Archiv für Juni 2012

Berlin: Bahn fordert Schadenersatz nach Flughafen-Debakel

„Allein dass wir nicht den fahrplanmäßigen Betrieb (des Flughafenzubringers; Red.) aufnehmen, führt bei unserer Konzerntochter Station & Service AG zu einem monatlichen Ausfall von rund 620.000 Euro. Hinzu kommt, dass wir einige Züge auch ohne Flughafenbetrieb und Passagiere zwischen Airport und Innenstadt verkehren lassen müssen“, sagte Grube. Die Touren seien nötig, weil die Strecke von der Innenstadt zum Flughafen dreimal täglich befahren werden müsse, um die Belüftung der Tunnel zu gewährleisten. Die genannten Kosten stellten nur einen Teil des Schadens dar, den die Bahn durch die Verschiebung der Inbetriebnahme hat. Der Konzern hatte die pünktliche Eröffnung des Zubringers nur mit großer Mühe sicherstellen können, so fehlten lange Zeit die benötigten Zügen, weil die bestellten Bahnen aufgrund technischer Mängel keine Zulassung bekommen hatten.

Ein Bahnhof als Hochsicherheitszone

Jedes Wochenende wird Hannovers Hauptbahnhof zu Deutschlands größtem Drehkreuz für Fußballfans – manche rauschen friedlich durch, andere prügeln sich mit der Polizei.

Den Poingern reicht's: Die Züge der S2 sollen endlich länger werden

Das Problem ist nicht neu. Auch nicht, dass die Gemeinde Poing zusammen mit weiteren Anrainer-Kommunen entlang des S2-Astes zwischen Ostbahnhof und Markt Schwaben für Verbesserungen bei der S-Bahn kämpft. Weil immer mehr Menschen in den Osten von München ziehen, dort immer weitere Neubaugebiete ausgewiesen werden und sich hier auch stets neue Unternehmen ansiedeln, müsse das Angebot der S2 für die Pendler attraktiver werden – so lautet die Begründung der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim, Markt Schwaben und Poing für ihren gemeinsamen Kampf für eine bessere S-Bahnverbindung nach München und zurück.

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„Neue Züge und höhere Qualität für die Fahrgäste zwischen Franken und der Main-Metropole“

MÜNCHEN                   Bayern und Hessen schreiben die Nahverkehrsleistungen Main-Spessart neu aus. Es handelt sich dabei um den stündlichen Expressverkehr zwischen Frankfurt (Main) Hbf, Aschaffenburg und Würzburg. Jede zweite Stunde werden die Züge über Würzburg hinaus nach Schweinfurt bis Bamberg weiterfahren. Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil unterstreicht: „Der Expressverkehr zwischen Franken und der Main-Metropole wird ab Ende 2015 eine ganz neue Qualität aufweisen. Wir verlangen vom künftigen Betreiber fabrikneue Fahrzeuge und 25 Prozent mehr Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit.“

 

 

 

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums plant, finanziert und kontrolliert, gibt heute gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) den Startschuss für das Verfahren. 17 Prozent der Verkehre liegen im hessischen Landesgebiet, 83 Prozent in Bayern. Der neue Vertrag soll im Dezember 2015 beginnen und sieht eine Laufzeit von zwölf Jahren vor.

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Flughafen-Geld für die Stammstrecke

Die dritte Startbahn ist zwar gestorben, aber für ein anderes Münchner Großprojekt zeichnet sich eine Lösung ab: Ministerpräsident Seehofer will Gesellschafterdarlehen in den Bau des S-Bahn-Tunnels stecken – auch OB Ude ist in den Plan eingeweiht.

Bund, Freistaat und Landeshauptstadt hatten dem Flughafen vor Jahren insgesamt 1,276 Milliarden Euro geliehen, um einen Airport im Erdinger Moos zu bauen. Im Jahr 2005 floss über die Hälfte des Geldes zurück – aber nicht alles. Heute schuldet der Flughafen dem Freistaat noch 250,5 Millionen Euro, dem Bund 127,7 und der Stadt 113,7. Zusammen macht das 491,9 Millionen Euro. Dieses Geld, so die Idee, soll in den Bau der zweiten Stammstrecke gepumpt werden.

