Archiv für Januar 2013

Grüne: Schienenbonus gehört sofort abgeschafft

Staatsregierung soll sich im Bundesrat für mehr Lärmschutz einsetzen
 
München (30.01.2013/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern eine sofortige Abschaffung des so genannten Schienenbonus, der verminderte Anforderungen an den Lärmschutz an Bahnstrecken stellt. Der „Schienenbonus“ besagt, dass Lärmschutzmaßnahmen an Schienenwegen erst dann gesetzlich erforderlich sind, wenn der Beurteilungspegel für Straßenverkehrslärm um 5 dB(A) überschritten wird. Mit dem Gesetzentwurf von Schwarz-Gelb, der am Freitag im Bundesrat abgestimmt wird, würde der Schienenbonus durch das große Zeitfenster beim Inkrafttreten praktisch erst 2020 abgeschafft.
 

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In 2013 zahlreiche Bahnhofsumbauten und Lärmsanierungsmaßnahmen im Bahnknoten München

Muenchen_ostbahnhofErneOLYMPUS DIGITAL CAMERAut Stammstreckensperrung an vier Wochenenden während der Sommerferien zwischen Ostbahnhof (links) und Hirschgarten (rechts). An allen sieben Wochenende ist die Strecke zwischen Hackerbrücke und Hirschgarten gesperrt. Dabei soll vor allem die S-Bahnstation Donnersbergerbrücke barrierefrei umgebaut werden (Bilderquelle: Stationsdatenbank der BEG). Im September soll die Station Freiham eröffnet werden. Dort hielt übrigens bereits 1972 die S-Bahn. Erst im September 1975 entfiel der Halt Freiham.  

Presseinformation von DB Mobility Networks Logistics vom 30.1.2013:
Stammstrecke wieder an sieben Wochenenden unterbrochen • Rund 35 Millionen Euro für barrierefreie Bahnhöfe • Über 20 Millionen Euro fließen in den Lärmschutz

Auch in diesem Jahr müssen sich die Fahrgäste der S-Bahn München wieder auf Verkehrseinschränkungen auf der Stammstrecke einstellen. Gründe sind vor allem der barrierefreie Umbau der Station Donnersbergerbrücke und die Fortführung der Brandschutzmaßnahmen im Stammstreckentunnel. An den ersten vier Wochenenden der Sommerferien können zwischen Ostbahnhof und Hirschgarten keine Züge fahren. Im gesamten Stammstreckentunnel wird der Brandschutz weiter ausgebaut und zwischen Hauptbahnhof und Marienplatz werden über 5,7 Kilometer Schienen erneuert.“

Die ganze Presseerklärung erscheint nach Klicken des Links.

Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP 2015) Maßnahmenvorschläge für den Freistaat Bayern

„Sehr geehrte politische Mandatsträger,

bezugnehmend auf die Internetseite  http://www.stmwivt.bayern.de/verkehr/bundesverkehrswegeplan/ des Bayerische Wirtschafts- und Verkehrsministeriums haben Stefan Baumgartner und ich unsere Vorschläge für zusätzlich neu anzumeldende Schienenverkehrsprojekte zum BVWP 2015 rechtzeitig zum 18.01.2013 beim Bayerischen Witschafts- und Verkehrsministerium eingereicht, sofern sie das Bundesland Bayern und den Schienenpersonenfernverkehr oder den Güterverkehr betreffen.

Bei der Aufstellung der anzumeldenen Massnahmen wurden insbesondere eisenbahnbetriebliche Aspekte berücksichtigt um steuerbare Risiken bei Betriebsstörungen zu vermeiden. Des Weiteren wurde die politische Wille unterstellt, den Integralen Taktfahrplan (ITF) Deutschland zu realisieren. Aufgrund der Abhängigkeiten zwschen den Fahrzeugen, dem Zugangebot und der Infrastruktur (Planungsdreieck) wurden in unserer Planung als Vorgabe insbesondere die ITF-Vollknoten in München Hbf, Augsburg Hbf, Stuttgart Hbf, Nürnberg Hbf, Würzburg Hbf, Regensburg Hbf und Salzburg Hbf unterstellt um die Effizienzgewinne bei der Produktion auch an die Fläche durch schlanke Anschlüsse weiterzugeben, damit ein attraktives zukunftsorientiertes Verkehrsangebot auch den Fahrgästen, die in ländlichen Gebieten wohnen, zur Verfügung steht.

