Fernverkehr Bayern

Elektrifizierung München-Mühldorf-Freilassing: Bahn überrascht: Ausbau-Finanzierung angeblich gesichert

www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/altoetting/2898549_Bahn-ueberrascht-mit-Aussage-Ausbau-Finanzierung-angeblich-gesichert.html

Bahnprojekt „ABS 38“ – Noch zwölf Jahre auf der Zeitschiene – Erding – Süddeutsche.de

SZ, 4.4.18: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/bahnprojekt-abs-noch-zwoelf-jahre-auf-der-zeitschiene-1.3931625

Begnungsabschnitte auf der Strecke Tüssling-Freilassing: neue Hoffnung durch GroKo?

Die 2-gleisigen Begnungsabschnitte zwischen Tüssling und Freilassing haben es nur in den potenziellen Bedarf des BVWP 2030 geschafft: siehe S. 173 www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-2030-gesamtplan.pdf?__blob=publicationFile
Gemäss GroKo-Vertrag vom 7.2.2018 soll die Bewertung von Projekten des potenziellen Bedarfs bis zum 3. Quartal 2018 abgeachlossen sein: www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1
Das gibt neue Hoffnung für einen besseren Streckenausbau.

Main-Stream-Medien spotten über das fortwährende Bahn-Chaos in D & München – tolle Leistung, Hut ab!

