Bundespolitik

Planloses Gelabere: Bayerns Bahnchef Josel und Bundesverkehrsminister Scheuer im BR

YouTube Link: https://youtu.be/3c8UasMoHO8

Die Tage lief im Bayerischen Fernsehen eine Diskussion über den Nahverkehr der Bahn in Bayern, mit am Tisch: Der CSU-Bundesverkehrsminister in Berlin, Andreas Scheuer und der Konzernbevollmächtigte der Bahn in Bayern: Klaus-Dieter Josel.

Die übrigen Diskussionsteilnehmer waren Pendler oder andere Politiker, wobei selbst die Moderatorin der Runde den Eindruck erweckte, mehr mit der Bahn zu fahren, als der Bundesverkehrsminister oder Bayerns Bahn-Chef persönlich.

Konzern-Bevollmächtigter Josel, seit über 15 Jahren in Bayern im Amt, scheint keiner zu sein, der den Freistaat regional gut kennen würde. Außerdem verkehrt Josel mit der Mühldorfer Südostbayernbahn, die trotz völlig überalterter Infrastruktur zwischen München und Mühldorf gute Gewinne für den Konzern Deutsche Bahn in Berlin einfährt und zumindest digital in den Ansagen mitteilt, mit wie viel Verspätung der nächste Bahnhof erreicht wird und welche Anschlusszüge erreicht werden. Von den Anschlusszügen die nicht mehr erreicht werden, kommt kein Wort vom digitalen Band, so ähnlich sind wohl auch Josels Ansichten über das eigene Unternehmen zu interpretieren.

Während Bundesverkehrsminister Scheuer ohnehin nicht als Bahn-Freund gilt, waren Josels Aussagen beinahe bemerkenswert: Warum er zu einem Termin mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach Berlin fliege und nicht die Bahn nehme, entgegnete der oberste Eisenbahnfürst: Er wäre gerne mit der Bahn gefahren, was zeitlich nicht möglich war, dafür habe er tags zuvor schon etwas mehr als zwei Euro für irgendeine Umweltabgabe entrichtet.

Wenn Josel mit der Bahn nicht pünktlich nach Berlin kam, musste er wohl auch einen Pkw zum Flughafen nehmen, denn die neue Niederbayern-Anbindung an den Airport, die der Niederbayer Scheuer bei den ach so tollen Bahn-Investitionen in Bayern hoch hob, dauert für die Südostbayernbahn-Menschen genauso lange, wie die Fahrt von Mühldorf und dann weiter mit der S8 vom Ostbahnhof zum Flughafen.

Und der Erdinger Ringschluss, der irgendwann Südostoberbayern mit dem Flughafen verbinden soll, ist noch nicht fertig – und erst eines der nächsten Projekte, die angegangen werden sollen. Peinlich für Scheuer, der hob die Neufahrener Kurve hervor, dabei war dieses Projekt das „billigste“ im Konzept der Bayerischen Staatsregierung für den Bahnknoten München vor fast 10 Jahren…

Geplant, mit Filzstiftstrichen auf irgendwelchen Landkarten, seit gefühlt 20 Jahren, wird es da bei manchem Beobachter der Runde geklingelt haben. Das eingeengte Südostbayernbahn-Schema hielt Bahnchef Josel weiter in der Sendung oben: So wäre die Bahnlinie Traunstein-Traunreut, ein völlig unwichtiges Bahn-Lieblingsprojekt von Südostbayernbahn-Chef Kraller aus Mühldorf, der in Traunstein beheimatet ist, genauso defizitär, wie die Buslinie nebenbei. Völlig unangebracht in einer bayernweiten Sendung, was aber Josels Bayern-Horizont widerspiegelt. Da wusste wohl nicht einmal der Bundesverkehrsminister aus Niederbayern, über welch unwichtiges Thema hier der bayerische Bahn-Chef labert.

Diese zur Bahn konkurrierende Buslinie gab es übrigens schon, bevor Josel überhaupt nach Bayern übersiedelte und Josels lokaler Bahn-Mensch Kraller auf die Idee kam, dort mehr Züge fahren zu lassen, als Konkurrenz zum Bus. Anstatt die Bahn dort zu fördern, wo keine Busse fahren.

