Störungen

S-Bahn München – zuverlässig am Kunden vorbei – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/muenchen/verkehr-s-bahn-muenchen-zuverlaessig-am-kunden-vorbei-1.3702631

Rheintalbahn: SBB verwirrt mit Raststatt-Slogan auf Cargo-Lok

Blick, 3.10.2017: www.google.ch/amp/s/amp.blick.ch/news/wirtschaft/aber-was-wollen-uns-die-sbb-eigentlich-damit-sagen-wortspiele-nach-rastatt-desaster-id7409004.html

Offener Brief an die Politik zum Ende der Rastatt-Vollsperrung: konsequent Lehren aus dem Desaster ziehen! – Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.

29.9.2017: www.netzwerk-bahnen.de/news/offener-brief-an-die-politik-zum-ende-der-rastatt-vollsperrung.html

Infrastruktur der Deutschen Bahn fällt auseinander

Nachrichtensendung 10 vor 10 vom 2.10.2017: Infrastruktur der Deutschen Bahn fällt auseinander: www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/e9c09369-a946-4828-a8c7-14039421bc28

Krisenmanagement Streckensperrung Rastatt: Eigenlob der Deutschen Bahn

Spindoctor der Bahn loben das Krisenmanagement ihres Brötchengebers: „Die mehrwöchige Sperrung war eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten, die wir vor allem durch die engagierte Zusammenarbeit gut gemeistert haben.“ Pressemeldung der Deutschen Bahn vom 2.10.2017. www.deutschebahn.com/presse/stuttgart/de/aktuell/presseinformationen/15402570/2017-275_pm_rheintalbahn_der_verkehr_rollt_wieder.html?start=0&itemsPerPage=10
Auch die SBB ziehen eine zwar etwas kritischere, aber immer noch viel zu positive Bilanz: „Die Auswirkungen im Güter- und Personenverkehr waren während der Sperre der deutschen Rheintalstrecke dennoch massiv. Güter mussten weiträumig umgeleitet werden, im Personenverkehr kam es zu erheblichen Einschränkungen für die Reisenden. Die logistischen Aufwendungen waren enorm. Die SBB ist erleichtert, dass die Rheintalstrecke am Montag wieder durchgehend befahren werden kann und setzt sich dafür ein, dass die internationalen Eisenbahnverkehre künftig besser koordiniert werden.“ Weiter unten wird klar. Es konnte nicht einmal die Hälfte der normalerweise 200 Güterzüge pro Tag über Ersatzrouten geleitet werden: „Anstelle der rund 200 Güterzüge via Rheintalstrecke verkehrten am Schluss täglich bis zu 84 Güterzüge über Ausweichrouten.“ Siehe Pressemeldung der SBB vom 29.9.2017: company.sbb.ch/de/medien/medienstelle/medienmitteilungen/detail.html/2017/9/2909-
Auch fordert die Pressemeldung der SBB, dass aus dem Vorfall in Rastatt Lehren gezogen werden müssten. Die Deutsche Bahn lobt sich dagegen für das angeblich si tolle Krisenmanagement.

In Rastatt endet Europas Bahnpolitik – News Ausland: Europa – bernerzeitung.ch

Themen, die um bundesdeutschen Wahlkampf kaum eine Rolle spielten…
Dabei ist Deutschland Schlusslicht… In manchen Dingen in der EU.
www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/in-rastatt-endet-europas-bahnpolitik/story/26559595

Augsburger Hauptbahnhof: Zwei Züge kollidieren – Strecke wieder frei

www.merkur.de/bayern/augsburger-hauptbahnhof-gesperrt-zwei-zuege-kollidieren-grossalarm-8694335.html

Flughafen München nicht mit S-Bahn erreichbar – München – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/muenchen/stellwerkstoerung-flughafen-drei-stunden-lang-von-s-bahn-nicht-angefahren-1.3610450

