Fernverkehr Bayern

Program Nördliche Erweiterung Bahnhof Pasing, neuer Fernbahnsteig

Ergänzend zu den Informationen auf bahnausbau-muenchen.de zum Projekt München-Pasing Neubau eines Nordbahnsteige: www.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=95 erhielt ich vom Kommunikationsteam Bahnausbau München die folgenden Informationen: – Das Gleis 11 bleibt als Durchfahrtsgleis bestehen. – Der neue Bahnsteig wird in Lage des heutigen Gleis 13 errichtet. Hierzu wird das Gleis 13 zurückgebaut. – Eine Leistungssteigerung im Rahmen des Vorhabens Halbstundentakt (HST) München Pasing Nordbahnsteig ist grundsätzlich nur für die Relation von/nach Augsburg gegeben. – Es ist nicht vorgesehen, den gesamten Regional- und Fernverkehr ins Allgäu künftig über den bestehenden und/oder künftigen Fernbahnsteig (Gleise 9-10, 12 und 14) abzuwickeln. – Grundsätzlich verbleiben die ECEs Richtung Zürich weiterhin im Starnberger Flügelbahnhof. – Es ist auch weiterhin geplant, dass der neue nördliche Bahnsteig auch den Regional-S-Bahnen (von/nach Augsburg, perspektivisch auch von/nach Buchloe denkbar) dient. – Eine Weichenverbindung von den Gleisen 9-14 zur S-Bahnstammstrecke ist im Zuge der Maßnahme nicht geplant. – Die Maßnahme „Bahnhof Pasing – nördliche Erweiterung mit Anschluss an die 2. Stammstrecke“ wird derzeit im Programm „Bahnausbau Region München“ auf verkehrliche Wirksamkeit, bautechnische Machbarkeit und wirtschaftliche Darstellbarkeit untersucht. – Für den Nordbahnsteig in München Pasing ist eine Bahnsteighöhe von 76 cm geplant. -S ofern eine Verlängerung der 2. S-Bahn-Stammstrecke bis Pasing erfolgt, kann der neue nördliche Bahnsteig grundsätzlich auch einer Kapazitätserhöhung zwischen Pasing und Laim für eine Verdichtung des S-Bahn-Verkehrs dienen.

Kommunen fordern mehr Tunnel für Brenner-Nordzulauf | Bayern

Merkur, 23.9.21: Kommunen fordern mehr Tunnel für Brenner-Nordzulauf | Bayern
www.merkur.de/bayern/kommunen-fordern-mehr-tunnel-fuer-brenner-nordzulauf-zr-90997449.html

Neuer Bahn-Tunnel am Flughafen: Wieder ein Meilenstein & der Rest? Hopp, hopp, hopp, wir fahren mit der …

Ein Kommentar von M. Wengler

Ach ja… Die Flughafen-Anbindung der Bahn. Jetzt feiern sie sich wieder. Die Berufs-Politiker. Kurz vor der Wahl… Der Tunnel ist fertig, unter dem einzigen Flughafen der Welt, der nur gut aus der Luft zu erreichen ist. Zumindest aus der Sicht des ’nahen Ostens‘, hinter Markt Schwaben, der Flughafen Franz-Josef Strauß, da draußen, im Erdinger Moos.
Glaube versetzt bekanntlich Berge. Aber der Glaube an die Politik offenbart immer nur große „Meilensteine“, die dann nicht so ganz eine „Meile“ ausmachen… Der Flughafen oder München erreichbar im Fernverkehr auf der großen Magistrale von Paris bis Wien/Budapest. Man muss sagen: Was für eine jahrzehntelange Lüge!

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BAHNTUNNEL AM FLUGHAFEN Kommentar: Viele schwierige Großbaustellen

www.merkur.de/lokales/erding/flughafen-muenchen-ort60188/bahntunnel-am-flughafen-kommentar-viele-schwierige-grossbaustellen-90986797.html

Brenner-Nordzulauf: Kritiker könnten Preis so lange in die Höhe treiben, bis das Projekt stirbt

www.merkur.de/bayern/am-ende-koennte-es-am-geld-scheitern-dirk-walter-90459228.html

BBT: Deutsche Bahn will Verlauf der Brenner-Nordzulaufstrecke vorlegen – Tirol

BBT: Deutsche Bahn will Verlauf der Brenner-Nordzulaufstrecke vorlegen – Tirol Mein Bezirk.at, 8.4.21:
www.meinbezirk.at/tirol/c-politik/deutsche-bahn-will-verlauf-der-brenner-nordzulaufstrecke-vorlegen_a4570637