Bei so viel bayernweitem, regionalem (nicht-)Wissen konnte in der Runde im Bayerischen Fernsehen dann weder Bundesverkehrsminister Scheuer, noch die übrigen Teilnehmer mithalten. So wurde das Schienen-Thema in und um München diskutiert, mit der Stammstrecke, die ja bald kommt, eine verbale Zeitansage, die viel über die Denker und Lenker der Bahn und den Verkehrspolitiker Scheuer in Berlin an Interpretationsspielraum ermöglichen.

Am Ende der Sendung konnten zumindest tägliche Bahn-Nutzer nicht wirklich beruhigt zu Bett gehen. Die Bahn- und Verkehrs-Obrigkeit hatte nur unterstrichen, in welch fremden Welten sie doch leben und wie wenig sie sich darüber im Klaren sind, dass da täglich Millionen Menschen (Fahrgäste/Nutzer) sogar noch Geld für diese Verspätungs-Orgien bezahlen. Für bestens gewartete Technik aus der Kaiserzeit, längst überholte Infrastruktur mit Weichen und Signalen, als wäre Bahnfahren schon lange umsonst und all die Missstände dann doch „bald“ spürbar korrigiert beziehungsweise beseitigt. Eben Teil der Energiewende, als Verkehrswende in dieser Berliner Republik.

Wobei die zweite Stammstrecke als Tiefentunnel unter München wohl doch früher kommt, als alles andere, worüber die hohen Herrschaften die TV-Zuschauer mit vollem Ernst aber dann doch an satirische Züge erinnernd, belaberten: Da hatten die ansonsten vernehmbaren PR-Strategen von Bahn und Politik die Obrigkeit gut vorbereitet. Eben genauso, wie diese Fahrgäste die Deutsche Bahn und deren Infrastruktur täglich besser kennenlernen. Planloses Gelabere das nur offenbart: Besser wird da so schnell nichts!

M. Wengler

Klima- und Verkehrswende mit dieser Bahn?

Zugegeben, als wir hier im Jahr 2007 zu bloggen begannen, über den Nicht-Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing, haben viele gelacht. Ausgelacht und verspottet wurde man, von allen Seiten. Der mit seiner Bahn…

Fahrt doch mit dem Auto

Im Internet gab es sogar Kommentare unter Medienberichten, wer sich die tägliche Fahrt mit dem Auto nach München nicht leisten kann, soll zufrieden sein, mit dem was die Bahn bietet.
Kein Wunder, dass man sich im Jahr 2019 genüsslich zurücklehnt und dem Treiben der Menschheit für mehr Klimaschutz und Verkehrswenden oder Mobilitätskonzepten einfach zusieht.

Nur wenn einer ganz gescheit redet, dann kommen die alten Hämmer als Totschlag-Argument: Dass eben gar nichts kommt, bzw. alles viel zu spät und Deutschland die fehlenden Investitionen bei der Bahn nie mehr aufholen wird. Bei den Stellwerken aus der Kaiserzeit, die ja alle bald digitalisiert werden sollen…

Hofreiter – Bahn hält kaum eine EU-Vereinbarung ein

Dazu gehört auch, dass ein Anton Hofreiter, Bundestagmitglied der Grünen, schon vor Jahren einmal zum Besten gab, dass die Bundesrepublik keine einzige internationale Vereinbarung auf EU-Ebene bezüglich von Bahn-Ausbauten einhält. Die tollen Deutschen, die Vorzeige-Europäer, schaffen die Verkehrswende fürs Klima ohne die Bahn. Elektrifizierte Schnellstrecken enden an der deutschen Außengrenze. Da hat Hofreiter noch immer Recht.

Andererseits hat man -oft leider persönlich- viele Menschen an entscheidenden Positionen selber kennengelernt. Konzernbevollmächtigte von der Bahn, zum Beispiel, oder Chefs von der DB Netz, die für die Infrastruktur verantwortlich sind. Zudem Politiker, die dann in München oder sogar Berlin Karriere gemacht haben oder immer noch fleißig am Werk sind.