Fehlende Bahn-Investitionen: München ist Beispiel dafür, warum Hochkulturen und blühende Städte irgendwann im Chaos versinken

ein Kommentar von M. Wengler
Der Großraum München wird also noch lange Jahre darauf warten, vom Jahr 2050 ist die Rede, bis die Bahnvorhaben abgeschlossen sind. Es scheitert, so heißt es, an fertigen Bauplänen. Dabei wird über viele Projekte schon lange gesprochen und geredet, nur passiert ist nichts. Geplant wurde nichts, alles nur Skizzen auf Landkarten. Mit schönen, knalligen Stift-Farben.
Eines wird dabei deutlich: Vor allem die Bahn selbst hat anscheinend keinerlei Interesse daran, am gegenwertigen Status Quo etwas zu ändern. Die Bahn, der Staatskonzern aus Berlin, hat München investitionstechnisch vergessen. Das mag an der heimischen Bahn-Obrigkeit liegen, die in Berlin kein Gehör findet und dort nicht anerkannt ist. Druck müsste aufgebaut werden, gen Berlin, doch das lassen Bahn und Politik vermissen.
Bundespolitiker leben in Berlin ohnehin in ihrer eigenen Welt. Fährt mal ein verantwortlicher Bundesminister oder die Kanzlerin zu Werbezwecken mit dem ICE, ist dieser garantiert pünktlich. Doch selbst in Berlin wurde die S-Bahn kaputt gespart und es ist wie überall im Lande: Die Menschen gewöhnen sich an die Missstände, die nicht erbrachte Leistung und finden das irgendwann „normal“. Und mal Hand aufs Herz: Wer nutzt denn schon die Bahn, wenn er mal wirklich pünktlich an Ort und Stelle ankommen will, weil muss? Niemand mehr. Bayern ist ein Auto-Land und die Bahn macht alles in ihrer Macht stehende, dass sie wirklich keine Alternative ist, für all jene, die sich immer wieder neue Autos und die Benzinkosten leisten können.
Wer will schon in Großraum-Abteilen, in manchen Zügen im Regionalverkehr ohne Klimaanlage, allem möglichen ausgesetzt sein, wenn es im modernen, zeitgemäßen Auto ganz anders ist. Türe zu und Ruhe. Der ÖPNV ist etwas für Leute, die nicht viel erwarten, für ihr Geld, keinen Luxus, keinen Komfort, keine Ruhe, keine Trennung zwischen Stammpendlern, die morgens und abends sich nach Ruhe sehnen und jenen, die einmal die Woche die Fahrt mit der Bahn genießen. Die Bahn der Neuzeit mit den Großraum-Wägen ist eine Angleichung aller möglichen Reisewünsche, wer Ruhe will, hat Pech und wer laut ist, dem gebührt die Bühne.
Im sogenannten Schienen-Netz, auf den Strecken, sieht es nicht anders aus. Da wurden früher Gleise aus den Betten gerissen, die man heute nötiger denn je brauchen könnte. Da werden Großprojekte gebaut, die scheinbar alle Probleme lösen. Die Probleme im Kleinen aber, die bleiben.
Der Münchner Flughafen ist eines der herausragendsten Beispiele, wie man es nicht machen sollte. Schlecht erreichbar, ob vom Süden, Osten oder Westen. Die Bahn sorgt sogar dafür, dass Reisende nördlich der Donau künftig schneller in Berlin am berühmten BER sind, denn der ist dann doch irgendwann vielleicht früher fertig, als ins Erdinger Moos ICE-Züge fahren werden.
München ist ein gutes Beispiel dafür, warum seit Menschengedenken Hochkulturen und blühende Städte irgendwann an den eigenen Problemen zugrunde gegangen sind. Wer die Hektik der Stadt mitbekommt, wenn die Leute schon durch die Isar zur Arbeit schwimmen, dann haben andere etwas falsch gemacht. Wenn Radfahren zu gefährlich wird, Bus und Tram eine Reisezeit verursachen, die manch anderen weit aufs flache Land ins beschauliche Grüne bringt, dann läuft etwas falsch.
Wenn beinahe wöchentlich Großstörungen bei der S-Bahn auftreten, Zäune für die Stammstrecke erst angedacht werden, da jahreslanges Chaos herrscht, ein S-Bahn-Werk in Steinhausen schon vor Jahren hätte ausgebaut werden können, zeugt das nicht gerade von (bahn-) politischem Weitblick.
Dafür gibt es einen anderen Ausdruck: Kaputt gespart.
Und da fand manch bayerischer Politiker in Berlin vor Jahren deftige Worte gegenüber der Linken, als die Bahnreform anstand: Eine „Schrottbahn“ sei die Reichsbahn der DDR gewesen, sehr teuer in der Übernahme. Kaputt gespart.
In diese „Schrottbahn“ und deren DDR-Gleise wurde investiert und die geplanten Projekte im Westen mussten zurückstecken.
Das wird in der Neuzeit, 20 Jahre später, dem Westen zum Verhängnis. München ist fast schon ein leuchtendes Beispiel, nur sehen will es niemand, es reicht schon, sehenden Auges ins nächste Bahn- oder Stammstrecken-Chaos zu schlittern. Die Menschen sind Gewohnheitstiere und gewöhnen sich schließlich an alles. Gerade bei der Bahn. Ein Chaos folgt dem nächsten, finanziell dafür geradestehen muss die Bahn ohnehin nur Stichprobenartig.
Das wird auch so bleiben, denn immer noch sehen viele im ÖPNV eine Zukunft, der die Menschen aus dem gewohnten Individual-Verkehr beinahe zum Bahn-Chaos quitiert. Nur wer es sich leisten kann, diese „Schrott“-Bahn zu meiden, bleibt vor dem Staatskonzern und dessen alles über sich ergehen lassender Kundschaft und deren „passt schon“ Feeling – verschont.