Die politische Zielvorgabe, die Eisenbahninfrastruktur in Abhängigkeit vom künftig zu fahrenenden Integralen Taktfahrplan zu bauen, wird seit Jahrzehnten in der Schweiz erfolgreich praktiziert. Pro Einwohner ist die Verkehrsleistung auf der Schiene mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Autoren empfehlen der Politik die Vorgehensweise der Schweiz für Deutschland zu übernehmen. In folgender Studie ist mit den vorgeschlagenen Massnahmen die Aufwärtskompatibilität des ITF Bayern zum ITF Deutschland bereits berücksichtigt.

Insbesondere ist es gelungen durch Synergieeffekte mit der von den Autoren vorgeschlagenen ICE Neubaustrecke Würzburg – Nürnberg eine Reduzierung der Kantenzeit der NBS Erfurt – Nürnberg auf 60 Minuten die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass neben Nürnberg Hbf nunmehr auch in Erfurt Hbf ein ITF-Vollknoten eingerichtet werden kann.

Im Hinblick auf einen voraussichtlichen künftigen inflationsbereinigten Benzinpreis von ca. 3,50 ? / Liter im Jahr 2022 ist eine Verdoppelung der Fahrgäste im bayerischen Eisenbahnverkehr bis 2035 eher als zurückhaltende Prognose anzusehen, zumal sich zwischen 1995 und 2011 die Zahl der Fahrgäste bereits um 68% erhöht hat. Da bis 2035 eine weitere Verdopplung der Fahrgäste auf der Schiene erwartet wird, werden im Jahr 2035 im Vergleich zu 1995 vsl. ca. 3,4 Mal so viele Personenkilometer auf der Schiene in Bayern zurückgelegt werden.

Die Laufzeit dieses Massnahmenkatalogs läuft bis Dezember 2035. Dieser Massnahmenkatalog ist Voraussetzung dafür, die Zahl der Fahrgäste zu verdoppeln, durch eine weitergehende eisenbahnbetriebliche Trennung vom Fernverkehr die jährlichen Zugkilometerbestellungen durch die BEG auf 150 Millionen Zugkilometer erhöhen zu können und durch Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene die Straße signifikant zu entlasten. Da mit einer Erhöhung von aktuell 116 Millionen Zugkilometer auf 150 Millionen Zugkilometer in Bayern jährlich im SPNV alleine eine Verdoppelung der Fahrgastanzahl nicht aufgefangen werden kann, müssen zudem künftig deutlich längere Zugeinheiten zum Einsatz kommen um die Verkehrsnachfrage befriedigen zu können. Die infrastrukturellen Anforderungen mit 330 Meter langen Regionalzügen und 420 Meter langen Fernzügen wurden von uns bereits berücksichtigt.

Mit einer Erhöhung der Investitionsmittel für die Schiene auf 110 ? pro Einwohner und Jahr (Österreich 230 ?, Schweiz 308 ?, vgl. Allianz pro Schiene 2011 bezüglich 2010) lassen sich sämtliche Massnahmen zuzüglich sämtlicher Nahverkehrsprojekte bis 2035 vollständig realisieren.

Im Hinblick auf die Verantwortung unserer Gesellschaft für eine ressourcensparende Mobilität und einem Umstieg auf Elektromobilität sei angemerkt, dass von den vier Verkehrsmitteln Schiff, Flugzeug, Auto/LKW und Eisenbahn die Eisenbahn das einzige Verkehrsmittel ist, bei dem uneingeschränkte Elektromobilität nicht nur technisch leicht umzusetzen ist, sondern uns darüberhinaus bereits jahrzehntelang in ausgereifter Technik zur Verfügung steht und zum Einsatz kommt. Bei der Elektromobilität ist die Rückgewinnung von elektrischer Energie bei Bremsvorgängen und Einsatz der Drehstromtechnologie schon jahrelang absolut selbstverständlich.

Elektrisch betriebene Schiffe existieren nur in Nischenanwendungen, elektrisch betriebene Flugzeuge allenfalls in vagen Ideenskzizzen fernab jeglicher Vorentwurfsplanung geschweige denn Serienreife. Nach derzeitigem Erkenntnisstand werden uns elektrisch betriebene Flugzeuge, die mit Laserenerge vom Erdbden aus versorgt werden, wenn überhaupt erst weit nach dem Jahr 2050 zur Verfügung stehen. Auch die Umstellung des Straßenvekehrs auf Elektromobilität verläuft extrem langsam; auch hier sind längst noch nicht alle Probleme (Reichweite, Energiezuführungsnetz, Finanzierung) gelöst.