Exklusiv: Brenner-Zugstrecke durch Oberbayern – Scheuer lässt Tunnel-Lösung prüfen | Bayern

Merkur, 21,3.21: Bayern: Exklusiv: Brenner-Zugstrecke durch Oberbayern – Scheuer lässt Tunnel-Lösung prüfen | Bayern
www.merkur.de/bayern/brenner-bayern-zulauf-zugstrecke-bahn-scheuer-tunnel-rosenheim-inn-planung-aktuell-news-90254124.html

Suezkanal, Evergreen & die Südostbayernbahn im nahen Osten

Kairo/Mühldorf/München. Mancher Bahnkunde der Mühldorfer Südostbayernbahn dürfte sich dieser Tage bei den Meldungen über ein Schiff namens „ever given“ im ägyptischen Suezkanal an diverse Bahn-Erlebnisse mit der Südostbayernbahn auf Bayerns am meisten befahrener, immer noch eingleisiger und nicht-elektrifizierter Bahnlinie zwischen Mühldorf und Münchner erinnert haben.
Wenn ein liegengebliebener Zug, aus welchen betriebs- oder technischen Gründen auch immer, den kompletten Fahrplan zur Makulatur machte. Oder als ein Lkw eine Bahn-Brücke über die A99 rammte. Wenn es vorne und hinten nicht mehr weiterging und sich die Züge stauten…
Langjährige Pendler werden sich noch an die Brücken-Bauarbeiten im Bereich Altmühldorf erinnern, im Rahmen des zweigleisigen Ausbaues dieser transeuropäischen Magistrale, genannt ABS 38 in Berlin, zwischen Altmühldorf-Mühldorf und Tüßling.
Damals legte ein Sturm im S-Bahn-Bereich bei Heimstetten die zwei Bahngleise der SOB samt der Erdinger S-Bahn lahm, die komplette, hochmoderne Doppelstock-Flotte der Mühldorfer Eisenbahner war zwischen Ampfing und Markt Schwaben sprichwörtlich eingesperrt, es verkehrten Zubringer-Busse zwischen dem einen Ende der Bahnstrecke, Mühldorf und Ampfing, und dem anderen, zwischen Markt Schwaben und der Münchner Messe, die mit ihrem U-Bahn-Anschluss die letzte Schlagader zum Zentrum der Landeshauptstadt am Leben hielt.

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Brennerzulauf: Möglicherweise wird die Strecke erst 2040 fertig – Scheuer lässt Tunnel-Lösung prüfen

www.merkur.de/bayern/bayern-brenner-zulauf-zugstrecke-bahn-scheuer-tunnel-rosenheim-inn-planung-aktuell-90254124.html

Bayern in der „Findungsphase“: Deutschland verschleppt Mega-Bahnprojekt

www.n-tv.de/politik/Deutschland-verschleppt-Mega-Bahnprojekt-article22060122.html

Zielfahrplan Deutschland-Takt 2030: Dorfen bekommt S-Bahn nach München. Fernzüge München-Wien über Mühldorf-Simbach

Neuerungen des 3. Gutachterentwurf zum Zielfahrplan 2030, Bayern.
1. Dorfen bekommt 1x pro Stunde eine S-Bahn von und nach München. Sie wird geflügelt von der S3 nach Erding (alle 15 Minuten) bzw. weiter zum Flughafen und Erding (alle 30 Minuten).
2. Die 2-stündigen Schnellzüge München-Wien sollen neu über Mühldorf und Simbach verkehren (nicht mehr über Salzburg). Neu sollen die Fernzüge nach Wien auch in Mühldorf halten. Grosse Manko jedoch: die Strecke Mühldorf-Simbach müsste wohl elektrifiziert werden. Diese Strecke ist einzig vom Bayern zum Sonderprogramm zur Elektrifizierung von Bahnstrecken am 19.3.2019 angemeldet worden : www.bayern.de/sonderfoerderprogramm-fuer-elektrifizierung-von-bahnstrecken/ Daneben solle es in der jeweils alle 2 Stunden (zur jeweils anderen Stunde) eine Fernverkehrszug München-Mühldorf-Salzburg und weiter nach Graz und Villach geben (ohne Halt in Mühldorf und Freilassing).
3. Ab Mühldorf nach München alle 2 Stunden Fernverkehr zur Minute 29 (gerdade Stunde, von Wien nach München) bzw. Ankunft aus München Richtung Wien zur Minute 30 (ungerade Stunde). Stündlich Regionalzug über Flughafen nach Regensburg zur Minute 39. Regionalzüge nach München stündlich zur Minute 34, und alle 2 Stunden zur Minute 02. Es ist zu hoffen, dass die Fernverkehrszüge ab Mühldorf mit Nahverkehrstickets benutzt werden können, sonst verschlechtert sich das Angebot nach München für Pendler deutlich.

