Archiv für August 2012

U4 und U5: U-Bahn-Projekte ohne Förderung

Nach Auskunft Hingerls hat das Baureferat bei den jährlichen Anmeldungen für die Förderprogramme stets auch die U-Bahn-Abschnitte Arabellapark-Englschalking und Laimer Platz-Pasing berücksichtigt. Für 2011 bis 2015 und 2012 bis 2016 jedoch ohne Erfolg. Zwar beteuert die Regierung von Oberbayern, die Anmeldungen unverändert an Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) weitergeleitet zu haben. Was danach passiert ist, entzieht sich allerdings der Kenntnis sowohl der Regierung wie auch des Baureferats. Tatsache sei: Entweder Zeil oder sein Amtskollege auf Bundesebene Peter Ramsauer (CSU) haben U4-Ost und U5-West aus den Listen gestrichen.

Stoibers legendäre Transrapid-Rede von 2002

Diese Rede ist noch immer hörenswert. Leider war der Transrapid nur eine Riesengeld- und Zeitverschwendung und seit 2005 haben wir Stillstand im München S-Bahnnetz. 

TGV mit Aussicht: Doppelstöckig unterwegs

Wegen der guten Auslastung der Zug-Verbindung von Stuttgart nach Paris werden die Kapazitäten erhöht. Vom 8. Dezember an wird der TGV zwischen den beiden Städten durch den neuen doppelstöckigen TGV Euroduplex ersetzt. „Wir erhöhen damit den Komfort und die Sitzplatzkapazität“, sagte Bahn-Sprecher Werner Graf am Dienstag in Stuttgart. Im TGV Euroduplex gibt es 510 Sitzplätze, bislang waren es 360.

Bau- und Planungszeiten für S4 Ausbau völlig unakzeptabel

Aus Süddeutsche Online von 7.8.2012. 

Nahverkehrsexperte Ralf Wiedenmann fordert einen schnelleren Ausbau der S-Bahn nach Fürstenfeldbruck. 

Detaillierte Pläne zum Flächenbedarf der beiden Bahnhöfe Lindau-Reutin und Lindau-Inselbahnhof

In der Schwäbischen Zeitung von 3.8.2012 sind detaillierte Pläne von der DB Netz AG veröffentlicht, welche Flächen die Bahn abgeben kann für andere Nutzungen. Damit könnte sich der Planungsprozess für die beiden Bahnhöfe beschleunigen.

Hier der Link zum Zeitungsartikel und hier der Link zu den Plänen. Damit ist zu hoffen, dass die Bahnhofslösung Lindau noch rechtzeitig zum Elektrifiizierungstermin Lindau-München und Lindau-Ulm fertig wird.

ÖBB – neue Wiener Flughafenschnellbahn ab 2015

Bis Dezember 2014 soll der neue Wiener Hauptbahnhof fertiggestellt und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Europa werden. Reisende können den Bahnhof schon ab kommendem Dezember nutzen.

Augsburg bekommt attraktive Mobilitätsdrehscheibe

Über Augsburg verkehren ICE, TGV und Railjets mit bedeutenden europäischen Zielen, etwa Wien und Budapest, Paris sowie nahezu alle großen deutschen Businessmetropolen. Die Stadtwerke bauen die Straßenbahnunterquerung mit unterirdischer Haltestelle, die Stadt den Fußweg und Zugang West zum Hauptbahnhof samt Rolltreppen, die DB sorgt für den barrierefreien Bahnsteigzugang  über Aufzüge in der neuen Verteilerebene. Ergänzend wird die DB einen neuen Bahnsteig F bauen sowie die bestehenden Bahnsteige sanieren. 

ÖBB stellen in der Ostregion auf Rechtsfahren um

Vom heutigen Donnerstag, 2. August bis zum 8. August sind über 120 Kundenlenker auf den frequenzstärksten Haltestellen und Bahnhöfen der Ostregion im Einsatz, teilt die ÖBB mit. Sie stehen den Kunden für alle Fragen rund um die bevorstehende Umstellung auf Rechtsfahren zur Verfügung und verteilen tausende Informationsfolder. Auch die Durchsagen in Zügen und auf Bahnhöfen werden verstärkt. Bereits seit April wird in den Bahnhöfen und und Haltestellen über Infoplakate, Folder, Monitore, Fahrkartenautomaten und im Internet informiert.