Es war eine spannende Zeit, gerade mit den vielen Diskussionen und Beschlüssen im und zum Großraum München. Was die Politik nicht alles anpacken wollte, was nun vielleicht in zehn Jahren kommt (damals quasi in 20 Jahren) oder noch länger auf sich warten lässt…

Über 6 Milliarden Euro für den Knotenpunkt München

Einer sollte dabei im Übrigen wirklich Recht behalten: Als die Bayerische Regierung, die bekanntlich immer noch auf die göttlichen Eingebungen wartet, ein Konzept zum Bahnknoten München verabschiedete, sprach ein Abgeordneter aus Niederbayern, Erwin Huber, von einem Jahrhundert Plan, oder so ähnlich.

Kritiker behaupteten schon damals, das wäre gar kein Konzept, sondern einfach nur alle Ideen in einem „Konzept‘ zusammengestopft. Die Kosten wurden damals auf über 6 Milliarden Euro beziffert, von Huber. Wörtlich im Bayerischen Landtag.

Wer damals wusste, wieviel Geld -bzw. wenig im europäischen Vergleich- Deutschland jährlich in die Schiene investiert, der wusste: Es würde wahrlich 100 Jahre dauern. Ein Jahrhundert Werk eben.

Früher verspottet – heute lacht kaum einer mehr

Kurze Zeit darauf war man persönlich in Berlin, im Bundesverkehrsministerium und die warfen damals das „Konzept Bahnknoten München“ an die Wand.

Auf die Frage, wieviel das insgesamt Kosten würde, hatten die Bediensteten zu Zeiten Peter Ramsauers keine Antwort. Die wussten schlichtweg nichts, von den 6,2 Milliarden Euro, warfen aber für die dummen Bürger einfach das Bild an die Wand.

Heute lachen übrigens kaum mehr Menschen, wenn es um die Bahn geht.
„Du hattest wirklich Recht“ hört man da oder „wir wollten Dich nie verstehen aber es kam tatsächlich so“.

Mainstream-Medien halten der Bahn die Stange

Nur die großen Medien, wie die Süddeutsche Zeitung, die sind ihrer Berichterstattung treu geblieben und verkaufen jeden politischen Ansatz, jeden Filzstiftstrich auf einer analogen Landkarte immer noch als Weitwurf, Meilenstein oder neuerdings als „letzte Endrunde“.

Vielleicht auch, weil nach einer Führung durch das S-Bahn-Werk Steinhausen sozusagen von oben herab beschlossen wurde, den Ruf der S-Bahn samt Bahn, nicht noch schlechter zu machen, als er sei. Sagte vor Jahren einer, der damals in Steinhausen Führungen machte.

Gut, dass darüber nie wer wirklich berichtete. Man könnte ja meinen, solche Medien wie die Süddeutsche wären tatsächlich frei in ihrer Berichterstattung.

Was würden die Menschen nur denken oder wählen, wenn sie wirklich feststellen würden: Erstens kommt nichts, wenn dann doch viel zu spät, bei der Umsetzung wird gespart wo es nur geht (was privat niemand beim Eigenheim machen würde) und am Ende zahlen die Fahrgäste oder der Steuerzahler sowieso drauf.

Medienwirksame und teure Spatenstiche

Nach dem Berliner Hauptbahnhof, Stuttgart 21, der ICE-Strecke München-Nürnberg (das blöde Karstgestein, wie einmal ein Journalist lächelnd die Mehrkosten rechtfertigte) ist zumindest die Zeit der Spatenstiche mit Blaskapellen, Sonderzügen, EU-Beamten, Weißwürsten und kurzfristig errichteten Bahnsteigen derzeit scheinbar vorbei.

Das hat die Bevölkerung wahrgenommen, dass hinterher noch viel Gras an mancher Bautafel wächst, bevor tatsächlich mit Baumaßnahmen begonnen wird und manche Erstarbeiten schon wieder sanierungsbedürftig sind, bis der Bauabschnitt tatsächlich eröffnet wird.