Vor zig Jahren gab es im Bayerischen Landtag eine Korrespondentin der Münchner Abendzeitung namens Angela Böhm. Die Dame wollte, obwohl alles andere als CSU-Sympathisantin, ausnahmsweise positive Zeilen über einen Edmund Stoiber verfassen. Doch, so schrieb Böhm damals, dann stolperte sie über eine verkorkste Urlaubsreise des Ehepaar Stoibers.
Ähnlich ergeht es einem, wenn man denn mal positive Worte über die Bahn verlieren möchte. Die hat viel Kritik einstecken müssen, wegen der Lappalien auf der Neubaustrecke München-Berlin. Doch wehe dem, der die Bahn -als Stammkunde- dann doch mal verteidigen will. Die Bahn straft einen ab, täglich, mit Missständen, die seit Jahren immer wiederkehren. Als ob es mehr Feinde gäbe, der Bahn und ihres Personals, als Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Es ist schon erstaunlich: Da weiht die Bahn im Dezember 2017 eine Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin ein, nicht alles funktioniert reibungslos (weil es eigentlich nie reibungslos läuft) und das bringt plötzlich Journalisten und Medien auf den Plan, deren heile (Bahn-)Welt dadurch fast zusammenbricht.
Über das Lästern der Bürger (verspätete S- und Regionalbahnen) sehen die Mainstream-Medien schon lange hinweg, aber ein weiteres Prestige-Projekt, das die herrischen Medien gerne wieder einmal von „deutscher Ingenieurs-Kunst“ schwärmen lässt, wenn das gegen die Wand fährt, das kann nun wirklich nicht sein!
Überhaupt diese Bahn und deren Manager. In solchen Tagen bekommt man sogar als Kritiker Mitleid. Plötzlich werden Vergleiche zur Schweiz oder Japan gezogen, doch einmal mehr vergessen, wie viele Euros mehr pro Kopf die Schweiz in ihre Bahn investiert.
Deutschland ist fast Schlusslicht bei den Investitionen in den Schienenverkehr in Europa und das spürt man eben. Die einen täglich und die anderen, wenn ein neues Projekt, das der Welt verkünden soll „hier ist Deutschland, der Nabel der Welt“, an die Wand fährt.
Die „Geiz ist geil“ – Mentalität funktioniert eben nicht immer. Schon gar nicht in Sachen Infrastruktur. Da spotten die einen, auf jedem Reisfeld in Thailand sei das Mobilfunk-Netz besser, als in D(eutschland). Vom Breitband-Ausbau spricht kein Mensch, die Bahn verbuddelt die Steuergelder auf Wunsch der Politiker in Tunnels und unterirdische Bahnhöfe, sehr zur Freude der Bauindustrie und von Investitionen in der Fläche spricht niemand mehr!
Da muss die Bahn mit neuester Wagen-Technik auf uralt-Gleisen und über Stellwerke fahren, deren Ersatzteile längst nicht mehr im 30-Jahres-Zeitraum liegen, wie das in Sachen Eisenbahn ansonsten der Fall ist.
Viele Freunde, Bekannte und Kollegen im Großraum München, die jahrelang für den Bau der unterirdischen 2. S-Bahn-Stammstrecke votierten, anstatt oberirdischen Baumaßnahmen, stöhnten in diesen letzten Tagen vor Weihnachten 2017 wieder ob der immer schlimmer werdenden Situation und möchten gar nicht darüber nachdenken, dass das noch fast ein weiteres Jahrzehnt so weitergehen wird.
Sie waren alle schlauer, ‚Prospekt-gläubiger‘, hörig auf Lobbyisten und Politik und sollen ruhig ‚leiden‘. Samt den Journalisten, die sich nur dann mit unserer Infrastruktur auseinandersetzen, wenn es um ein Prestige-Projekt geht.
Die Bahn gehört dem Staat, der Staat sind wir alle und so muss sich jeder an die eigene Nase fassen und hinterfragen, inwieweit er selbst dafür verantwortlich ist, dass der Laden so (mies) läuft, wie er eben läuft.
All das haben die Medien und ihre Mainstream-Reporter weder im Blick, noch im Kopf. Es würde nicht zu ihrer Art ‚Bericht-Erstattung‘ und ‚Recherche‘ passen. Dagegen lästern sie über die amateurhafte ‚Konkurrenz‘ aus dem Lager der Bürger.
O-Ton neulich in der Süddeutschen Zeitung:
„Ob es klassische Medien sind oder Konzerne, die bestimmte Produkte schon lange und mitunter in makelloser Qualität herstellen, oder politische Parteien mit langer Tradition – was früher anerkennend als Professionalität gewertet wurde, sehen heute sehr viele Menschen kritisch.
Es gäbe viele Argumente, warum man diese Entwicklung bedauern könnte. Man könnte ins Feld führen, dass die, die da oft so kritisch sind in ihrem Blick auf alles Professionelle, in ihren Argumenten oft wenig fundiert, in ihrer Recherche schwach und ihrem eigenen laienhaften Gewurschtel oft nicht auf der Höhe der Zeit sind.“
Den Gipfel all ‚dieser professionellen‘ Bericht-Erstattungen schoss zum Jahresende 2017 die Deutsche Bahn, genauer gesagt eine ihrer regionalen DB-Töchter, die Südostbayernbahn in Mühldorf ab. Die posteten ein Foto auf Facebook, das Bayerns Bahn-Chef und Konzern-Bevollmächtigten Klaus Dieter Josel zeigt, der in Mühldorf einen neuen Schaukasten inspizierte, der die Bürger über die ABS 38 München-Mühldorf-Freilassing aufklären soll.
Und das in einer Stadt und Region, ca. 80 km östlich von München, deren Bürgern der zweigleisige Ausbau der Bahn seit dem Bundesverkehrswegeplan im Jahre 1985 versprochen wird.
Jener Josel ist übrigens erst seit dem Jahr 2001 Bayerns oberster Eisenbahner, dass bis zum Jahre 1998/99 die Planungen wesentlich weiter fortgeschritten waren, als heute, im Jahr 2017/18, dass damals ein Ausbau auf 200 km/h nicht nur vorgesehen, sondern teilweise baureif war, scheint weder die heutigen Bericht-Erstatter, noch die Mainstream-Propaganda der Bahn zu interessieren.
Wer in der Vergangenheit gräbt und auf die nicht ganz so tollen Neuerungen hinweist, zählt heute zum Kreise derer, die den Hofbericht-Erstattern Falten auf die Stirn treiben. Deutschland im Winter 2017/18, ein einziges Märchen im ‚Paradies‘-Geschwafle der seit Jahren nicht mehr ganz so ernst zu nehmenden ‚Eliten‘.
Passend dazu fiel einem in diesen Tagen eine Presse-Mitteilung ins Auge, datiert aus dem Jahre 2009. Korrigiert im Jahre 2013 und nichts aber auch gar nichts von alledem, das damals großspurig verkündet und beschlossen wurde, samt allgegenwärtigen Artikeln in den Mainstream-Medien, ist zehn Jahre später realisiert. Vieles wird nicht einmal in den kommenden zehn Jahren Realität werden.
Darüber, was zu tun wäre, um das tägliche Chaos in Grenzen zu halten, schreiben sie längst nicht mehr, die Main-Streamer in und um München.
Die meisten haben schlichtweg keine Ahnung, Desinteresse oder keine Zeit darüber zu recherchieren, was in Zukunft besser gemacht werden könnte und was in der Vergangenheit übersehen wurde.
www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/teil-eines-gesamtkonzepts-is24-538688.html
Dieser Link wurde 25.11.09 06:27 erstellt und am 12.02.13 10:24 aktualisiert

Ein Kommentar von M. Wengler.