Planloses Gelabere: Bayerns Bahnchef Josel und Bundesverkehrsminister Scheuer im BR

YouTube Link: https://youtu.be/3c8UasMoHO8

Die Tage lief im Bayerischen Fernsehen eine Diskussion über den Nahverkehr der Bahn in Bayern, mit am Tisch: Der CSU-Bundesverkehrsminister in Berlin, Andreas Scheuer und der Konzernbevollmächtigte der Bahn in Bayern: Klaus-Dieter Josel.

Die übrigen Diskussionsteilnehmer waren Pendler oder andere Politiker, wobei selbst die Moderatorin der Runde den Eindruck erweckte, mehr mit der Bahn zu fahren, als der Bundesverkehrsminister oder Bayerns Bahn-Chef persönlich.

Konzern-Bevollmächtigter Josel, seit über 15 Jahren in Bayern im Amt, scheint keiner zu sein, der den Freistaat regional gut kennen würde. Außerdem verkehrt Josel mit der Mühldorfer Südostbayernbahn, die trotz völlig überalterter Infrastruktur zwischen München und Mühldorf gute Gewinne für den Konzern Deutsche Bahn in Berlin einfährt und zumindest digital in den Ansagen mitteilt, mit wie viel Verspätung der nächste Bahnhof erreicht wird und welche Anschlusszüge erreicht werden. Von den Anschlusszügen die nicht mehr erreicht werden, kommt kein Wort vom digitalen Band, so ähnlich sind wohl auch Josels Ansichten über das eigene Unternehmen zu interpretieren.

Während Bundesverkehrsminister Scheuer ohnehin nicht als Bahn-Freund gilt, waren Josels Aussagen beinahe bemerkenswert: Warum er zu einem Termin mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach Berlin fliege und nicht die Bahn nehme, entgegnete der oberste Eisenbahnfürst: Er wäre gerne mit der Bahn gefahren, was zeitlich nicht möglich war, dafür habe er tags zuvor schon etwas mehr als zwei Euro für irgendeine Umweltabgabe entrichtet.

Wenn Josel mit der Bahn nicht pünktlich nach Berlin kam, musste er wohl auch einen Pkw zum Flughafen nehmen, denn die neue Niederbayern-Anbindung an den Airport, die der Niederbayer Scheuer bei den ach so tollen Bahn-Investitionen in Bayern hoch hob, dauert für die Südostbayernbahn-Menschen genauso lange, wie die Fahrt von Mühldorf und dann weiter mit der S8 vom Ostbahnhof zum Flughafen.

Und der Erdinger Ringschluss, der irgendwann Südostoberbayern mit dem Flughafen verbinden soll, ist noch nicht fertig – und erst eines der nächsten Projekte, die angegangen werden sollen. Peinlich für Scheuer, der hob die Neufahrener Kurve hervor, dabei war dieses Projekt das „billigste“ im Konzept der Bayerischen Staatsregierung für den Bahnknoten München vor fast 10 Jahren…

Geplant, mit Filzstiftstrichen auf irgendwelchen Landkarten, seit gefühlt 20 Jahren, wird es da bei manchem Beobachter der Runde geklingelt haben. Das eingeengte Südostbayernbahn-Schema hielt Bahnchef Josel weiter in der Sendung oben: So wäre die Bahnlinie Traunstein-Traunreut, ein völlig unwichtiges Bahn-Lieblingsprojekt von Südostbayernbahn-Chef Kraller aus Mühldorf, der in Traunstein beheimatet ist, genauso defizitär, wie die Buslinie nebenbei. Völlig unangebracht in einer bayernweiten Sendung, was aber Josels Bayern-Horizont widerspiegelt. Da wusste wohl nicht einmal der Bundesverkehrsminister aus Niederbayern, über welch unwichtiges Thema hier der bayerische Bahn-Chef labert.