Wenn der denn dann wirklich soweit reicht, wie es die Bautafel eigentlich verkündet, wer sich an München-Mühldorf-Freilassing erinnert, dem fällt ein, dass zu Beginn der Bauarbeiten groß „Ampfing-Mühldorf“ propagiert wurde, während das zweite Gleis dann tatsächlich noch vor Mühldorf auf einem Gleise endete… Das war aber noch vor Klimakrisen, beschlossen unter rot-grün in Berlin mit diesem Schröder und vor langer Zeit im Jahr 2005. Fast ein Jahrhundert her.

Verkehrswende im Klimawandel mit dieser Bahn-Politik?

Am Ende stellt sich nur die Frage, wie die Bundesrepublik Deutschland mit dieser Bahn und vor allem dieser Bahn-Infrastruktur eine Verkehrswende schaffen will, um die Klimakatastrophe einzudämmen bzw. den Klimawandel nicht noch zu beschleunigen?

Gut, dass diese Themen noch nie jemand öffentlich aufgeworfen hat. Man würde feststellen, es ist längst zu spät und viel zu teurer, dagegen waren die für den Großraum München damals veranschlagten 6,2 Milliarden Euro Peanuts…

Gesellschaftlich mag man sich gar nicht ausmalen, wieviel weniger Verkehr es gäbe, wenn nur jeder, bei dem es möglich wäre, einmal pro Woche Home-Office machen könnte. Doch dagegen sperren sich nicht nur Chefs, auch Medien berichten immer wieder von Nachteilen.

Wo kämen wir auch hin, wenn im MVG-Streikfall alle Home-Office machen würden und keine Urlaubstage verbrannt werden müssen. Oder wenn die am Land im grünen (Stein-) Garten mit Laptop sitzen, während die in der Stadt nicht einmal einen Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung haben?

Dann kommt es wohl doch eher nach Gerhard Polt, der schon vor zig Jahren feststellte: In München müssens für die ganze Stadt ein 3. Stockwerk bauen.

EU-Fördermittel für die Bahn nicht abgerufen

Zuletzt noch ein persönlicher Gruß an all die Politiker und Journalisten aus der Schröder Zeit.
Eine schöne Überschrift war damals ein Leserbrief mit Grüßen an die heimischen SPD-Größen samt Bundesverkehrsminister von der SPD:

„Knoblauch, Steindl, Tiefensee, wo geht unser EU-Geld hie?“

Die Frage war damals: Warum wurden bei der EU keine Gelder für Planungen abgerufen?

Heute wissen wir die Antwort: Berlin rief keine Gelder ab, weil man den Ausbau der Bahn nicht für nötig ansah. Warum planen, wenn man den Ausbau nicht will?

Aber genau mit diesem Haufen, schaffen wir jetzt die Klimawende.

Da hilft nur zurücklehnen und zuschauen. Von M. Wengler

Wo Wasserstoffzüge alte Dieselloks ablösen | NDR.de – Nachrichten – Niedersachsen

www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Wasserstoffzuege-eine-Alternative-zu-Dieselloks,wasserstoffzug106.html

ICE versus TGV: Warum deutsche Schnellzüge deutlich langsamer sind – SPIEGEL ONLINE

www.spiegel.de/reise/deutschland/ice-versus-tgv-warum-deutsche-schnellzuege-deutlich-langsamer-sind-a-1259209.html

ÖBB tauschen deutsches Reservierungssystem gegen tschechisches | Bahn | Branchen | INDUSTRIEMAGAZIN

industriemagazin.at/a/oebb-tauschen-deutsches-reservierungssystem-gegen-tschechisches

Deutsche Bahn will neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld – SPIEGEL ONLINE

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-will-neue-ice-trasse-fuer-tempo-300-zwischen-hannover-und-bielefeld-a-1258332.html

Italiens Häfen in Triest und Genua: Einfallstor Chinas in Europa

Während der Export-Weltmeister Deutschland, die führende Volkswirtschaft Europas, noch darüber diskutiert, wie die Schienen-Wege zu den Seehäfen ausgebaut werden sollen (über den Brenner-Basistunnel nach Genua oder München-Mühldorf-Freilassing via Tauern-Bahn nach Triest), will sich Rom „Pekings Seidenstrasse-Initiative anschliessen“, wie die NZZ berichtet. Die Rede ist von einem geplanten „Rahmenabkommen“ das „unter anderem chinesische Grossinvestitionen in den Häfen von Triest und Genua“ vorsieht.
www.nzz.ch/international/italiens-haefen-einfallstor-chinas-in-europa-ld.1467501