Stünde dieses Geld komplett für die zweite Stammstrecke zur Verfügung, würde die Finanzlücke also mit einem Mal auf vergleichsweise überschaubare 200 Millionen Euro abschmelzen. Und was würde die Rückzahlung des Darlehens für den Airport selbst bedeuten? Flughafen-Chef Michael Kerkloh gab sich im Gespräch mit der AZ gelassen, was diese Frage angeht. „Das Darlehen können wir jetzt schon zurückzahlen“, sagte er. „Die Gesellschafter müssen es nur fordern.“

Willkommen in der Hauptstadt der Bewegungslosigkeit, wo alles boykottiert wird – und am vergangenen Sonntag angeblich nicht weniger als die Zukunft Münchens, Bayerns, ach was, des ganzen Industriestandorts Deutschlands per Bürgerentscheid zu Grabe getragen wurde.

Flughafen Millionen für die zweite Stammstrecke

Finanzminister Markus Söder (CSU) schlug am Mittwoch vor, ein 500-Millionen-Euro-Darlehen vom Flughafen zurückzufordern und das Geld in den S-Bahn-Ausbau zu stecken. „Freistaat, Bund und Stadt könnten zusammen operieren und könnten die Finanzierungslücke bei der zweiten Stammstrecke auf einen Schlag deutlich verringern“, sagte Söder am Rande einer CSU-Fraktionssitzung. „Das wäre ein sehr wuchtiges Signal.“ Dann müsse lediglich noch der Bund etwas drauflegen. Insgesamt fehlen zur Finanzierung der zweiten Stammstrecke derzeit noch rund 700 Millionen Euro.

U-Bahn-Netze Unter der Erde sind alle wie Berlin

Berlin, Paris, New York, Tokio: Die großen Weltstädte sind sehr verschieden – doch ihre U-Bahn-Netze weisen verblüffende Ähnlichkeiten auf. Forscher glauben, dass dahinter Evolutionsprozesse stecken. Diese führen offenbar zwangsläufig zu bestimmten Strukturen.

Ude will Geld vom Flughafen zurück

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erneuerte seine Forderung an den Bund, den Verkehrshaushalt deutlich aufzustocken – wovon auch Bayern profitieren würde. Dafür werde er sich einsetzen. „Wir wollen keine Extrawurst Bayern haben. Aber wenn es insgesamt eine Milliarde mehr für alle Bundesländer gäbe, würde das rund 150 Millionen Euro mehr für Bayern im Jahr bedeuten“, sagte Seehofer der Süddeutschen Zeitung. Damit könnte man auch Projekte wie die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München verwirklichen, erläuterte er.

MVG nimmt sich Nürnberg zum Vorbild

Herbert König, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), will Münchens Busse und Bahnen nach einem neuen Tarifmodell betreiben und einen Stadttarif einführen (wir berichteten). König verweist dabei auf Nürnberg: Dort wurden in die Verbundtarife neue – und deutlich höhere – Fahrpreise für den Stadtverkehr eingeschoben.

Brennende Lärmschutzwand in Vaterstetten

Auf Wunsch der Gemeinde Vaterstetten errichtete die Bahn 2003/2004 die Holzwand mit einer Füllung aus Stohballen im Zuge des viergleisigen Ausbaus der S-Bahn-Strecke nach Zorneding.

Seehofer: Wir wollen die Stammstrecke, wir wollen auch den Ausbau der Äste um München herum

Jetzt will der Ministerpräsident das Geld offenbar doch bei Parteifreund Ramsauer holen. „Wir versuchen als Staatsregierung, bei der Aufstellung des Bundeshaushalts 2013 und im Zuge der Beratungen zum Fiskalpakt doch noch mehr Geld für den Verkehrshaushalt zu bekommen“, kündigte Seehofer an.