Video: Güterzug quert B 15 bei offenen Schranken | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/video-gueterzug-quert-b-15-bei-offenen-schranken-8442556.html

Land mahnt Bahn wegen Verspätungen bei Frankenbahn ab – Wirtschaft-News – Süddeutsche.de

SZ, 30.6.17: www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr—stuttgart-land-mahnt-bahn-wegen-verspaetungen-bei-frankenbahn-ab-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170630-99-53778

BEG prangert an: BOB schlimmster Zug-Betreiber in ganz Bayern | Holzkirchen

Merkur, 29.6.17 www.merkur.de/lokales/region-holzkirchen/holzkirchen-ort28831/beg-prangert-an-bob-schlimmster-zug-betreiber-in-ganz-bayern-8443003.html
— Dr. Ralf Wiedenmann Müliwiesstr. 77 CH-8487 Zell ZH Schweiz Tel. +41 79 458 94 02

Bessere Informationen für Fahrgäste: Stuttgarter S-Bahn kämpft mit Verspätungen

Ludwigsburger Kreiszeitung, 28.6.17; www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Bessere-Informationen-fuer-Fahrgaeste-_arid,428786.html

Baustellen der Deutschen Bahn in der Kritik Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/bayern/schienenverkehr-aerger-um-bahn-baustellen-1.3557553

Schienenverkehr München Salzburg: Ärger um Bahn-Baustellen

SZ, 23.6.17: www.sueddeutsche.de/bayern/schienenverkehr-aerger-um-bahn-baustellen-1.3557553

Ich zahle 193 Euro für ein Semesterticket – was ich dafür bekomme, ist ein Witz – FOCUS Online

m.focus.de/regional/muenchen/chaos-bei-der-mvg-ich-zahle-193-euro-fuer-ein-semesterticket-was-ich-dafuer-bekomme-ist-laecherlich_id_7259871.html

Südbahn: Lokomotive fängt Feuer während Zugfahrt: keine Verletzten

SZ, 19.6.2017: www.sueddeutsche.de/news/panorama/braende—langenargen-lokomotive-faengt-feuer-waehrend-zugfahrt-keine-verletzten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170619-99-909456 Schwäbische, 19.6.2017: m.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Lokomotive-faengt-Feuer-waehrend-Zugfahrt-keine-Verletzten-_arid,10686941_toid,316.html

SWP Online / Wegen Elektrifizierung drohen wochenlange Sperrungen der Südbahn. Spatenstich verschoben