Die Bahn richtet Hunderte Baustellen ein – Wirtschaft – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-baustellen-1.4372568

Kaputte Bahn – F.A.Z. Edition

edition.faz.net/faz-edition/wirtschaft/2019-03-15/7b40449c32807ec4a2d7ce1af69d4551/?GEPC=s1

Deutsche Bahn: Koalition will eine Milliarde Euro mehr pro Jahr in Schienenetz stecken – WELT

www.welt.de/wirtschaft/article190436687/Deutsche-Bahn-Koalition-will-eine-Milliarde-Euro-mehr-pro-Jahr-in-Schienenetz-stecken.html

Privatisierungs-Welle in Deutschland: Was hat sie gebracht?

www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bahn-post-und-telekom-privatisierungs-welle-in-deutschland-was-hat-sie-gebracht.60259bcf-14dc-411f-b014-36fea9afee95.html

Medienbericht – 15 Minuten Bahn-Verspätung sollen noch als pünktlich gelten

Klingt nach einem April-Scherz, ist aber wohl keiner.
www.deutschlandfunk.de/medienbericht-15-minuten-bahn-verspaetung-sollen-noch-als.2932.de.html?drn:news_id=985114

EVG fordert deutlich höhere Invesitionen des Bundes in die Deutsche Bahn – Lahmer Staatskonzern

SZ, 4.4.2029 www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-lahmer-staatskonzern-1.4394697

Krisengipfel: Grüne fordern Vervierfachung der Zuschüsse für die Bahn – Politik – Aktuelle Politik-Nachrichten – Augsburger Allgemeine

Dazu gab es in den „sozialen Medien“ Kommentare, zum Beispiel auf Facebook:
„Jo man hättet ihr mal machen können vor 15 Jahren habt ihr nicht schaaaaade!“
www.augsburger-allgemeine.de/politik/Gruene-fordern-Vervierfachung-der-Zuschuesse-fuer-die-Bahn-id53169426.html

Deutsche Bahn – Die letzte Chance – Wirtschaft – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-die-letzte-chance-1.4283837

Teure Ausfälle und Verspätungen: Bahn muss hohe Strafen an Auftraggeber zahlen tv.de

Ntv, 2.1.19: www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-muss-hohe-Strafen-an-Auftraggeber-zahlen-article20793262.html

Deutsche Bahn: Einige ICE dürfen nicht durch lange Tunnel fahren – Wirtschaft – Tagesspiegel

„Die meisten schadhaften Streckenabschnitte wurden in Bayern (128) erfasst“
www.tagesspiegel.de/wirtschaft/deutsche-bahn-einige-ice-duerfen-nicht-durch-lange-tunnel-fahren/23815096.html

Digitalisierung im „Neuland“: Über den Marienplatz nach Ottenhofen mit der Südostbayernbahn