Diese Mittel sollten vernünftig zwischen Nah- und Fernverkehrsprojekte aufgeteilt werden – und eben auch für den S-Bahn-Tunnel verwendet werden. „Dann bräuchten wir die Vorfinanzierung der Landeshauptstadt nicht“, sagte Seehofer. Dies sei die einzige Möglichkeit, „noch in dieser Dekade das Projekt zu verwirklichen, wenn die Stadt München nicht mitmacht“. Ob eine Erhöhung des Etats gelinge, werde sich aber erst in einigen Wochen zeigen.

Nach dem Bürgerentscheid: Eisenbahn statt Startbahn?

Den Anstoß dazu gibt ausgerechnet Flughafen-Chef Michael Kerkloh. „Wir sind die ersten, die auf Flüge nach Nürnberg verzichten könnten“, sagte er im tz-Interview. Im Landtag stellte er sogar Verbindungen nach Frankfurt und Berlin in Frage. „Dazu muss aber eine leistungsfähige Schienenanbindung her.“ Dann hätte er mehr Platz für dicke Brummer nach Fernost. Außerdem könnten Passagiere und Mitarbeiter jenseits von München leichter zum Flughafen gelangen.

Die Landtags-SPD fordert von der Staatsregierung jetzt, die Energie in die Schiene statt in die Startbahn zu stecken. Geld wäre da, wenn der Flughafen die Baukosten von 1,2 Milliarden Euro spart.

Städtebund Inn-Salzach: Wollen Bund und Bahn überhaupt den Bahnausbau?

„Wollen Bund und Bahn überhaupt noch den Bahnausbau von München über Mühldorf nach Salzburg?“ fragen die Rathauschefs und weiter heißt es:

„Immer häufiger wird darauf in der Bevölkerung mit NEIN geantwortet. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern auch nicht zu verdenken, da die Vorplanung, die lediglich 8 Mio. kostet, immer noch nicht beauftragt ist.

Im August 2011 wurde angekündigt, dass die Vereinbarung zeitnah unterzeichnet wird. Einige Monate später, im Januar 2012, hieß es baldmöglichst. Bei der ChemDelta- Präsentation im März wurde die Einigung zwischen Bahn und Bund verkündet.

Die Unterzeichnung der 8 Millionen-Vereinbarung, angesichts der Milliardengröße des Verkehrshaushaltes ein eher geringer Betrag, wird uns von Niemanden bestätigt. Wir wenden uns deshalb mit der Bitte an Sie aufzuzeigen, wie der Bahnausbau zwischen München nach Salzburg über Mühldorf umgesetzt wird. Im Schulterschluss mit der bahnabhängigen chemischen Industrie im Wirtschaftsraum Inn-Salzach zeigen wir auf, wie existentiell der Bahnausbau ist.

Der Zug der Zukunft verstopft die Bahnhöfe

Schneller, effizienter, leiser: Er rast mit Tempo 400 durchs Land mit 1.600 Menschen an Bord. Doch der Zug der Zukunft hat ein Problem – Deutschlands Bahn-Infrastruktur.

Allein über die Bremse zum Beispiel können die Zukunftszüge um bis zu ein Drittel effizienter werden, so Hecht: „Die gängige Bremse ist momentan die Luftbremse, die freigesetzte Energie verpufft als Wärme in die Umwelt. Mit einer elektrisch regenerativen Bremse sparen wir dagegen bis zu 30 Prozent der benötigten Energie ein.“ Beim Hochgeschwindigkeitszug des DLR treiben Elektromotoren die Lokomotive an, die beim Bremsen als Generatoren funktionieren und Strom produzieren. „Und diesen speisen wir entweder ins Stromnetz zurück oder speichern ihn an Bord, damit er gleich vor Ort wiederverwertet werden kann“, ergänzt Winter. Das erfordere jedoch auch neue Speichermöglichkeiten im Zug, denn die bisherigen Batterien reichen hierfür einfach noch nicht aus. „Beim Bremsen entstehen keine kleinen Mengen. Wir brauchen daher vorerst vor allem im Netz Abnehmer – ähnlich wie bei der Windkraft. Es nützt nichts, diesen Strom zu erzeugen, wenn es dafür keine Nutzer oder Speicher gibt“, so der DLR-Ingenieur.