Eine verantwortungsvolle Verkehrspolitk, die es mit dem Umstieg auf Elektromobilität ernst meint, wird durch einen qualifizierten Ausbau der Schiene die Voraussetzungen dafür schaffen, dass deutliche Marktanteile von der Straße auf die Schiene verschoben und damit beide Verkehrsträger deutlich effizienter genutzt werden.

Ein sehr gut ausgebautes Schienennetz mit einem attraktiven Zugangebot im SPNV und SPFV ist des Weiteren ein fundierter Beitrag zu einer aktiven Sozialpolitik des Staates, da aufgrund von Überalterung ein immer größerer Teil der Bevölkerung nicht mehr Autofahren kann.

Die von uns zusätzlich vogeschlagenen möglichst autobahnbündigen ICE-Neubaustrecken Würzburg – Nürnberg, Umfahrung Ingolstadt und Ulm Nord – Augsburg (mit Ein-/Ausfädelungen für InterCity-Züge mit Halt in Ulm Hbf und Günzburg) entlasten spürbar die Bestandsstrecken und ermöglichen damit eine größere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sowie die Einführung/Verdichtung von S-Bahnen und Regio-S-Bahnen entlang dieser Streckenabschnitte.

Dieses ausgewogene Gesamtkonzept kommt dem SPFV, dem SPNV inkl. S-Bahnen und dem Güterverkehr Hand in Hand zu Gute.

Im Dateianhang finden Sie sämtliche von uns vorgeschlagenen Massnamen für Bayern, deren Umsetzung bis 2035 die Voraussetzung dafür ist, Bayern infrastrukturmässig mit zeitgemässen Schienenwegen auszustatten, um weiteres Wirtschaftswachstum zu generieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Stefan Baumgartner
Thomas Kantke“

Gröbenzell: Trübe Aussichten

sueddeutsche.de:

Es sind überwiegend schlechte Nachrichten, die DB-Projektmanager Alexander Pawlik den Gröbenzellern bei der Informationsveranstaltung am Donnerstagabend überbracht hat: Der Bau der Lärmschutzwand zwischen der Ascherbach- und der Exterstraße verzögert sich wegen des laufenden Rechtsstreits mit einer Anwohnerin um ein bis drei Jahre. Vor der Fertigstellung dieses etwa 300 Meter langen Abschnitts an der Hauptbahnlinie gibt es in ganz Gröbenzell sowie in den benachbarten Olchinger Stadtteilen auch keine Zuschüsse für Schallschutzfenster und andere sogenannte passive Lärmschutzmaßnahmen. Und die Chance, dass in der Ortsmitte noch mehr transparente Elemente eingebaut werden, ist gering.

REX Lindau-München: Streit um geplante Halte zwischen BY & BW

SontheimWeil Bayern den nach Elektrifizierung geplanten RE München-Lindau über Memmingen am Bahnhof Sontheim (zwischen Mindelheim und Memmingen, Bild links: Quelle Stationsdatenbank der BEG) halten lassen will, sollen drei Halte in Baden-Württemberg (Tannheim, Marstetten-Aitrach und Aichstetten) gestrichen werden. Sontheim hat 2 628 Einwohner, die Gemeinde Tannheim 2 335, Aitrach: 2 550 und Aichstetten: 2 730. Es zeigt sich also, dass alle vier Gemeinden etwas gleich gross sind, nur Aichstetten mit leichten Vorteil vor Sonthofen (Angaben aus der Homepage der Gemeinden).

 

Pressemeldung von Manfred Lucha, MdL BW, 17.1.2013:
Allgäubahn-Elektrifizierung: Bayerische Fehlplanung gefährdet attraktive Schnellverbindung Lindau – München über Wangen und Leutkirch

Die Landesregierung [von Baden-Württemberg] hat auf eine kleine Anfrage von Manne Lucha, Ravensburger Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/die Grünen, mitgeteilt, dass die geplante schnelle Nahverkehrsverbindung von München nach Lindau über Leutkirch und Wangen an einer – nicht mit Baden-Württemberg abgestimmten – Planungsänderung Bayerns zu scheitern droht. Wenn diese Planung Realität werden sollte, würden sich die Verbindungen zwischen dem württembergischen Allgäu und München noch verschlechtern. Zur Zeit beträgt die Fahrzeit zwischen Wangen und München 2½ Stunden und man muss bis zu 3 Mal umsteigen. Eine Verkürzung der Fahrzeit auf knapp 2 Stunden durch einen durchgehenden Zug war bereits bis 2011 geplant.“

Die ganze Pressemitteilung lesen Sie hier.