BEG veröffentlicht Studie zum Bahnausbau München-Prag

„Im Rahmen der Studie „Beschleunigung der Verkehre München – Praha“ haben die Bietergemeinschaft SMA, Schüßler-Plan und SUDOP mehrere Varianten mit unterschiedlichen Ausprägungen (mit/ohne Neigetechnik, mit/ohne Kurve Schwandorf etc.) für eine Fahrzeitverkürzung der Relation München – Regensburg – Plzeň – Praha ausgearbeitet. Die Zielfahrzeit liegt bei allen Varianten bei 4 Stunden 15 Minuten. Dies ist gegenüber dem heutigen Fahrplan eine Einsparung von rund eineinhalb Stunden. Die Untersuchungsergebnisse der Sudop-Studie, welche den Infrastrukturausbau in Tschechien untersucht hat, sind in diese Studie mit eingeflossen.“

Hier die gesamte Studie Beschleunigung der Verkehre München – Praha von Januar 2018

Absurd: Fahrgäste stapeln sich in Zug aus München – aber dieser leere Waggon darf nicht geöffnet werden | Stadt München

Merkur, 23.12.17: www.tz.de/muenchen/stadt/absurd-fahrgaeste-stapeln-sich-in-zug-aus-muenchen-aber-dieser-leere-waggon-darf-nicht-geoeffnet-werden-9476042.html

Die neue ICE-Schnellstrecke ist eine peinliche Blamage – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Jetzt lästern schon die Mainstream-Medien über ein Bahn-System, das sie selbst jahrelang selbst forciert haben.
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-die-neue-ice-schnellstrecke-ist-eine-peinliche-blamage-1.3788470

Neuer Schnellzug mit Verspätung – Panorama – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/panorama/deutsche-bahn-neuer-schnellzug-mit-verspaetung-1.3785180

Panne auf neuer MünchenStrecke: Zug braucht sechs statt vier Stunden | Wirtschaft

www.merkur.de/wirtschaft/panne-auf-neuer-muenchen-berlin-strecke-zug-braucht-sechs-statt-vier-stunden-zr-9435921.html

Kommentar zur neuen MünchenStrecke: ICE-Piste statt Flugpiste | Wirtschaft

www.merkur.de/wirtschaft/kommentar-zur-neuen-muenchen-berlin-strecke-ice-piste-statt-flugpiste-9435923.html

Deutsche Bahn: Es reicht nicht, nur schnell zu sein – Wirtschaft – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-es-reicht-nicht-nur-schnell-zu-sein-1.3782547

Fahrplanwechsel bei der Bahn: Das erwartet Passagiere – Reise – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/reise/deutsche-bahn-das-erwartet-reisende-beim-neuen-bahn-fahrplan-1.3778624

Streckenausbau München-Mühldorf-Freilassing: In Mühldorf werden Fernverkehrszüge gar nicht halten!

Im Artikel www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/bauen/detailansicht-bauen/artikel/ein-nadeloehr-ist-beseitigt.html wird behauptet: Damit wurden die Bahnsteiganlagen [des Bahnhofs Mühldorf] für den künftigen europäischen Fernverkehr vorbereitet. Allerdings werden in Mühldorf die Schnellzüge München-Salzburg-Wien gar nicht halten. Hat die Deutsche Bahn absichtlich falsch informiert, oder hat da die Zeitung etwas erfunden?
Siehe Zielfahrplan Bayern 2030: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile

Bahnausbau München-Lindau. Baustellenabfolge. Baustellenfahrplan

Pressegespräch, 13.11.2017, Memmingen: www.deutschebahn.com/file/pr-muenchen-de/8598092/Kr5gta7XqatmylOTJoH_CYYdDYY/16128478/data/11_14_Praesentation_Ausblick_Baustart_ABS_48.pdf

Elektrifizierung München-Mühldorf-Freilassing: Bahn sucht Projekt-Ing

Oftmals zeigt erst eine Stellenanzeige, ob die Bahn bei einem Projekt wirklich vorwärts macht. Insofern eine gute Nachricht: karriere.deutschebahn.com/de/de/suche/jobdetails/249393_00006745/Projektingenieur-für-das-Großprojekt-Ausbaustrecke-München-Mühldorf-Freilassing-ABS-38-w-m?view=pdf