SWP, 18.6.2017: m.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/wegen-elektrifizierung-drohen-wochenlange-sperrungen-15249920.html

Baustellen falsch geplant? DB bremst Meridian aus | Bayern

Merkur, 27.6.2017: www.merkur.de/bayern/baustellen-falsch-geplant-db-bremst-meridian-aus-8406227.html

Zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg fährt keine Bahn – Bahn kann Inbetriebnahmetermin nach Bauarbeiten nicht einhalten

SZ, 9.6.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/oeffentlicher-nahverkehr-trotz-ankuendigung-der-db-zwischen-grafing-bahnhof-und-ebersberg-faehrt-noch-keine-s-bahn-1.3541123

Feierlichkeiten (München-) Mühldorf-Tüßling: Presse contra PR-Strategen von Bahn und Politik

ein Kommentar von M. Wengler
„Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern“ – Aussage eins. Ausbau der Strecke einen „echten Segen“ – Aussage zwei.
Wir kennen das: Meist in Wahl-Jahren tauchen sie in der Region auf, zu Spatenstichen oder Strecken-Einweihungen. Politiker, Bahn-Manager und deren Presse-Strategen. Das war für die 8 km zwischen Ampfing und Mühldorf so (Spatenstich im Jahr 2007) und zehn Jahre später wurden nun die nächsten 11 km zwischen Mühldorf und Tüßling eingeweiht. Endlich zweigleisig. Fehlen nun nur noch die 46 Kilometer nach München, von Ampfing bis Markt Schwaben.
Vom Ausbau im verspätungsanfälligen S-Bahn-Bereich um München spricht ohnehin niemand mehr. Das soll alles durch den 2. Tiefentunnel mit den Bergwerks-Bahnhöfen in 40 Meter Tiefe unter München besser werden.
Wer die Floskeln der Politiker und Bahn-Manager in den offiziellen Presse-Mitteilungen las, selbst die Erstmeldung der Deutschen Presse Agentur (DPA), der konnte nur mehr den Kopf schütteln. Mit welch blumigen Worten wieder einmal vom Gütertransport nach Asien(!!!), „näher ans Meer“ und „kürzeren Fahrzeiten“ gesprochen wurden. Wobei letzteres nun wirklich eine schöne Neuigkeit wäre. Wenn das nur keine Polit-Wahlkampf-Ente ist.
Die Medien haben jedenfalls größtenteils kaum auf die Aussagen reagiert. Im Münchner Merkur und seinen Lokalausgaben war sogar eine große Landkarte abgebildet, die zeigte, welch kleinen Abschnitt die Jubelnden da eigentlich feierten und wieviel noch zu tun wäre, wobei natürlich zusätzlich (und wieder einmal) keine (genauen) Zeit-Horizonte genannt wurden. Oder weitere Finanzierungszusagen. Auch die Passauer Neue Presse hielt sich zurück.
Jubel-Meldungen über die Bahn kommen nur bei Menschen an, die nicht öfter mit der Südostbayernbahn „verreisen“. Vor allem die 13.000 Berufs-Pendler nach München fluchen seit einigen Wochen wieder beinahe täglich und sind es leid, von Politikern und Christoph Krallers „Erlebnis-Bahn-Touristik“ wieder für dumm verkauft zu werden. Nein – nicht alle sind „i mog de SOB“.
Bleibt abzuwarten, wenn denn die Politiker den eigenen Floskeln wirklich Glauben schenken, wie weit wir dem Versprechen des Ministerpräsidenten glauben können, den Flughafen München erst auszubauen, wenn die Verkehrs-Anbindung voran gebracht wurde…
Gut nur, dass die in letzter Zeit oft gescholtenen Medien scheinbar nicht mehr auf diverse Polit-Medien-Propaganda hereinfallen. Die/Mainstream/ Medien reagieren nicht mehr auf Lokalpolitiker und die lokale Bahn-PR. Warum nur?