Diese zur Bahn konkurrierende Buslinie gab es übrigens schon, bevor Josel überhaupt nach Bayern übersiedelte und Josels lokaler Bahn-Mensch Kraller auf die Idee kam, dort mehr Züge fahren zu lassen, als Konkurrenz zum Bus. Anstatt die Bahn dort zu fördern, wo keine Busse fahren.

Bei so viel bayernweitem, regionalem (nicht-)Wissen konnte in der Runde im Bayerischen Fernsehen dann weder Bundesverkehrsminister Scheuer, noch die übrigen Teilnehmer mithalten. So wurde das Schienen-Thema in und um München diskutiert, mit der Stammstrecke, die ja bald kommt, eine verbale Zeitansage, die viel über die Denker und Lenker der Bahn und den Verkehrspolitiker Scheuer in Berlin an Interpretationsspielraum ermöglichen.

Am Ende der Sendung konnten zumindest tägliche Bahn-Nutzer nicht wirklich beruhigt zu Bett gehen. Die Bahn- und Verkehrs-Obrigkeit hatte nur unterstrichen, in welch fremden Welten sie doch leben und wie wenig sie sich darüber im Klaren sind, dass da täglich Millionen Menschen (Fahrgäste/Nutzer) sogar noch Geld für diese Verspätungs-Orgien bezahlen. Für bestens gewartete Technik aus der Kaiserzeit, längst überholte Infrastruktur mit Weichen und Signalen, als wäre Bahnfahren schon lange umsonst und all die Missstände dann doch „bald“ spürbar korrigiert beziehungsweise beseitigt. Eben Teil der Energiewende, als Verkehrswende in dieser Berliner Republik.

Wobei die zweite Stammstrecke als Tiefentunnel unter München wohl doch früher kommt, als alles andere, worüber die hohen Herrschaften die TV-Zuschauer mit vollem Ernst aber dann doch an satirische Züge erinnernd, belaberten: Da hatten die ansonsten vernehmbaren PR-Strategen von Bahn und Politik die Obrigkeit gut vorbereitet. Eben genauso, wie diese Fahrgäste die Deutsche Bahn und deren Infrastruktur täglich besser kennenlernen. Planloses Gelabere das nur offenbart: Besser wird da so schnell nichts!

M. Wengler

ICE-Halt am Münchner Flughafen soll kommen | BR24

Eine Idee, deren Realisierung in den Sternen steht.
Bis ein ICE an den Flughafen München fahren wird, müssen erst einmal die Gleise für die S-Bahn ausgebaut werden.
Das dauert. Bis zum Jahr 2030 oder noch länger.
www.br.de/nachrichten/bayern/ice-halt-am-muenchner-flughafen-soll-kommen,RacLcCK
Dagegen verfügt nicht nur der Frankfurter Flughafen über einen ICE-Fernbahnhof, auch die Infrastruktur des berühmten BER im Süden Berlins ist darauf ausgelegt.
www.tagesspiegel.de/berlin/flughafenbahnhof-die-taeglichen-geisterfahrten-zum-ber-bahnhof/7887900.html

ICE versus TGV: Warum deutsche Schnellzüge deutlich langsamer sind – SPIEGEL ONLINE

www.spiegel.de/reise/deutschland/ice-versus-tgv-warum-deutsche-schnellzuege-deutlich-langsamer-sind-a-1259209.html

Westbahn wird Züge an Deutsche Bahn verkaufen – ÖBB gehen leer aus | kurier.at

kurier.at/wirtschaft/westbahn-wird-zuege-an-deutsche-bahn-verkaufen-oebb-gehen-leer-aus/400465240

Verkehrsminister dringt auf bessere Zugverbindung nach Prag – Wirtschaft-News – Süddeutsche.de

SZ, 1.2.19: www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr—muenchen-verkehrsminister-dringt-auf-bessere-zugverbindung-nach-prag-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190201-99-807854

Deutsche Bahn: Einige ICE dürfen nicht durch lange Tunnel fahren – Wirtschaft – Tagesspiegel

„Die meisten schadhaften Streckenabschnitte wurden in Bayern (128) erfasst“
www.tagesspiegel.de/wirtschaft/deutsche-bahn-einige-ice-duerfen-nicht-durch-lange-tunnel-fahren/23815096.html