Verkehr – Bohrungen für Zulauf zum Brennerbasistunnel – Bayern – Süddeutsche.de

SZ, 14.11.2017: www.sueddeutsche.de/bayern/verkehr-bohrungen-fuer-zulauf-zum-brennerbasistunnel-1.3748715

Ausbaustrecke München – Mühldorf: Planer im Dialog: Auslage der Vorplanung in Markt Schwaben

Pressemitteilung der Deutschen Bahn vom 7.11.2017 www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/16088384/ABS_38_Planer_im_Dialog.html?start=0&itemsPerPage=50
„07.11.2017 München/Markt Schwaben
Ausbaustrecke München – Mühldorf: Planer im Dialog
Auslage der Vorplanung im Rathaus – Planungsdialog am Mittwoch, 15. November 2017 von 17 bis 19 Uhr
Der Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing ist vom Bundestag mit der höchsten Priorität eingestuft worden. Für die weiteren Entwurfsplanungen ist die Finanzierung gesichert. Wie angekündigt, wird das Projektteam nun den aktuellen Planungsstand für die Ausbaustrecke öffentlich vorstellen und mit den Anwohnern entlang der Strecke diskutieren. Dabei besteht die Möglichkeit, sich unmittelbar ein eigenes Bild von den Plänen zu machen und individuell mit den Verantwortlichen von DB Netze ins Gespräch zu kommen.
Ab dem 9. November 2017 werden im Foyer des Rathauses von Markt Schwaben die aktuellen Pläne der Vorplanung für den Bereich Markt Schwaben ausgelegt. Die Pläne können während der Öffnungszeiten des Rathauses (Schloßplatz 2, 85570 Markt Schwaben) eingesehen werden: •Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr •Montag und Mittwoch von 13.30 Uhr bis 16.00 bzw. 18.00 Uhr
Am Mittwoch, 15. November 2017, stehen Vertreter der DB Netze von 17 Uhr bis 19 Uhr Rede und Antwort. In den nächsten Wochen werden – in Abstimmung mit den jeweiligen Verwaltungen – weitere Gemeinden entlang der Strecke besucht.
Die Ausbaustrecke (ABS) 38 umfasst ein ganzes Bündel aufeinander abgestimmter Teilprojekte, die sich vom Großraum München über den Südosten Bayerns, dem Chemiedreieck und zur deutsch-österreichischen Grenzregion erstrecken. Auf einer Länge von 141 Kilometern wird die Strecke durchgehend elektrifiziert und in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut.
Der Ausbau verlagert Personen- und Güterverkehr von der Straße auf die Schiene, es gibt mehr Qualität im Nahverkehr, sowie Schall- und Erschütterungsschutz für die Anwohner. Barrierefreiheit an Bahnhöfen und mehr Sicherheit durch den Umbau von Bahnübergängen sind weitere Vorteile.“ .

Vieregg stellt Bahn-Planung auf den Kopf | Dorfen

Merkur, 5.11.2017: www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/vieregg-stellt-bahn-planung-auf-kopf-9045667.html

Elektrifizierung Lindau-München: Nun Baurecht für 10 von 21 Planfeststellungsabschnitten

Nun besteht Baurecht für folgenden 10 Abschnitte:
1-4, 5.1, 6, 9-11, 13.
Mit der letzten Meldung vom 30.10.2017 www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/16014282/Bahnausbau_Muenchen_Lindau_nimmt_Fahrt_auf.html?start=0&itemsPerPage=50 kamen fünf Planfeststellungsabschnitte dazu (nach meiner Rechnung nur 4, denn das Baurecht für den Bahnhof Türkheim wurde zwar auf der Projektseite mit 22.9.2017 bereits vorher aktualisiert, aber keine neue Pressemitteilung erstellt). Merkwürdig dabei ist, dass bei den drei Abschnitte 1, 2 und 5.1. als Datum des Planfeststellungsbeschlusses der 31.8.2017 genannt wurde. Nur beim Abschnitt 6 Stetten-Sontheim (24.10.2017) und beim Bahnhof Kisslegg (28.9.17) wurde das Baurecht erst kürzlich erteilt.
Siehe auch: abs48.com/Projektstatus
Hier noch die Links zum Beschluss des Eisenbahnbundesamts für den Abschnitt 2, 31.08.2017: www.eba.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/PF/Beschluesse/Bayern/51_ABS_48_PFA_2.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Personenverkehr profitiert gar nicht vom derzeit vorgesehenen Bahnprojekt München-Mühldorf-Freilassing: wo bleibt der Protest der Wahlkreispolitiker