Mühldorf-Tuessling 2-gleisig: Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst

Pressmeldung der DB vom 22.5.2017: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/14246066/05_22_Muehldorf_-_Tuessling.html?start=0&itemsPerPage=50
Allerdings stinkt das Eigenlob von Dr. Marcel Huber. Von einem Turbogang beim Streckenausbau kann sicher nicht gesprochen werden. Im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003 wurden Begegnungsabschnitte bis 2015 versprochen. Um einen solchen handelt es sich beim 2-gleisigen Ausbau Tüssling-Mühldorf (siehe www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2003.pdf?__blob=publicationFile, Seite 54: „Die laufenden und fest disponierten Vorhaben ab 2001 umfassen die Vollendung im Bau befindlicher Projekte aus dem BVWP ’92 sowie weitere Vorhaben, über deren Realisierung bereits abschließend entschieden worden ist und die aufgrund ihrer verkehrlichen Wirkungen bis zum Jahre 2015 realisiert werden sollen.“ Dass die Bahn auf dem Abschnitt Markt Schwaben – Ampfing erst mit der Entwurfsplanung startet ist ein Armutszeugnis. Schliesslich war diese Strecke bereits im BVWP 2003 unter „Weiterer Bedarf Schiene“ aufgelistet (siehe S. 58)
Hier noch der Wortlaut der Presseerklärung: „Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst
Zweigleisiger Ausbau Mühldorf – Tüßling schneller als geplant * 150-Millionen Projekt im Kostenrahmen * Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kündigt weiteren „energischen Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern“ an
Deutlich schneller als geplant und im Kostenrahmen gebaut – so kann die Zweigleisigkeit zwischen Mühldorf/Inn und Tüßling gefeiert werden. Bislang mussten sich auf rund elf Kilometer Länge bis zu 140 Züge am Tag ein Gleis teilen. Mit dem Ausbau wird ein Nadelöhr im Schienennetz der Bahn in Südostbayern und an der Hauptzufahrt zum bayerischen Chemiedreieck aufgelöst, stellt der Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla am Montag, 22. Mai 2017 fest: „Jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied – mit diesem Ausbau haben wir die Lieferkette des bayerischen Chemiedreiecks wesentlich gestärkt.“ Er dankte den Mitarbeitern der DB Netze und allen beteiligten Firmen: „Sie haben gezeigt: Wir können Infrastruktur. Wir können schnell und effizient bauen.“ Der Bahnvorstand wies auf die nächsten Schritte für den Gesamtausbau der Strecke hin: „Im nächsten Jahr werden wir die Entwurfsplanung für den Abschnitt Markt Schwaben bis Ampfing präsentieren, noch in diesem Jahr wird das 3. Gleis Freilassing-Salzburg in Betrieb genommen.“
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt hat auf die Bedeutung des Ausbaus für Oberbayern hingewiesen: „Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern. Der Abschnitt ist Teil der wichtigen Bahnstrecke von München nach Freilassing – und damit eine Lebensader für die gesamte Region. Viele Pendler nutzen diese Verbindung für die tägliche Fahrt nach München. Sie ist der zentrale Zulauf für das bayerische Chemiedreieck und Teil der „Magistrale für Europa“ von Frankreich bis in die Slowakei. Deshalb werden wir den Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern weiter energisch vorantreiben. Unser Ziel ist: Die Strecke München – Freilassing durchgängig zu elektrifizieren und weiter auszubauen.“
Für den Bayerischen Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber ist die schnelle Fertigstellung der Strecke ein „echter Segen“. Huber: „Qualität im Turbogang – das ist nicht selbstverständlich. Jetzt gilt es, diesen Rückenwind zu nutzen, damit wir bald die nächsten Verbesserungen für die Menschen in der Region erreichen. Denn: Die Bedeutung der ABS 38 hat für uns zwei Richtungen. Erstens brauchen wir dringend eine leistungsstarke Anbindung an München für alle Pendler, die über den Regionalverkehr sicher und umweltfreundlich zu ihren Arbeitsplätzen gelangen wollen.“
Dr. Marcel Huber weiter: „Das nächste Ziel ist es, die Lücke zwischen Markt Schwaben und Ampfing zweigleisig und elektrifiziert zu schließen. Zweitens wollen wir Bayern auf schnellstem Wege an den nächstgelegenen Hafen anbinden. Triest ist Bayerns Hafen vor der Haustür. Diese Verbindung müssen wir nutzen, um unsere heimischen Produkte schnell und effizient zu exportieren.“ Für den Staatskanzleiminister ist klar: „Unser Motto ist nicht ,In 80 Tagen um die Welt‘, sondern ,In 12 Stunden am Meer‘. Damit sind unsere Güter ganze fünf Tage schneller in Fernost als bisher. Hierfür müssen wir rasch die nächste Streckenetappe bis Freilassing schaffen.“
Das Chemiedreieck und die Fahrgäste von drei Regionalbahn-Linien der Südostbayernbahn profitieren von dem zweigleisigen Ausbau. Zwei rundum modernisierte barrierefreie Bahnhöfe; mehr Kapazität auf der Schiene und mehr Stabilität im Fahrplan und Pünktlichkeit sind der große Gewinn des 150-Millionen schweren Ausbauprogramms.
Als Bauleistungen wurden das zweite Gleis auf einem elf Kilometer langen Streckenabschnitt von Altmühldorf bis Tüßling gebaut. Dazu mussten zahlreiche Straßenbrücken und Eisenbahnüberführungen neu gebaut werden, auch ein neuer Brückenschlag über den Inn sowie den Innwerkkanal waren nötig. Außerdem wurden der Bahnhof Mühldorf mit neuen Bahnsteiganlagen fernverkehrstauglich ausgebaut. Auch der Bahnhof Tüßling erhielt barrierefreie Zugänge. Mit der Auflösung von Bahnübergängen wurde für mehr Sicherheit gesorgt. Lärmschutz entlang der gesamten Strecke bringt allen Anwohnern ein hohes Plus an Lebensqualität.
Höchstleistung wurde allen Baubeteiligten während der unterschiedlichen Bauphasen abverlangt. Weil die Versorgung des bayerischen Chemiedreiecks und die Anbindung von Mühldorf nach München nur jeweils kurz unterbrochen werden durfte, waren die Sperrzeiten auf wenige Tage und Stunden beschränkt. In Baumarathons mussten an wenigen Feier- und Brückentagen während der vergangenen drei Jahren Maximales geleistet werden.
Ausführliche Informationen über den Streckenausbau gibt es im Internet unter www.abs38.de