BAYERN-TAKT nach Feuchtwangen und Dinkelsbühl“

Die Reaktivierung der „Hesselbergbahn“ vom mittelfränkischen Dombühl über Feuchtwangen nach Dinkelsbühl wird konkret. Nachdem eine neue Studie ausreichend großes Nachfragepotenzial aufzeigt und sobald die bayernweit einheitlichen Reaktivierungskriterien vollständig erfüllt sind, ist das Bayerische Verkehrsministerium zur Bestellung eines stündlichen Regionalverkehrs bereit. Dombühl soll zudem an die S-Bahn Nürnberg angeschlossen werden.

Bürgerinitiative will noch mehr Bahnhof in Lindau-Reutin

Lindau Rainer Rothfuß und Jean-Christophe Thieke, die Vordenker der Bürgerinitiative Hauptbahnhof Reutin mit Bahnstation Insel, sind nicht unzufrieden mit den neuen Vorschlägen der Bahn AG für zwei Bahnhöfe in Lindau. Es gebe zwar noch Bedarf für Nachbesserungen der Bahner, aber man sei auf dem richtigen Weg.

Neue Hoffnung für Elektrifizierung Lindau-München präzisiert

Nachdem ich am 22. April 2012 vor einer erneuten Verzögerung der Elektrifizierung der Bahnstrecke Lindau-München gewarnt habe, kommt nun vielleicht wieder Bewegung in den Bahnausbau. Gemäss einer Presseerklärung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) schafft die SBB für die Gotthardlinie für den Zeitraum 2014-2018 acht neue Neigezüge ETR 610 an. Nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels werden diese Züge jedoch überflüssig und könnten dann auf der Strecke München-Lindau-Zürich-Genf zum Einsatz kommen. Das Problem ist allerdings, dass der ETR 610 zwar die Zulassung für Deutschland, aber nur, wenn die Neigetechnik ausgeschaltet ist. Dies hat uns die Presseerklärung der SBB leider nicht im Detail ausgedeutscht. Allerdings finden gemäss SBB noch Testfahrten in Deutschland statt, und die SBB hoffen, dass der ETR 610 die Zulassung für Fahrten bei eingeschalteter Neigetechnik demnächst erhält. 

Warum könnte das für den Baufortschritt der Elektrifizierung München-Lindau so wichtig sein? Derzeit sind die Planungen blockiert, weil die Frage des Rollmaterialeinsatzes auf dieser Strecke noch geklärt werden muss (siehe erneut den Rialblog-Artikel vom 22. April). Und gemäss der Presseeklärung hat dieser Zug ETR 610 bereits die Zulassung in Deutschland. Solange das Rollmaterial nicht feststeht, sind die genauen Fahrzeiten nicht bekannt, und auch die Kreuzungsstellen müssen eventuell angepasst werden. Ich werde noch heute ein Mail an das Schweizer Bundesamt für Verkehr abschicken, und danach fragen, wie denn der Stand der Diskussionen der tri-nationalen Kommission (Deutschland, Österreich, Schweiz) zur Frage des Rollmaterials ist. Sofern die Antwort nicht vertraulich ist, werde ich in diesem Medium erneut berichten. 

Weitere EU-Mittel für Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke von Reichenbach nach Hof

Ramsauer:

„Der Ausbau des Schienennetzes in Sachsen geht weiter voran. Die Europäische Kommission beteiligt sich mit weiteren 22 Millionen Euro am Ausbau der Eisenbahnstrecke von Reichenbach nach Hof.“

Der Abschnitt zwischen Reichenbach und Hof wird als Teil der Gesamtstrecke Nürnberg – Marktredwitz

– Reichenbach und an die Grenze von Deutschland und Tschechien ausgebaut. Zwischen Dresden bzw. Leipzig und Hof soll ab 2013 ein durchgehender elektrischer Betrieb ermöglicht werden. Insgesamt 74 Kilometer Strecke werden elektrifiziert.  Damit werden die Fahrtzeiten im Güterverkehr um bis zu 20 Minuten verringert.

Insgesamt liegen die Investitionskosten bei rund 120 Millionen Euro, Bund und EU tragen gemeinsam rund 100 Millionen Euro bei.

