wolfratshausen (Bild links, Quelle: Stationsdatenbank der BEG)

Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Thomas Mütze. Die Verlängerung Wolfratshausen-Geretsried kostet 120 Mio Euro und wird frühestens Ende 2018 fertig. Siehe Link. Dabei wird die Erlangung von Baurecht bis 2015 vorausgesetzt. Im Vergleich zur BEG-Meldung von Juli 2012 wird die Fertigstellung schon wieder um ein Jahr nach hinten verschoben, der Planfestellungsbeschluss (=Vorliegen von Baurecht?) sogar um zwei Jahre von 2013 auf 2015 (siehe Railblog-Eintrag). Zur Erinnerung:  2005 war noch von einer Fertigstellung im Jahr 2009 die Rede. Bürgermeister, Lokalpolitiker, Pendler und Wähler: Wie lange lasst ihr euch die Dampfplauderei von Bahn und Bayerischer Staatsregierung noch gefallen? Dabei ist die Strecke nur 8 bis 9 Kilometer lang. Beschweren Sie sich bei Deutscher Bahn und bei Wirtschaftsminister Zeil. Der Ansprechpartner der Deutschen Bahn ist hier vermerkt, Martin Zeils Adresse finden Sie hier. Oder Sie schalten die Landtagsabgeordneten Ihrer Wahl ein.

Planungsleistung der Bahn bei S-Bahn München schon früher mangelhaft

railblog-eigener-bericht

Das letzte grosse S-Bahn-Projekt war das 520 Millionen-D-Mark-Projekt, welches den 10 Minuten-Takt nach Dachau, Maisach, Germering, Deisenhofen und Zorneding brachte. Dafür war die Ertüchtigung der bestehenden Stammstrecke notwendig. Ich hab einmal die Überschriften von verschiedenen Beiträgen aus dem Online-Archiv der Süddeutschen Zeitung zwischen 1998 und 2005 gesammelt. Auch dieses Projekt wurde später fertig und kam teurer als angenommen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hätte also gewarnt sein müssen, sich noch einmal mit der Deutschen Bahn als Planungspartner einzulassen.

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Ein Dementi, das keines ist. Bahn zu den Kostensteigerungen beim 2. S-Bahntunnel

railblog-eigener-berichtDie von der Presse zitierte Presseinformation der Deutschen Bahn vom 7. Januar trägt denn folgenden Titel: „DB: Keine Kostensteigerungen bei 2. Stammstrecke“. Wer sich die Arbeit macht, diese Presseerklärung durchzulesen – die meisten Journalisten lesen offensichtlich nur den Titel – wird jedoch feststellen, dass die Bahn im Gegensatz zum Titel tatsächlich eine Kostensteigerung eingesteht. Hier das Zitat: „Rein vorsorglich hat die DG AG in ihren Finanzplanungen – wie schon bisher – für mögliche Kosten aus Risiken, die sich in der Zukunft ergeben könnten und deren Eintrittswahrscheinlichkeit mit über 50 % bewertet werden, 251 Millionen Euro berücksichtigt. Den Berechnungen liegt eine geplante Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke im Jahr 2019 zu Grunde.“  (Hervorhebung durch den Autor.) Offensichtlich hat die Deutsche Bahn früher diese Risiken nicht gesehen oder die Wahrscheinlichkeit deutlich tiefer eingeschätzt, sonst wäre ja keine Änderung der Kosten notwendig gewesen. Insofern ist der Einschub „wie schon bisher“ schlichtweg eine Irreführung der Öffentlichkeit. Die Deutsche Bahn schätzt nun die wahrscheinlichen Kosten höher ein als bisher. 

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S-Bahn-Halt Mühlthal Unbezahlbarer Wunsch?

merkur-online.de:

Dass vor zehn Jahren noch einige Zeit der Halt bedient wurde, obwohl der Bahnhof Nord in Betrieb war, lag zu einen an Kostenbeiträgen von Stadt und Landkreis, zum anderen an Reserven im Fahrplan. Die seien laut BEG mit Eröffnung der Haltestelle Hirschgarten in München aufgebraucht. Eine Wiedereinführung eines Halts in Mühlthal würde neue S-Bahnen und einen Umbau der Gleise am Bahnhof Tutzing erfordern. Denn: Dort würden S-Bahnen gleichzeitig ankommen und abfahren. Fazit: Aus Sicht der BEG führt kein Weg per Bahn nach Mühlthal, da die Kosten unbezahlbar wären.

S 4 schneller ausbauen

EichenauNoch ist der Bahnhof Eichenau ein zweigleisiger Haltepunkt. Bis hier soll der geplante viergleisige Ausbau gehen. Bildquelle: Stationsdatenbank der BEG

sueddeutsche.de:

Der viergleisige Ausbau der S 4 sollte angesichts der Kostensteigerung und der Verzögerung der Bauzeit des zweiten Münchner S-Bahntunnels vorgezogen werden. Das fordert Hermann Seifert, der ÖPNV-Experte im Landratsamt. Die Landkreispolitiker sind dagegen unterschiedlicher Meinung: Landrat Thomas Karmasin (CSU) und der Brucker Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) glauben, dass die von der Bahn eingeräumte Teuerung um 400 Millionen Euro keine Folgen für die S 4 haben werde. Dagegen plädiert Elke Struzena (Grüne) für eine Entkoppelung beider Projekte. Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert, sich vom Tunnelbau zu verabschieden.

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