Deutschland digitalisiert – auch bei der Bahn. Manchmal fühlen sich deren Kunden an den Postillon erinnert. Für Internet-Laien: Das ist so eine Internet-Seite, die Meldungen verbreitet, die Leser eigentlich nicht ganz so ernst nehmen sollten. Was der Postillon mit der Bahn zu tun hat – und warum er in Zuge dessen hier Erwähnung findet?
Auf der Bahnstrecke München-Mühldorf, zum Beispiel: Da hat die Südostbayernbahn vor einiger Zeit den Zuschlag für weitere Jahre bekommen (bis zum Jahre 2022), manche Sitze in den Zügen wurden schwarz anstatt grün angeglichen, WLAN sollte Einzug erhalten und – es gab ab neue, zusätzliche Durchsagen in den Zügen. Neben den alt-gewohnten Menschen-Sprüchen „nehmen Sie bitte Ihre Taschen von den Sitzen“ und dergleichen.
Moderne Ansagen, zeitgemäß, im „Neuland“, wie sie in Berlin sagen. Früher hätten die Leute gesagt „vom Band“. Die ruhige, männliche Blechstimmte verkündet nun den Fahrgästen den nächsten Halt des Zuges, den nächsten Bahnhof und die Anschlusszüge, die einen von dort scheinbar in alle Welt bringen. Was sich dann so anhört: Vom Holzkirchner Flügelbahnhof am Hauptbahnhof (in München) kommend, sagt die nette Männerstimme, dass man am Ostbahnhof (in München) allerlei Anschlusszüge erreichen könne, beispielsweise S-Bahnen in die Innenstadt. Oder noch weiter, in den Münchner Westen. Alles jedenfalls zurück – quasi für Falschfahrer im Bahnverkehr.
Weiter im S-Bahn Bereich, auf der Fahrt von München Ost nach Markt Schwaben, geht es ähnlich weiter. Dabei dürfte Südostbayernbahn-Kunden neuerdings ein klingender Name einer Ortschaft besonders im Gehörgang hallen: Ottenhofen. Dieses Ottenhofen „in Oberbayern“, wie die Blechstimme trötet, muss irgendeine Großstadt oder ‚Motrepole‘ (;-)) zwischen Markt Schwaben und Erding sein und in Oberbayern liegen. Ottenhofen ist also nicht zu verwechseln mit Ottenkofen bei Gottfrieding, einer Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Oberbayern eben, nicht Niederbayern, aber Ottenhofen muss immens wichtig sein, zwischen Markt Schwaben und Erding, wenn sie in jedem Zug in den „nahen Osten“ nach Mühldorf am Inn, von der ruhigen Männerstimme angekündigt wird.
Wer nicht nach Ottenhofen will, auch nicht nach Mühldorf, sondern scheinbar im falschen Zug sitzt, der kann noch andere Züge in Markt Schwaben erreichen: Die S-Bahn nach Petershausen – oder noch weiter – nach Altomünster. Das liegt unweit des Wittelsbacher Landes. Weit weg – im Westen Münchens. Wer nun im Zug von München nach Markt Schwaben sitzt, hat also die Möglichkeit, ab Markt Schwaben mit verschiedenen S-Bahnen bis Altomünster oder Petershausen zu fahren. Natürlich über München Ost und damit über München Hauptbahnhof, Marienplatz und den Stachus, pardon Karlsplatz.
Ob dann diese S-Bahnen auch in Heimstetten, Poing, Grub oder sogar planmäßig in Feldkirchen oder Riem halten (außerplanmäßig hielten die Züge der Südostbayernbahn im Jahr 2018 dort sehr oft), sagt die freundliche Männerstimme nicht. Ob bei all der Beschallung das Personal der Bahn noch weiß, was der Computer da so labert und irgendwie sinnfrei klingt oder sogar ist, weiß niemand. Vielleicht erzählt der Bord-Computer der Südostbayernbahn demnächst Märchen von fernen Ländern am Wittelsbacher Platz oder Prinzen im Schloss zu Ottenhofen?
Oder sind am Ende gar alle froh, niemals am Bahnhof Ottenkofen (sofern es den gibt), in Niederbayern, auf einen Zug von Mühldorf kommend warten zu müssen, um nach Altomünster, Heimstetten oder weit weg irgendwo im S-Bahn-Bereich zu kommen? Das wäre fast mal eine Anfrage an die Pressestelle der Bahn an der Donnersberger Brücke wert. Die müssen dann aber ganz viel googeln, werden den Computer verfluchen und am Ende im Brockhaus nachlesen, was auch in Wikipedia stehen könnte. Oder doch nicht? Wenn sie denn schon GPS oder Internet haben, bei der Bahn. Andere würden all das trotz Computer als sinnfreie Belustigung (Belästigung?) der Kundschaft bezeichnen.
Doch neben Ottenhofen und Fahrten über den Marienplatz zwischen Ost- und Hauptbahnhof gibt es noch weitere interessante Informationen der freundlichen, männlichen Blechstimme: In mancher Regionalbahn hören die Fahrgäste öfter: „Vielen Dank für ihre Reise mit der Elbe-Saale-Bahn – auf Wiedersehen“. Ob von Rosenheim an der Mangfall oder Salzburg an der Saalach (pardon Salzach), vielleicht heißt es auch zwischen Passau (Donau), Landshut (Isar), Simbach (Inn), Burghausen (Salzach), Ruhpolding und Traunstein (Traun) – weit weg von Elbe und Saale: Digitalisierung und Steuerung ist nicht nur für die Politiker in Berlin (an der Spree) alles irgendwie Neuland, sondern gerade für die Bahn-Töchter zwischen der Südostbayernbahn rund um Mühldorf, entlang zwischen irgendwelchen Flüssen mit dem Kreuzungs-Knoten-Bahnhof am Inn.
Eine Glosse über die Digitalisierung bei der Bahn im Neuland. Von M. Wengler
*** Liebe Leserinnen und Leser, *** dieses Erlebnis ist nicht frei erfunden, wir behaupten auch nicht, nur private Meinungsäußerungen wiederzugeben. Derlei Spott liest man von „Qualitätsmedien“, die leben davon, über bundesdeutsche Verhältnisse von uns Bürgern auch noch zu spotten 😉
Und während derlei Zeilen süffisant in die Tastatur gehämmert werden, zwickt wieder ein Signal. Signalstörung. An den Temperaturen von Mutter Natur kann es nicht liegen, es war im Jahr 2018 schon einmal kälter. Das stellen die Fahrgäste frustriert fest. Die Stimme des netten Mannes hat dazu auch keine Worte mehr. Schlimme Zustände im Neuland. Aber wir digitalisieren jetzt – immerhin!