Auch die Strecke zwischen Hof und Nürnberg soll elektrifiziert werden. Dadurch wird ein umspannfreier Güterzugverkehr für die Hauptachse von Nord-, Ost- und Mitteldeutschland bis nach München bzw. zum Brenner geschaffen.

S7 Geretsried: Planfeststellungsbeschluss Ende 2013. Inbetriebnahme frühestens 2017

Gemäss einer am 17. Juli 2012 veröffentlichen Präsentation der Bayerischen Eisenbahngesellschaft wird mir einem Planfeststellungsbeschluss bis Ende 2013 und danach mit einer mindestens vierjährigen Bauzeit gerechnet. Dabei war früher einmal von einer Inbetriebnahme 2009 die Rede. Die Strecke von Wolfratshausen nach Geretsried ist nur 8 km lang. Für den Bau einer eingleisigen Strecke von 2 km Länge braucht die Bahn also ein Jahr. Nicht wirklich eine Meisterleistung für ein Bundesland, das sich als wirtschaftlicher Musterknabe versteht. Das 13-Punkte-Sofortprogramm – die Verlängerung der S7 ist Teil davon – ist eine Mogelpackung. Sofort heisst unverzüglich, ohne zeitliche Verzögerung. Kein Wähler wird ein Projekt in diesem Schneckentempo als Sofortprogramm bezeichnen! Pendler wacht auf! Diese Staatsregierung bringt eure Interessen nicht voran. Beschwert euch bei Wirtschaftsminister Zeil und bei euren Landtagsabgeordneten. Oder wollen Sie noch acht Jahre warten auf ein Projekt, das schon vor drei Jahren hätte fertig sein sollen?

BOB will als Bahn- Konkurrenz will durch die zweite Röhre (2. S- Bahn- Stammstrecke)

berichtet der Münchner Merkur im Lokalteil vom 02. August 2012. Mit den 160 km/h schnellen Zügen, die ab 15. Dezember 2013 im Rosenheimer E- Netz verkehren, unter anderem von Salzburg nach München. Der Chef der bayerischen Oberlandbahn (BOB) Seger will, dass diese Züge künftig den 2. Tunnel auf der 2. Stammstrecke für die S- Bahn München nutzen können.

„Technisch aber wäre die Abkürzung durch den Tunnel derzeit nicht möglich“ heißt es in dem Artikel. „Die Bahnsteige sind lediglich 210 Meter lang“. Die Züge der BOB hätten bei aneinander gekoppelten Triebwägen im Pendlerverkehr mit 999 Sitzplätzen hingegen rund 320 Meter Länge.

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Städtetag befürchtet Aus für Nahverkehrsprojekte

In den kommenden Jahren sollen in Bayern mehrere Großprojekte umgesetzt werden wie ein Straßenbahnprojekt zwischen Neu-Ulm und Ulm oder der Ausbau der S-Bahnstammstrecke in München sowie die geplante Stadtumlandbahn von Nürnberg nach Erlangen und Herzogenaurach. Bundeszuschüsse im Rahmen der Gemeindeverkehrsfinanzierung würden aber nur bis 2019 fließen. «Das liegt außerhalb jeder Realität. Keine Stadt der Welt, nicht einmal das reiche München, kann eine U-Bahn alleine ohne Zuschüsse bauen», sagte Maly.

Grund sei die seit der Föderalismusreform II im Jahr 2009 zwischen Bund und Land vereinbarte Neuordnung der Zuständigkeiten. Diese «müsse neu verhandelt werden», sagte Maly und räumte ein: «Das ist relativ schwer, nachdem man sie als Mutter aller Reformen gefeiert hat.»

In der S 2 zwischen Poing und Ostbahnhof bleibt's eng

Die Forderungen der Anrainergemeinden (Poing, Markt Schwaben, Feldkirchen und Kirchheim-Heimstetten) der S-Bahnlinie 2, Streckenabschnitt Ost, klingen eigentlich nicht sonderlich kompliziert: Bitte, liebe Deutsche Bahn, setze zu den Stoßzeiten doch Langzüge ein, damit die stetig ansteigende Zahl der Pendler aus dem Osten nach München und zurück ausreichend Platz findet. Seit Jahren gehen die Bürgermeister der Bahn AG bzw. der DB Regio AG damit auf die Nerven, seit Jahren stellt sich der Konzern taub.

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