Deutsche Bahn – Teure Pläne, wenig dahinter – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Große Versprechen aus dem Bundesverkehrsministerium – zum Bundesverkehrswegeplan und Hochstufungen einiger Projekte.
Auch in der Region rund um München war der Jubel groß, als Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zahlreiche Bahn-Projekte als „höher“ eingestuft verkündete…
Ob CSU-Politiker (vor allem die bayerischen Vertreter im Berliner Bundestag) oder regionale SPD-Politiker – sie sprachen von einem „klaren Bekenntnis der Bundesregierung zu unserer Region“, „nach hartnäckigem Dranbleiben“, so die einhellige Meinung (www.heimatzeitung.de/mobile/lokales/bahnausbau_so_reagiert_die_region_3087036/)
Wirklich? Viele Projekte, große Visionen & nichts ist wirklich durchfinanziert, so die neueste Meldung aus Berlin:
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-geld-finanzierung-1.4251754

Groß angekündigte Pläne im Bundesverkehrswegeplan: Güterverkehr läuft auf Südost-Oberbayern zu

Im Grunde genommen sind die groß angekündigten Pläne im Bundesverkehrswegeplan nichts Neues. Die Probleme waren schon seit Jahrzehnten bekannt, nur hat die mahnenden Stimmen niemand beachtet.
Dass der zweigleisige Ausbau von (Mühldorf) Tüßling nach Freilassing hochgestuft wurde, verwundert wenig. Bisher war hier nur eine Elektrifizierung mit der Gesamtstrecke von Markt Schwaben über Mühldorf bis Freilassing geplant, im Rahmen der ABS 38 München-Mühldorf-Freilassing. Die wiederum war für kürzere Fernverkehrsverbindungen von München bis Wien angedacht, irgendwann ab den Jahren um 1985 und bereits wesentlich weiter in den Planungen bis zum Jahre 1999, als heute.
Die Fernverkehrszüge, im Rahmen des europäischen Projektes „Magistrale für Europa“, ein Projekt von Paris über Stuttgart (21), Ulm, Augsburg, München, Mühldorf, Salzburg, Wien bis Budapest, hätten so die Bahnstrecke München-Rosenheim entlasten sollen. Vielleicht auch für die künftige Brenner-Anbindung.
Doch es kam alles anders. Der Mühldorfer Ausbau verlor an Fahrt, kam aus dem Fokus, mit ihm der viergleisige Ausbau im S-Bahn-Bereich von München Ost bis Markt Schwaben. Mit Auswirkungen samt Verzögerung auf eine bessere Schienen-Anbindung des Münchner Flughafens, untermauert von den Träumen in 10 Minuten mit dem Transrapid zum Flughafen ins Erdinger Moos.
Was allerdings alle aus den Augen verloren, sagten Planer hinter vorgehaltener Hand schon vor Jahren: Wenn die Strecke München-Mühldorf-Freilassing keinen schnellen ICE-Verkehr bekommt, wird langfristig darüber der wesentlich lautere, überregionale Güterverkehr verfrachtet. Nicht nur aus dem Chemiedreieck um Burghausen, sondern von der Nordsee zum Mittelmeer. Hier hat Deutschland nur wenige vernünftige Wege: Die Strecke über das Rheintal und den Schweizer Gotthart-Tunnel, über Regensburg-Landshut durch München hindurch (ob über Nord- oder Südring ist belanglos) gen Rosenheim und den Brenner oder eben als dritte Alternative von Landshut über Mühldorf gen Tauernbahn, zu den Häfen nach Triest an der Adria, am Mittelmeer.
Da die Güterzüge in Tunnels nicht mit ICE-Schnellzügen verkehren können, scheiden viele ICE-Strecken für Güterverkehre aus. Die Schnellfahrstrecke München-Nürnberg-Berlin zum Beispiel, oder der Weg über Würzburg nach Hamburg. Die meisten Güterzüge verkehren nur mit rund 80 km/h, sagen Fachleute, was den ICE zu sehr und den Nahverkehr geringer ausbremst.
Mühldorf und Südost-Oberbayern ohne ICE-Anschluss erwartet so langfristig vor allem eines: Güterverkehr von Nord nach Süd, und Süd nach Nord. Von Landshut kommend geht es über Mühldorf entweder nach Freilassing und die angesprochene Tauernbahn oder über Rosenheim zum Brenner-Basistunnel. Da dort der Aufschrei groß ist, was die Mehrbelastung an Schienen-Ausbau gen Brenner-Tunnel betrifft, könnte Ostbayern zur Haupt-Achse im Güterverkehr werden.
Zumindest von Landshut bis Mühldorf ist dies nun im Bundesverkehrswegeplan untermauert. Von Tüßling bis Freilassing ebenfalls. Dort war bisher neben der Elektrifizierung nur ein Überholgleis zwischen Kirchweidach und Tittmoning geplant, samt verlängerten Kreuzungswegen in Garching an der Alz und Laufen.
Nicht nur die hier im Land produzierten Güter des Export-Weltmeisters Deutschland wollen an die Meeres-Häfen an der Nordsee oder Adria, manche Schiffsladung soll auch über Land von Nord- nach Süd transportiert werden. Es wird langfristig damit lauter, in Südost-Oberbayern und neu ausgebaute Strecken, die Man-Power vor Ort an Weichen und Signalen überflüssig machen, garantieren dann auch Nachts reibungslose Abläufe. Ein letzter Punkt, der in den letzten Jahren völlig von der Bildfläche verschwunden ist…
Ein Kommentar von M. Wengler