Das sind Bayerns ungeliebte Großprojekte

2. Stammstrecke S-Bahn München. Der Bedarf einer zweiten Schienenstrecke zwischen Pasing/Laim und Ostbahnhof ist unstrittig. Dass es ein Tunnel östlich der bestehenden Stammstrecke sein muss, daran gibt es große Zweifel. Außerdem laufen die Planer andauernd Kostensteigerungen hinterher – dabei ist die Finanzierung ohnehin ungeklärt. Jetzt soll das Verkehrsministerium parallel Sofortmaßnahmen zur Ertüchtigung der S-Bahn-Strecke vorschlagen.

Prognose: Der 2. Tunnel kommt nicht

Erweitertes Bahnangebot in Nordbayern

Zum Fahrplanwechsel am 09. Dezember 2012 wird agilis in Nordbayern eine wei­tere Linie bedienen: Dann kommt in einer zweiten Stufe des Ober­franken-Netzes das Angebot um die Ver­bin­dung Hof – Markt­red­witz erwei­tert.

Zugstrecke München-Lenggries: BOB kann noch Konkurrenz bekommen

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) kann sich vorstellen, die Ausschreibungsmodalitäten für die Strecken im Oberland zu modifizieren und die Übernahme der Integralzüge als Bedingung für den Zuschlag aus dem Konzept zu nehmen. Dies würde unter Umständen die Wettbewerbssituation völlig verändern, nachdem die Deutsche Bahn wegen des Integral-Vorbehalts auf eine Bewerbung verzichtet hatte.


BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka bestätigte auf SZ-Nachfrage derartige Überlegungen. Er betonte jedoch, diese würden nur relevant, falls die BEG den Bietern der ersten Ausschreibung den Zuschlag, etwa wegen nicht erfüllter Mindestanforderungen, versagen müsste. An der jetzigen Ausschreibung werde man aber nichts ändern. Das Wettbewerbsverfahren läuft noch bis 2. Juli.

40 Jahre S-Bahn Jubiläum: Vom Elan von einst ist nichts mehr zu spüren.

Vor 40 Jahren konnte München und die Region stolz auf die S-Bahn sein. Dies brachte das Plakat zum Ausdruck: „Woanders baut man noch. München fährt“. 


Quelle: Eigenes Foto. Das Plakat hatte ich damals vom MVV bezogen und damit die Wand des Kellers „tapeziert“. 

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Pro Bahn: Nach Aus für 3. Startbahn Flughafenanbidnung per Bahn vorantreiben

Nach dem Aus für die 3. Startbahn am Münchner Flughafen fordert der
Fahrgastverband PRO BAHN, mit den jetzt freigewordenen Mitteln die
Schienenanbindung des Flughafens zu stärken. “Mit einem Teil der
1,2 Milliarden Euro des Flughafens läßt sich die Infrastruktur sowohl
für die Express-Anbindung entlang der S1 als auch ein 10-Minuten-Takt
auf der S8 finanzieren” so Andreas Barth, Münchner Sprecher des
bundesweiten Verbandes. Damit könnte der Flughafen auch ohne 3.
Startbahn gestärkt werden, und die Netzwirkung zwischen Eisenbahn und
Flugverkehr verbessert werden.

Für die Express-Anbindung sind eigene Gleise zwischen Feldmoching und
Neufahrn notwendig. Für einen 10-Minuten-Takt der S8 muss die
S-Bahn vom Güterverkehr zwischen Daglfing und Johanneskirchen getrennt
werden. Für beide Projekte fehlt derzeit das Geld, obwohl sie sinnvoll
sind.