Ohne genauere Angaben des Konzepts von RE und RB (Fahrplan, Kreuzungen, Knotenpunkte usw.) es schwierig, sich ein unparteiisches Bild zu machen.

Wegen Brückenbau: Busersatz zwischen St. Margrethen (CH)-Bregenz(A) vom 2.2.-23.3.13

RheinbrueckeNeue Rheinbrücke zwischen St. Margrethen (CH) und Lustenau (A). Bildquelle: ÖBB, INFRA.

Aus Medienmitteilung der SBB vom 24.1.2013:
Vom 2. Februar bis 22. März ist die Strecke zwischen St. Margrethen und Bregenz wegen Bauarbeiten gesperrt. Die EuroCity-Züge Zürich HB–München verkehren in der Folge nicht auf dem Streckenabschnitt Zürich HB–Bregenz. Zwischen Zürich HB und St. Gallen empfiehlt die SBB den InterCity zu benutzen. Auf den Abschnitten St. Gallen– / St. Margrethen–Bregenz kommen Ersatzbusse zum Einsatz.“ Die ganze Pressemeldung lesen Sie hier

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PRO BAHN rügt mangelnde Transparenz bei S7-Planauslegung

Der Fahrgastverband PRO BAHN schließt sich der Kritik an, dass die
Planfeststellungsunterlagen für die Verlängerung der S7 nach Geretsried nicht
allgemein digital verfügbar sind. „Wir sind mittlerweile im 21. Jahrhundert,
die Nutzung digitaler Systeme spart Zeit und Nerven aller Beteiligten“ so
Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN.
Die rechtlichen Regeln stammen aus einer Zeit, wo eine Veröffentlichung im
Internet schlicht und ergreifend noch nicht vorstellbar war und
demzufolge auch nicht vorgeschrieben werden konnte.

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Kutzenhausen und Dinkelscherben fordern drittes Gleis

OLYMPUS DIGITAL CAMERABahnhof Kutzenhausen. Der 2-gleisige Strecke lässt einen 15-Minuten-Takt nicht zu. Bildquelle: Stationsdatenbank der BEG.

Aus augsburger-allgemeine-de, 21.1.2013:
„Die Bürgermeister von Kutzenhausen und Dinkelscherben haben jetzt das getan, was der Fahrgastverband Pro Bahn ihren Kollegen im nördlichen Landkreis geraten hat: Sie versuchen durch ihren Einsatz den Bau eines dritten Bahngleises von Augsburg aus bis nach Dinkelscherben zu retten. Deshalb haben sie Ende vergangener Woche, praktisch in letzter Minute, die Berücksichtigung ihrer Belange im Personennahverkehr im Bundesverkehrswegeplan beantragt.“

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Pendler-Züge: Augsburgs Landrat pocht auf Viertelstundentakt

Aus augsburger-allgemeine.de, 26.1.2013:
„Den Weg zum Viertelstundentakt soll der bayerische Bahnchef erklären. Landrat Sailer droht ansonsten mit „erheblichem Ärger“. 

Die Stunde der Wahrheit schlägt an einem Montag. Am 25. Februar ab 14.30 Uhr soll Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel den versammelten Kreisräten aus dem Augsburger Land erklären, was nun wird aus der regionalen S-Bahn. Bleibt sie nur Stückwerk, oder wird sie in absehbarer Zeit tatsächlich im gesamten Landkreis in einem regelmäßigen Viertelstundentakt verkehren?“

Den ganzen Artikel können Sie durch Anklicken dieses Links lesen. 

"Holt mich hier raus" – für ein funktionierendes Fahrgastleitsystem im Zwischengeschoss des Sendlinger Tor

Zur Pressemitteilung der MVG: CSU Stadtrat Dr.-Ing. Georg Kronawitter:

Als nicht beteiligter, aber interessierter Stadtrat und MVG-Kunde fällt mir auf, dass mit keinem Wort von einem verbesserten Fahrgastleitsystem die Rede ist.