Streckenausbau in München und Umgebung Süddeutsche.de

„Geld gibt es nur für Strecken, auf denen Güter- respektive Fernzüge unterwegs sind“
-München-Mühldorf-Freilassing
-Walpertskirchner Spange
-Daglfing-Johanneskirchen
-Daglfinger Kurve
-Truderinger Spange
„Bis zur Inbetriebnahme könnte es aber noch 20 Jahre dauern.“
www.sueddeutsche.de/muenchen/bahn-bayern-flughafen-streckennetz-1.4200964

Markt Schwaben-Mühldorf-Freilassing: Elektrifizierung & durchgängiger 2-gleisiger Ausbau

Nun ist es offiziell: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/bewertung-schienenwegeausbau-des-potentiellen-bedarfs-bvwp-2030.pdf?__blob=publicationFile
„Das Projekt beinhaltet ergänzend zu den bereits im Vordringlichen Bedarf enthaltenen Maßnahmen noch Reisezeitverkürzungen, die Walpertskirchner Spange (für Verkehre Flughafen MUC – Salzburg) und den zweigleisigen Ausbau Tüßling – Freilassing“ Seite 7

Markt Schwaben-Mühldorf-Freilassing: Elektrifizierung & durchgängiger 2-gleisiger Ausbau

Nun ist es offiziell: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/bewertung-schienenwegeausbau-des-potentiellen-bedarfs-bvwp-2030.pdf?__blob=publicationFile
„Das Projekt beinhaltet ergänzend zu den bereits im Vordringlichen Bedarf enthaltenen Maßnahmen noch Reisezeitverkürzungen, die Walpertskirchner Spange (für Verkehre Flughafen MUC – Salzburg) und den zweigleisigen Ausbau Tüßling – Freilassing“ Seite 7

BMVI bewertet Projekte des potentiellen Bedarfs des BVWP 2030

Den gesamten Bericht finden Sie hier: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/bewertung-schienenwegeausbau-des-potentiellen-bedarfs-bvwp-2030.pdf?__blob=publicationFile

Eine Kurzversion finden Sie hier: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/kurzbericht-potentieller-bedarf-bvwp-2030.pdf?__blob=publicationFile

Neue FW/CSU-Koalition in Bayern: Hoffnung für öffentlichten Personennahverkehr?