 

Aus der Sicht der Region Südostbayern sollte zudem der sofortige Bau des Erdinger S- Bahn- Ringschlusses zwischen Erding und dem Flughafen in die Wege geleitet werden mit dem Bau der Walpertskirchener Spange. Diese soll irgendwann die Mühldorfer Bahnlinie mit der Stadt Erding und dem Flughafen München verbinden.

 

 

Grafik-Quelle: Bayerisches Verkehrsministerium

 

 

Brennerbasistunnel: Strich auf der Landkarte

In Bayern geht nichts voran: Während die Österreicher ihren Teil des Brennerbasistunnel bald fertig haben, ist der Widerstand in Deutschland enorm. Jetzt will der Bund mit den Planungen für den Brennerzulauf beginnen. Doch es droht noch eine neue Front gegen das Projekt.

Die haben in toller Weise vorgemacht, wie so etwas geht. Solche Standards erwarten wir auch bei uns“, sagt Wolfgang Berthaler aus Flintsbach, Sprecher der Bürgermeister im bayerischen Inntal. Sie sind allesamt CSU-Mitglieder, und mit ihrem CSU-Verkehrsminister schon im Vorfeld heftig aneinandergeraten, als Ramsauer zwischen München und Kufstein nur einen Tunnel ankündigte – im Münchner Umland. Man werde konstruktiv mitarbeiten, aber auch „mit Argusaugen“ die Planung verfolgen, kündigt Berthaler an. Um dann klarzustellen, dass es „einen Volksaufstand“ im bayerischen Inntal geben werde, wenn die erwarteten zwei neue Gleise einfach neben die schon bestehenden gebaut würden.

Bahnausbau Mühldorf- Tüßling ins Chemiedreieck: Weitere Verzögerungen?

Wie aus Behördenkreisen zu vernehmen ist und Bürgermeister der Region in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Ramsauer und Bahnchef Grube äußerten, zwickt es beim Ausbau der Bahn zwischen Mühldorf und Tüßling!

Eigentlich sollte hier im Jahr 2013 Baurecht herrschen, Minister Ramsauer und die heimischen CSU- Größen hatten sich bereits auf einen wahlkampftaktischen Spatenstich- Event gefreut.

Doch nun soll es beim Planfeststellungsverfahren Probleme geben. Zudem gibt es in München seit langem Gerüchte, die Beamten der Regierung von Oberbayern wären so sehr mit dem 2. Tunnel für die S- Bahn in München beschäftigt, dass ihnen für andere Bahnvorhaben in Oberbayern kaum Zeit und Freiraum bliebe.

Der Termin der Fertigstellung, das Jahr 2016, soll unmöglich einzuhalten sein, schrieben die Bürgermeister. Peinlich für die Regierungen in Berlin und München, wenn die angepeilte Zeremonie nicht stattfinden könnte.

Am Rande notiert: Die langen Wege zum Flughafen- trotz 3. Startbahn!

Am kommenden Sonntag findet in München der Bürgerentscheid zum Bau der 3. Startbahn am Münchner Flughafen statt. Befürworter und Gegner kämpfen heftig um jede Stimme, an Straßenständen und auf öffentlichen Veranstaltungen. Über 100.000 Münchner haben bereits Briefwahlunterlagen angefordert, alleine durch diese Zahl scheint die gesetzlich geforderte Mindestteilnahme fast erreicht.

Ein erfahrener und anerkannter Wirtschaftsjournalist der Passauer Neuen Presse kommentierte dieser Tage den Bau der 3. Startbahn am Flughafen als „Luftnummer für das Hinterland?“.

In seinem Kommentar verwies er darauf, dass aus Burghausen „der größte Teil der Kerosins für Flugzeuge“ komme, aus Gendorf „das Enteisungsmittel für Rumpf und Tragflächen“ und aus Buchbach und Burghausen „das Knowhow und die Bauleistung der E- Technik an den Terminals“. Das alles lobte der Journalist.

Nur die Anbindung des Flughafens… Aber selbst die sei zu verzeihen, wenn die Passagiere aus dem Hinterland des Flughafens auf „etwas umständlich über urtümplicher und umwegreicher“ Anbindung per Bahn und Straße kommen.