Gerade im Zwischengeschoss (Ebene 1) wäre so etwas überfällig. Ich verweise hier auf meinen aktuellen Antrag
„‚Holt mich hier ‚raus‘ – für ein funktionierendes Fahrgastleitsystem im Zwischengeschoss des Sendlinger Tor“
(http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/ANTRAG/2883224.pdf).

U-Bahnhof Sendlinger Tor: Drei Preisträger im Gestaltungswettbewerb

Über die künftige Gestaltung des U-Bahnhofs Sendlinger Tor wird erst im Frühjahr endgültig entschieden. Das
Preisgericht hat bei seiner Sitzung am vergangenen Freitag drei zweite Preise vergeben; es gibt somit für die
Umsetzung durch SWM/MVG als Bauherrin noch keinen Favoriten. Die drei Büros, deren Entwürfe ausgewählt
wurden, werden um Überarbeitung ihrer Gestaltungskonzepte gebeten. Hieran anschließend wird die Bauherrin
über die Realisierung entscheiden und sich dabei nochmals von den Mitgliedern der Jury beraten lassen.

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Wirtschaftsminister Zeil zum Antrag "Bahnstrecke München – Lindau rechtzeitig auf Elektrifizierung vorbereiten": Landtag soll für dumm verkauft werden

Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und Stellvertretender Ministerpräsident. Bildquelle: Bayerischer Landtag

Da der Landtag zwar die Anträge und die Beschlüsse von Ausschüssen und Plenum veröffentlicht, aber die Berichte der Staatsregierung nicht, schliesst railblog diese Lücke um dem Prinzip der Öffentlichkeit der Verwaltung Nachdruck zu verleihen. Allerdings ist die Stellungnahme z.T. falsch und irreführend. Unsere Kommentare dazu sind in eckigen Klammern vermerkt.

„Beschluss des Bayerischen Landtags vom 06.11.2012 über den Antrag der Abgeordneten Reinhold Bocklet, Eberhard Rotter, Josef Miller (CSU), Karsten Klein, Dietrich Freiherr von Gumppenberg, Julika Sandt, Tobias Thalhammer, Jörg Rohde und Fraktion (FDP) betreffend Bahn-Strecke München – Lindau rechtzeitig auf Elektrifizierung vorbereiten (Drs. 16/14589

Sehr geehrte Frau Präsidentin,

zu dem Beschluss gebe ich folgenden abschließenden Bericht:

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Landtagsanträge FW und CSU/FDP zur Elektrifizierung Lindau-München im Wirtschaftsausschuss

Die Landtagsanträge der FW (railblog berichtete) und der CSU/FDP (railblog berichtete) kommen am 31.1.2013 im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags zur Sprache. Beide fordern die rechtzeitige Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke Lindau-Geltendorf-(München). Interessant wird, ob die Staatsregierung schon etwas darüber sagt, wie die Kostensteigerung von 100 Mio Euro finanziert werden soll. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Allerdings mahlen die Mühlen im Landtag langsam. Erst wird im federführenden Wirtschaftsauschuss ein Beschluss gefasst, der mitberatende Finanzausschuss muss ebenfalls seinen Senf dazu abgeben, beide geben dann eine Empfehlung für den Entscheid im Plenum. Dies kann gut und gerne volle vier Monate dauern. Doch selbst wenn alle drei Gremien einstimmig entscheiden, ist es immer noch möglich, dass die Staatsregierung einen nichtssagenden abschliessenden Bericht verfasst. Dieser wird im Gegensatz zu den Beschlüssen nicht im Internet publiziert. Allerdings haben wir bei Railblog inzwischen Kontakte, so dass wir die Berichte aufs Netz stellen. Für die Staatsregierung wird es deshalb immer schwieriger, von ihrem Versagen bei Bahnprojekten abzulenken.

„Pro Bahn“ ist für Schienennetz-Ausbau

mainpost

Konkret fordert der Fahrgastverband eine groß angelegte Initiative zur Elektrifizierung des gesamten bayerischen Schienennetzes bis 2025. Das Ziel, Ressourcen zu sparen und dem Klimawandel entgegenzuwirken, könne so auf wirksame Weise unterstützt werden. Vor allen im Gebiet östlich einer Linie Lichtenfels/Nürnberg/Regensburg/Passau und im Allgäu sind bisher nur kleine Teilstücke elektrifiziert, kritisiert „Pro Bahn“.