SZ, 5.11.2018: www.sueddeutsche.de/bayern/csu-freie-waehler-koalitionsvertrag-1.4196416
FW-Chef Hubert Aiwanger wird als Minister für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung gehandelt: Ob da der Verkehr integriert sein wird? Zu Wirtschaft in Koalitionsvertrag schreibt die SZ:
„Priorität hat für Schwarz-Orange die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs, etwa durch die Einführung eines „einheitlichen bayernweiten elektronischen Tickets“. Für die großen Städte soll ein „365-Euro-Jahresticket“ eingeführt werden.“
Merkur spekuliert schon über Ministerposten und Ressorts: www.merkur.de/politik/bayern-wahl-koalitionsvertrag-ist-unterzeichnet-planen-csu-und-freie-waehler-zr-10325922.html
Demnach würde das Ministerium für Wirtschaft (Hubert Aiwanger) um Energie und Landesentwicklung erweitert, aber den Verkehr nicht einschliessen. Das Ministerium für Bau und Verkehr bliebe dagegen in CSU-Hand: „Hier gibt es mit Bernd Sibler, Franz Josef Pschierer oder Marcel Huber (alle CSU) mehrere mögliche Anwärter.“
Hier ist noch der Koalitionsvertrag: www.freie-waehler-bayern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Koalitionsvertrag_Legislaturperiode_2018-2023.pdf
Beim Verkehr plädiert er für ein sowohl als auch: „Bayern soll ein Autoland bleiben und gleichzeitig einen erstklassigen und verlässlichen öffentlichen Nah- und Fernverkehr bieten.“
Bezüglich Ausbau des Bahnknotens Münchens steht nichts grundlegend Neues im Koalitionsvertrag: „Der Ausbau des Bahnknotens München erfolgt wie festgelegt. Im Großraum München wollen wir die Erreichbarkeit des Flughafens verbessern sowie auf allen Linienästen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt bei der S-Bahn realisieren, soweit dies infrastrukturseitig möglich ist. Daneben treiben wir die Realisierung eines S-Bahn-Ringes voran und schaffen bis dahin ein Vorläufersystem aus Expressbussen.“ Das heisst ja so gut wie nichts: 20-Minuten-Takt gibt es auf allen Linienästen, die Frage wäre, ob die Endpunkte gemeint sind. Ausnahme mit infrastrukturseitig möglich ist ein Gummiparagraf. Nachdem 20-Minuten-Takt in den HVZ bis zu sämtlichen Linienendpunkten schon heute gefahren wird, sollte dieser auch ganztägig möglich sein. Einzige Ausnahme ist Altomünster, wo ein 30-Minuten-Takt angeboten wird. Ausbau des Bahnknoten wie festgelegt ist auch sehr interpretationsbedürftig. Gilt das Bahnprogramm München von März 2018 wie es von Staatsminister Joachim Herrmann im März 2018 vorgestellt wurde? www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2018/86/index.php ? Dieses wurde auch weitgehend so auf der Seite der DB Netz weiter konkretisiert: www.bahnausbau-muenchen.de/home.html . Viele Ausbauten des Knoten Münchens betreffen Massnahmen des Bundes gemäss dem Bundesverkehrswegeplans, auf den Bayern nicht direkt Einfluss hat. Der Umfang des BVWP-Projekts Bahnknoten ist noch eher schwammig, eine Bewertung dieses Projekte sollte noch im Herbst dieses Jahres erfolgen: www.bvwp-projekte.de/schiene/K-005-V01/K-005-V01.html
Gleichzeitig geistert auf der Seite des Bayerischen Verkehrsministeriums und der BEG immer noch das alte Programm Bahnknoten München herum, mit einem viel engeren Zuschnitt: verkehr.bayern.de/vum/schiene/infrastruktur/index.php
Des Weiteren gibt es eine Machbarkeitsstudie „Bahnausbau München“, welches weitere Massnahmen untersuchen soll: www.railblog.info/wp-content/uploads/2018/09/Vergabeunterlagen-Ausschreibung-Machbarkeitsstudie-Bahnausbau-München-2018-08-23.pdf und www.railblog.info/wp-content/uploads/2018/09/Details_zu_untersuchende_Maßnahmen-Machbarkeitsstudie-Bahnausbau-München-2018-08-23.pdf Der Planungsstand dieser Projekte ist jedoch noch Machbarkeitsstudie, danach kommen Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung.
Elektrifizierung von Bahnstrecken: „Bei der Planung von Elektrifizierungen wollen wir als Freistaat verstärkt in Vorleistung gehen.“
Bedenklich bezüglich Brennerzulauf: „Beim Brennerzulauf ist zunächst die Erforderlichkeit einer Neubaustrecke nachzuweisen. Bei einem Ausbau wollen wir maximale Anwohnerfreundlichkeit, das heißt Lärm- und Landschaftsschutz, vorrangig durch eine weitgehende unterirdische Streckenführung.“ (Sofern es der Bund bezahlt).

München/Ulm: Ärger bei Deutsche Bahn-Kunden wegen Baustelle – Züge fallen aus | Bayern

www.merkur.de/bayern/muenchen-ulm-aerger-bei-deutsche-bahn-kunden-wegen-baustelle-zuege-fallen-aus-10393012.html

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