Dann warf er ein Augenmerk auf die vielen Beschäftigten am Flughafen. Deren Wohnraum sich im Hinterland finden könnte!

Er schrieb: „Exakt! Aus dieser Sicht bleibt das Jobwachstum am Flughafen eine Luftnummer solange nicht die ewig versprochene Bahnanbindung (..) gebaut wird“.

Schweiz: 64% der Güter werden per Bahn durch die Alpen transportiert

Rekordjahr für den alpenquerenden Güterverkehr

Bern, 16.03.2012 – Der alpenquerende Güterverkehr setzte seinen Wachstumskurs 2011 fort. Auf der Schiene wurden 25,6 Millionen Tonnen Güter transportiert, so viel wie nie zuvor. Insgesamt wurden auf Schiene und Strasse zusammen erstmals über 40 Millionen Tonnen Güter durch die Schweizer Alpen befördert, obwohl im zweiten Semester die konjunkturelle Abkühlung in Europa eine spürbare Verlangsamung bewirkte. 2011 blieb die Zahl der alpenquerenden Lastwagenfahrten stabil. Die Schiene konnte ihren Anteil am Modalsplit erneut steigern. Dieser liegt nun bei 63,9 Prozent.

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Finanzierungsnotstand betrifft nicht nur Münchner S-Bahn, sondern Nahverkehr in Deutschland generell

Nicht nur die Münchner S-Bahn, der deutsche Nahverkehr insgesamt ist chronisch unterfinanziert. Viele Bahnen gehören auf den Schrottplatz, den Städten fehlen Milliarden für die Netzsanierung, erste Strecken werden stillgelegt. Der Leidtragende ist der Kunde. Dies schreibt nicht etwa ein Lobbyist, sondern zwei führende Wirtschaftsblätter Deutschlands, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche. Details siehe: Handelsblatt Online, 11.06.2012 und Wirtschaftswoche, 11.06.2012

In der Schweiz dagegen wurde eine Finanzierungsvorlage für den Schienenverkehr ohne grosse Opposition soeben von beiden Parlamenten (Nationalrat und Ständerat) verabschiedet. Es sieht Ausgaben für die Infrastruktur von 9.45 Mrd. Schweizer Franken über den Zeitraum 2013-2016 vor also durchschnittlich 2.4 Mrd. Schweizer Franken pro Jahr. 

Die Ausgaben von Deutschland für die Schieneninfrastruktur für Fern- und Nahverkehr sind viel zu gering. Siehe meinen Railblog-Beitrag. Und was machen unsere Regierungen in Bayern und im Bund? Ausser den Schwarzen Peter zwischen Bund, Land, Stadt und Landkreisen hin- und herzuschieben nichts.  Ich fordere Sie deshalb auf, beim Bundesminister für Verkehr, Peter Ramsauer, und/oder beim Bundestagsausschuss für Verkehr zu protestieren. Schreiben Sie Leserbriefe an die Zeitung und lassen Sie sich den Stillstand beim öffentlichen Verkehr nicht länger bieten. Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Arbeiten ist hier abschreiben erlaubt und erwünscht.  

Endlich: Tram 19 soll zum Pasinger Bahnhof fahren

SZ Online, 14.6.2012: Ein Geburtsfehler des Pasinger Nahverkehrs wird behoben: Bis Ende 2013 wird die Tramlinie 19 zum Pasinger Bahnhof fahren. „Damit“, so MVG-Chef Herbert König, „wird ein Geburtsfehler im Pasinger Nahverkehr behoben“. Denn optimal verknüpft sind die MVG-Trambahnen mit den Linien der Deutschen Bahn im Münchner Westen ganz und gar nicht. Bislang endet die 19er-Tram am Pasinger Marienplatz; wer etwa in die S-Bahn umsteigen will, muss knapp 300 Meter Fußweg bis zum Bahnhof zurücklegen.

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