Die deutsche Regierung kümmert sich lieber um künstliche Intelligenz als um eine pünktliche Bahn | NZZ

www.nzz.ch/international/die-deutsche-regierung-kuemmert-sich-lieber-um-kuenstliche-intelligenz-als-um-eine-puenktliche-bahn-ld.1441904

Schweiz kritisiert mangelhafte Qualität der Deutschen Bahn | wr.de | Wirtschaft

www.wr.de/wirtschaft/schweiz-kritisiert-deutsche-bahn-wegen-unpuenktlichkeit-id216023831.html?fbclid=IwAR1gJjS3RjxYnI-zpwHDldCuFHseFoGzzUflskzG7e2WByHZDMAzbKHa9b8

Deutsche Bahn – Ein „organisatorischer Albtraum“ – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Langsam können sie einem leidtun – die von „Die Bahn“.
Letzten Montag Streik, diesen Montag S-Bahn-Chaos München. Das ist irgendwie kein verlässliches Verkehrsmittel, um die Energie- und Verkehrswende zu schaffen…
Wenn aber schon die Politiker in Berlin auf die Missstände aufmerksam werden – könnte es langsam wirklich gefährlich werden. Für die bei der Bahn.
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-pannen-1.4256677

Marode Deutsche Bahn schafft es in die Schweizer Tagesschau

15.12.2018: www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/29598787-30e5-4213-af61-0a3c584f1fd9

Deutsche Bahn – Teure Pläne, wenig dahinter – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Große Versprechen aus dem Bundesverkehrsministerium – zum Bundesverkehrswegeplan und Hochstufungen einiger Projekte.
Auch in der Region rund um München war der Jubel groß, als Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zahlreiche Bahn-Projekte als „höher“ eingestuft verkündete…
Ob CSU-Politiker (vor allem die bayerischen Vertreter im Berliner Bundestag) oder regionale SPD-Politiker – sie sprachen von einem „klaren Bekenntnis der Bundesregierung zu unserer Region“, „nach hartnäckigem Dranbleiben“, so die einhellige Meinung (www.heimatzeitung.de/mobile/lokales/bahnausbau_so_reagiert_die_region_3087036/)
Wirklich? Viele Projekte, große Visionen & nichts ist wirklich durchfinanziert, so die neueste Meldung aus Berlin:
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-geld-finanzierung-1.4251754

Deutsche Bahn: So kann es nicht weitergehen – Wirtschaft – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-streik-1.4246862

Wie schlecht ist die Deutsche Bahn? | NZZ

www.nzz.ch/wirtschaft/wie-schlecht-ist-die-deutsche-bahn-ld.1413155

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