Die Neubaustrecke und die vergessene Inflation

stuttgarter-zeitung.de

Die ICE-Strecke wurde im Mai 2012 in Angriff genommen. Laut Quartalsbericht sind bis Herbst insgesamt 98 Millionen Euro ausgegeben worden, das sind drei Prozent der aktualisierten Projektsumme. Der Anteil der DB an den Gesamtausgaben beträgt ausweislich eines Dossiers der Bahn, über das die StZ im Mai berichtet hatte, lediglich 75 Millionen Euro. Als Bauherr darf der Konzern pauschal 18 Prozent der Gesamtkosten für seine Planung verlangen. Er profitiert so von Kostensteigerungen. Allein bei der ICE-Strecke setzt er statt 520 nun 587 Millionen Euro an.

Augsburg: Heute hören Pendler im Zug Angelina Jolie

merkur-online

Augsburg – Da werden den Fahrgästen aufregende Filmszenen einfallen: Ein besonderes Dankeschön präsentiert die Bahn Pendlern auf der Strecke München-Augsburg. Die Durchsage kommt von der Stimme von Angelina Jolie.

S7- Verlängerung: Die Bahn bleibt hart

merkur-online.de

Das Interesse am S 7-Planfeststellungsverfahren ist groß. Seit neun Tagen liegen die Unterlagen in den Rathäusern Wolfratshausen, Geretsried und Königsdorf aus. In der Loisachstadt häufen sich allerdings die Beschwerden, dass die Pläne nicht im Internet einsehbar sind.

Auch CSU/FDP MDL fordern zügige Elektrifizierung Lindau-München: Nur Lippenbekenntnis?

Sitzverteilung im Bayerischen Landtag, 2008-2013 (Quelle: Bayerischer Landtag)

Nach der Fraktion der Freien Wähler (Railblog berichtete) fordern nun auch Landtagsabgeordnete der CSU- und FDP-Landtagsfraktion in einem Landtagsantrag die zügige Elektrifizierung der Strecke Lindau-München. Allerdings wurde der Landtagsantrag der FW noch nicht einmal behandelt, geschweige denn auf die Tagesordnung von Sitzungen des Wirtschaftsausschusses gesetzt. Hier der Wortlaut des CSU/FDP-Antrags.

Wenn der Landtag sich jedoch mit ausweichenden und vagen Antworten der Staatsregierung begnügt (diese werden dann im Internet nicht mehr veröffentlicht, nur die Beschlüsse bezüglich der Anträge, siehe Langzüge S4) bzw. eine Massenpetition (z.B. zum S4-Ausbau) nur würdigt und nicht berücksichtigt, und selbst gefasste Beschlüsse später vergisst und damit nicht umsetzt, dann hat der Bayerische Landtag als Kontollinstrument der Staatsregierung versagt. Beispielsweise hat der Landtag beschlossen, über den S4-Ausbau (der für Lindau-München ebenfalls relevant ist) zu beraten, sobald Klarheit über die 2. Stammstrecke besteht. Was heisst denn Klarheit. Wenn die 2. Stammstrecke fertig ist, wenn die Finanzierung gesichert ist, wenn das Planfeststellungsverfahren durch ist. Fragen über Fragen.  

Darum müssen wir Pendler sowohl der Bahn, dem Wirtschaftsministerium und unseren Landtagsabgeordneten ständig auf die Finger klopfen. Schreiben Sie ein Email an Herrn Staatsminister Zeil und an den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses Huber oder an Ihren Landtagsabgeordneten: Die Email-Adressen für Minister Zeil finden Sie hierUnd jene von Erwin Huber hier.  Weitere Emails von Landtagsabgeordneten finden Sie hier Der Ansprechpartner der Deutschen Bahn ist hier vermerkt. Bei Ministerium und Bahn muss man oft mehrmals insistieren, die hoffen, dass Beschwerden in Vergessenheit geraten. 