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2017 als Leserbrief in der Passauer Neuen Presse veröffentlicht. Ich habe ihn hier als pdf abgespeichert, und die zitierte Quellen im Beitrag verlinkt.
Hier noch der Link zum Beitrag in der PNP

Bahnausbau in Dorfen – Die Zukunft liegt im Süden – Erding – Süddeutsche.de

SZ, 6.10.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/infrastruktur-die-zukunft-liegt-im-sueden-1.3698242

Nach Streckenausbau: Zürich-München in 3 Stunden 37 Minuten statt 3 Stunden 15 Minuten

Im Abkommen von Lugano zwischen der Schweiz und Deutschland von 1996 ist eine Reisezeit von 3 Stunden 15 Minuten zwischen Zürich und München vorgesehen.

Auf der DB-Homepage zum Ausbauprojekt München-Lindau wird nur noch von einer Reisezeit unter 3 Stunden 30 Minuten gesprochen. Kombiniert man den Zielfahrplan Fernverkehr 2030 des deutschen Bundesverkehrsministeriums mit dem Angebotskonzept 2025 des Schweizerischen Bundesamts für Verkehr, so erhält man bereits eine Fahrzeit von 3 Stunden und 37 Minuten, das Ziel wird nun bereits um 21 Minuten verfehlt. Ein wesentlicher Grund für die längere Fahrzeit ist, dass die S-Bahnstrecke zwischen Pasing und Buchenau nicht rechtzeitig ausgebaut wird. Die Strecke München-Buchloe soll nach der Elektrifizierung mit 43 Minuten gerade einmal 2 Minuten schneller gefahren werden als heute. Eine Verkürzung der Fahrzeit ist nicht möglich, denn ansonsten würde der EC auf die S-Bahn aus Grafrath auflaufen. Siehe Railblog-Beitrag „Ohne Streckenausbau S4 West: Regional- und Fernverkehr ins Allgäu werden durch S-Bahn ausgebremst“. Hier ist noch der minutengenaue Fahrplan gemäss den beiden Neutzgrafiken: Fahrplan aus Netzgrafik Zielfahrplan 2030 Bayern & Referenzkonzept BAV

Bund stockt Mittel für Bahnausbau München-Lindau von 158 Mio auf 220 Mio Euro auf

Heute wurde der Entwurf zum Bundeshaushalt 2018 veröffentlicht. Darin enthalten ist eine Liste „Investitionen in die Schienenwege des Bundes“. Für die Elektrifizierung Lindau-München sind im Bundeshaushalt voraussichtliche Gesamtausgaben von neu 220,2 statt bisher 158 Mio Euro eingetragen. Für das Jahr 2018 sind 142,7 Mio, für das Jahr 2019 und folgende sind 77,5 Mio Euro veranschlagt. Siehe dipbt.bundestag.de/dip21/brd/2017/0560-17.pdf

Die Gesamtkosten des Projekts werden von der Deutsche Bahn auf 440 Mio Euro veranschlagt. 50 Millionen Euro schiesst die Schweiz vor, welche jedoch bis spätestens 2025 vom Bund wieder zurückbezahlt werden müssen. 220 Millionen finanziert der Bund (in diesem ist auch das rückzahlbare Darlehen der Schweiz enthalten) und 160 Millionen der Freistaat Bayern. Die restlichen 60 Millionen Euro finanziert die Deutsche Bahn aus Eigenmitteln bzw. wird ihr aus Finanzierung von Kreuzungsmassnahmen von Dritten (Gemeinden, Land) mitfinanziert. Siehe: abs48.com/gesamtprojekt/finanzierung

Von der Kostensteigerung auf 440 Million Euro berichtete die Deutschen Bahn erstmals in einer Pressemitteilung vom 16.2.2017: abs48.com/aktuelles/signale-fuer-baustart-auf-gruen-erster-abschnitt-fuer-ausbaustrecke-muenchen-lindau.

Zur Geschichte der Kostensteigerungen und Terminverzögerungen siehe: www.railblog.info/?p=7581 und www.railblog.info/?p=7535

Bahn reduziert ICE-Verbindungen ins Werdenfelser Land | Murnau

Merkur, 21.7.17: www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/murnau-ort29105/bahn-reduziert-ice-verbindungen-ins-werdenfelser-land-8507222.html

Forderung: Zweites Gleis von Lindau nach Friedrichshafen

Schwäbische, 16.7.2017: m.schwaebische.de/region_artikel,-Forderung-Zweites-Gleis-nach-Friedrichshafen-_arid,10702179_toid,441.html

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