München Bahn-Chaos wäre vermeidbar gewesen – München – Süddeutsche.de

SZ, 5.5.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/deutsche-bahn-das-s-bahn-chaos-waere-leicht-zu-verhindern-gewesen-1.3492880

S-Bahn-Chef kündigt an: Stammstrecke wird eingezäunt, 21 zusätzliche Triebwagen

Merkur, 1.5.17: www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/s-bahn-chef-kuendigt-an-stammstrecke-wird-eingezaeunt-8233816.html

S-Bahn-Chaos: Reaktionen auf Zugausfall und Verspätung Süddeutsche.de

Diese Tipps einer anerkannten deutschen Tageszeitung aus dem Münchner Raum muss sich wirklich jeder Bahn-Pendler zu Herzen nehmen.
Die Pressestellen von Bahn und politisch verantwortlichen Ministerien in München und Berlin müssen bei solchen Zeilen vor Neid erblassen. Ein besseres Bewerbungsschreiben von Mitarbeitern der Mainstream-Medien gibt es wohl kaum.
Fehlt nur noch die Ankündigung: Halten Sie durch, als Fahrgast, mit „unseren“ Empfehlungen, im Jahre 2026 mit der 2. S-Bahn-Stammstrecke wird dann alles besser…
Bayerns Bahn-Elite, samt den Verkehrsministern in Land und Bund muss sich, bei solch einer Berichterstattung, ins Fäustchen lachen. Man darf gespannt sein, wann die Bahn wieder teure Werbeanzeigen in der Süddeutschen und ihren Broschüren schaltet.
Ein Schelm, wer Böses dabei vermutet…
www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-das-hilft-wirklich-bei-s-bahn-chaos-1.3483436

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