Busbahnhof an der Hackerbrücke: Fahrt ins Leere

sueddeutsche

Als Luburic im Sommer 2007 seinen Mietvertrag für Büros im sogenannten Reisezentrum unterschrieb, hatte er noch die Worte des Immobilien-Vermittlers im Ohr: Täglich sei mit 8000 bis 10.000 Busreisenden zu rechnen. Der gesamte Reisebusverkehr und ein Großteil des Touristenbusverkehrs sollten im ZOB abgewickelt werden. Dazu kämen die 30.000 Pendler vom S-Bahnhof Hackerbrücke als Laufkundschaft. Die Räume im Reisezentrum des ZOB seien also ein idealer Standort für ein Reisebüro.

Finanzierungsvereinbarung 4-gleisigen Ausbau Müllheim-Auggen unterzeichnet

Presseinformation der Deutschen Bahn vom 21.1.2013
Bahn und Bund investieren 200 Millionen Euro in den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen
Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet
Planfeststellungsbeschluss im Sommer 2013 erwartet

(Freiburg, 21. Januar 2013) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und die Deutsche Bahn haben die Finanzierungsvereinbarung für den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen (Planfeststellungsabschnitt 9.0b) unterzeichnet. Rund 200 Millionen Euro werden Bahn und Bund in den nächsten Jahren in dieses Bauvorhaben investieren. Die Maßnahme umfasst den viergleisigen Ausbau der Strecke nördlich des Katzenbergtunnels auf einer Länge von rund sechs Kilometern.

Die ganze Presseinformation lesen Sie, wenn Sie auf den folgenden Link klicken. 

Bürgerbeteiligung für Anschluss an Brennerbasistunnel beginnt

abendzeitung-muenchen.de

7,973 Milliarden Euro? Was kostet die 2. Stammstrecke wirklich?

bild.de:

BILD zeigt den Steuerzahlern am Beispiel großer, öffentlicher Bauprojekte, worauf sie sich gefasst machen dürfen.

Durchschnittlich stiegen die Kosten bei den sechs Projekten von Land, Bahn und Stadt um 289,5 Prozent. Für den 2. Tunnel würde das 5,926 Milliarden Euro mehr bedeuten.

Er schlüge dann mit 7,973 Milliarden Euro zu Buche. Ein Preis, den eigentlich keiner zahlen will…

Teure Prestigebauten: Deutschlands nächste Milliardengräber

spiegel.de

 

Es sollte das nächste Großprojekt der Bahn nach „Stuttgart 21“ werden: Rund 130 Schienenkilometer in Form eines Y, die die Fahrt zwischen den beiden Hansestädten und Hannover verkürzen sollten. Die geschätzten Kosten lägen laut einem Gutachten des Umweltbundesamtes von 2010 bei bis zu vier Milliarden Euro. Schon diesen Preis ist das Projekt nach Meinung vieler Experten nicht wert. Mit Müh und Not brachte die Bahn die Y-Trasse in der Nutzen-Kosten-Analyse über eine Index-Zahl, unter der ein Projekt überhaupt nicht gebaut werden darf.

Lindau-München: Höchstgeschwindigkeit 159, nicht 160 km/h

Bild: Der aufgelassenen Bahnhof Hergensweiler an der Strecke Lindau-München. Foto: Udo Darenberg. Am 01.06.1985 hat der letzte Zug in Hergensweiler gehalten.

Nach dem Ausbau der Strecke Lindau-München dürfen die Züge nur 159 Kilometer pro Stunde verkehren, denn ansonsten müsste die Strecke kreuzungsfrei, d.h. ohne Bahnschranken ausgebaut werden. Das würde natürlich deutlich mehr kosten. 

Wehe, wenn ein Lokführer 1 km/h zu schnell fährt. Hier der Link zu schwaebische.de 18.1.2013. 

Im Kampf gegen Brüssel erzielt Rüdiger Grube erste Erfolge

IMG_2347-image073sueddeutsche.de:

Geht es nach EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, verlieren spätestens in zehn Jahren auch die letzten großen Eisenbahnen in Europa den Einfluss auf ihr nationales Schienennetz. Stattdessen sollen die Netze auf eine neutrale Stelle übertragen werden, die allen Bahn-Unternehmen gleichen Zugang gewährt. So würde auch verhindert, dass Geld aus dem öffentlich finanzierten Schienennetz an die Holding abfließt, um andere Konzerntöchter querzusubventionieren. Ein Vorwurf, der gerade gegen die Deutsche Bahn oft erhoben wird. Für sie wäre die Trennung ein radikaler Schnitt. Denn derzeit befinden sich sowohl das Netz als auch die Verkehrsunternehmen unter dem Holding-Dach der DB.

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